Mehr Shein als.
Der ehemalige deutsche EU-Kommissar Oettinger, vor einigen Jahren noch auf Seite Europas, wechselte die Seiten und ist nun Chef-Lobbyist für Shein. Mit seinem Gewissen ist dieser Wechsel, manche bezeichnen ihn als Verrat, vereinbar. Ehrgefühl, Gewissen, Moral sind etwas für einfache Leute, den Pöbel. Erfolgsmenschen aus Politik und Wirtschaft lassen sich durch solch kindische Befindlichkeiten nicht die Karriere und das Geldscheffeln vermiesen.
account_circle August J. Riegler
Trump, Grönland und der blanke Wahnsinn
Mit wachsendem Entsetzen verfolge ich die jüngsten Aussagen Donald Trumps zu Grönland. Wer heute noch versucht, diese Äußerungen als Missverständnis oder gedankliche Provokation abzutun, verkennt die Tragweite dessen, was hier offen ausgesprochen wird. Wenn ein Präsident der Vereinigten Staaten darüber spricht, ein fremdes Territorium notfalls mit militärischer Gewalt „einzunehmen“, dann ist das kein lockerer Spruch mehr – es ist blanker Machtmissbrauch. Grönland ist kein Immobilienobjekt, kein Pokal und kein Spielstein auf einem geopolitischen Monopoly-Brett. Grönland gehört zu Dänemark, einem souveränen Staat und NATO-Partner. Ein militärischer Zugriff wäre ein klarer Bruch des Völkerrechts und ein Angriff auf das Fundament internationaler Ordnung. Besonders gefährlich ist die Signalwirkung solcher Aussagen. Während Millionen Menschen weltweit auf Frieden, Stabilität und Sicherheit hoffen, liefert Trump autoritären Regimen genau das Argument, das sie brauchen: Wenn der Westen selbst mit Gewaltfantasien spielt, warum sollten sich dann andere an Regeln halten? Das ist keine Stärke und keine Führung – das ist ein verantwortungsloser Ego-Trip mit globalem Risiko. Dass ausgerechnet jemand mit solchen Drohkulissen ernsthaft als Friedensstifter wahrgenommen werden möchte, ist schwer zu begreifen. Geschichte lehrt uns, wie schnell Worte zu Taten werden, wenn sie lange genug verharmlost werden. Grenzen, die wieder mit Gewalt infrage gestellt werden, führen nicht zu Sicherheit, sondern zu Leid – und am Ende zahlen immer die Falschen den Preis. Für mich geht es dabei nicht um Ideologien oder Machtpolitik, sondern um etwas sehr Konkretes: um die Sicherheit unserer Familien, um ein Leben ohne Angst, ohne Krieg, ohne permanente Eskalation. Frieden entsteht nicht durch Drohungen, Bündnisse überleben keine Erpressung und Demokratien zerfallen nicht über Nacht – sie werden Schritt für Schritt ausgehöhlt. Dass wir im Jahr 2026 überhaupt darüber diskutieren müssen, dass ein westlicher Politiker offen mit Angriffskriegen kokettiert, ist ein Armutszeugnis für unsere politische Kultur. Wer das weiterhin verharmlost, trägt Verantwortung für die Folgen. Kein Platz für Machtfantasien. Kein Platz für Drohungen. Ja zu Vernunft, ja zum Völkerrecht – und ja zum Frieden.
account_circle Mike Payer
Von Bruno auf den Punkt gebracht
So fängt das Jahr 2026 an: Der „Z“-Krieger der Putin-Armee kann endlich nach jahrelangen Friedensverhandlungen das geliebte von Nazis befreite Land in Besitz nehmen. Trump hat endlich Raum und Platz, neben dem Ballsaal auch den ihm entsprechenden Triumphbogen „ARC de TRUMP“ zu errichten. Und Europa wird zwischen Ost und West so was von unbedeutend, darf nur kuschen, aber das Sparschwein wird von nutzlosen „Idioten“ weiter brav gefüllt. Danke Bruno, mit einigen Blitzideen und Pinselstrichen ist die Weltlage auf den Punkt gebracht.
