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Leserbriefe vom
1.2.2026Datum auswählen
Volksbefragung
Die ohnehin nicht sehr beliebte Regierung steht derzeit vor einem Dilemma: Eine Kommission hat befunden, dass der