account_circle Dieter Raidl
Bruno und die Weltlage
Bruno Haberzettl hat in der Karikatur in der „Krone bunt“ die aktuelle Weltlage und das Ego des US-Präsidenten Donald Trump treffend dargestellt. Russland versucht, sich trotz hoher Verluste illegal Land der Ukraine einzuverleiben. Trump, der sich selbst als Friedensstifter bezeichnet, ist beleidigt, weil er den Friedensnobelpreis nicht erhalten hat. Deshalb lässt er einen Triumphbogen über dem Kapitol in Washington errichten – schöner und größer als der in Paris. Schließlich sind es andere, die Kriege führen und zur Verantwortung gezogen werden sollten. Für Trump ist Business entscheidend, er macht nur Deals. Wie verhält sich die EU? Sie hat im Weltgeschehen nichts zu sagen, duckt sich als Friedensunion weg und verteilt leichtfertig Steuergelder in aller Welt. Charakteristisch ist auch, dass sie zahnlos agiert und über keine strategische oder geopolitische Ausrichtung verfügt. Kein Wunder, dass die EU von den Großmächten ignoriert wird.
account_circle Kurt Gärtner
Mercosur
Hin oder her. Ich werde auch weiterhin meinen Einkaufsgewohnheiten treu bleiben und so weit wie möglich österreichische, saisonale Produkte, bevorzugt in Bioqualität kaufen. Der Geschmack, die Qualität sind für mich ausgezeichnet. Und das tun hoffentlich auch andere Konsumenten weiterhin. Denn damit stärken wir auch unsere Bauern, denen ich auf diesem Wege für ihre großartige Arbeit danken möchte. Sie brauchen ihr Licht wirklich nicht unter den Scheffel zu stellen.
account_circle Eva Krammer
Wir haben es selbst in der Hand!
Das Mercosur-Abkommen wird sicher gravierende Auswirkungen auf unsere Landwirtschaft haben. Die Unterzeichnung dient nur der Wirtschaft und lässt jeden Umweltgedanken verblassen! Aber wir haben es auch selbst in der Hand, indem wir bewusst einkaufen, auch wenn es etwas teurer ist. Das sollte uns das wert sein, es gibt sicher für die meisten andere Möglichkeiten, dies einzusparen!
account_circle Leo Lobmaier
Masochistische Politik
Brüssel ist gründlich und konsequent und leistet ganze Arbeit, wenn es gegen eigene Interessen geht. So wurde die Industrie durch Fehlentscheidungen stark beeinträchtigt und jetzt hat man offensichtlich die europäische Landwirtschaft im Visier. Das Mercosur-Abkommen wird wahrscheinlich nicht so dramatische Auswirkungen haben, wie von mancher Seite angekündigt, aber es ist auf jeden Fall eine Schwächung der europäischen Bauern. In der Psychiatrie nennt man die Absicht, sich selbst bewusst und vorsätzlich Probleme zuzufügen, Masochismus.
account_circle Mag. Martin Behrens
Interview mit dem Wiener Bürgermeister
Sehr geehrter Herr Ludwig! Nachdem ich dieses Interview in der „Kronen Zeitung“ gelesen hatte, war für mich alles klar. Der Niedergang der SPÖ ist nicht mehr aufzuhalten. Ihre Antworten auf Herrn Pommers Fragen sagen nichts aus, aber dennoch auch alles.
account_circle Werner Schnell
Muslimische Schüler
Auf keine einzige Frage hatte Ludwig eine aussagekräftige Antwort. Ob zur Frage der Pensionskürzungen, zu diversen Teuerungen, die von der SPÖ vor der Wahl in Abrede gestellt wurden, noch bezüglich Migrationspolitik. Die allerbeste Aussage ist die, dass sich die katholische Kirche darum kümmern sollte, mehr Mitglieder anzusprechen. Also seiner Meinung nach sollten die muslimischen Migranten katholisch werden, dann wäre anscheinend das Schulproblem gelöst. Kein Wunder, dass Österreich mit solchen naiven Politikern so dasteht.
account_circle Dagmar Junker
Berührender Abschied
Der Abschied von Josef Ratzenböck war überaus berührend und machte schmerzlich bewusst, welche herausragende Persönlichkeit für immer gegangen ist. Der über alle Parteien hinweg höchstgeschätzte Landesvater Josef Ratzenböck konnte und wollte Gräben schließen, baute Brücken und verstand die Sprache der einfachen Menschen. Bezeichnend für seine persönliche Größe steht unter anderem, dass er selbst den politischen Mitbewerber verteidigte, wenn die Medien diesen zu sehr angriffen. Als Vollblutpolitiker errang er für seine Partei Wahlerfolge, von denen diese heute nur mehr träumen kann. Berührend die Trauer und Bewegtheit der riesigen Trauergemeinde. Tränen aus sonst harten Männeraugen und erstickende Stimmen bei den Würdigungen. Was von Josef Ratzenböck bleibt, ist das Leben für politische Ziele, diese höchst engagiert zu verfolgen, Visionen zu leben und an das Gute im Menschen zu glauben. Und darüber hinaus ideologische Grenzen zu überwinden, das Gemeinsame zu sehen und für das Land und seine Menschen da zu sein. Die große Zahl an trauernden Politikerkollegen und -kolleginnen möge die Stunden des Abschiednehmens von einem außergewöhnlichen Menschen und politischen Vorbild zum Anlass nehmen, ihre politische Arbeit selbstkritisch zu reflektieren. Josef Ratzenböck hat beeindruckend gezeigt, dass Anstand, Freundschaft und Moral auch im täglichen harten Politgeschäft ihren Platz haben und trotzdem die politischen Ziele erreichbar sind.
account_circle Franz Peer
Jäger schoss Hund tot
Wenn ich lese, dass ein betagter 84-jähriger Jäger noch auf die Jagd gehen kann, bekomme ich eine Wut. Ich finde es mehr als notwendig, dass es hier eine Altersbeschränkung geben muss. Fast alle Jagdunfälle betreffen Personen dieses Standes mit höherem Alter. Und dann noch die Ausrede, dass er diesen Border Collie im Hundemantel mit einem Fuchs verwechselt hat, grenzt an Zynismus. Es tut mir sehr leid für den Hundebesitzer und ich hoffe, dass es für diesen „Jäger“ eine saftige Strafe gibt.
account_circle Martin Kammer
Keine Steuerbremse?
Die Abschaffung der „kalten Progression“ wurde lange erwartet und dann gefeiert – man war sich damals doch sehr einig. Schon gibt’s einige Politiker, denen scheint diese Bremsautomatik „pro“ Steuerzahler zu steinig. Das „Ausgabenproblem“ anzugehen, ist für sie offensichtlich tabu, im Hochsteuerland noch mehr besteuern, da stimmen sie gerne zu.
account_circle Karl Brunner
Parteichef-Debatten
Die einstigen Großparteien ÖVP und SPÖ sind in der Zustimmung deutlich unter die 20%-Marke gerutscht und schon beginnen wieder einmal die Debatten um neue Parteichefs! Nun, zuerst sollte man sich einmal fragen, warum das so ist! Es ist die schlechte Politik bzw. die „Reformverweigerung“ (ausgabenseitig!), welche den Bürgern missfällt. Zweitens – S. Kurz war (und ist vielleicht noch?) ein guter Politiker, aber seine Zeit ist vorbei und er hat ja auch jetzt einen Superjob in der Privatwirtschaft, warum sollte er diesen aufgeben? Und Kern? Der hat damals schon „nicht geliefert“, warum sollte er jetzt erfolgreich sein? Bezeichnend ist ja, dass manche statt dem überaus schlecht agierenden Parteichef Babler jetzt Finanzminister Marterbauer als neuen SPÖ-Chef vorschlagen, weil er „so beliebt ist“! Ist man in Österreich als Politiker jetzt schon beliebt, wenn man einfach nur „ankündigt“, aber nichts tut? Welch verheerendes Signal!
account_circle Manfred Waldner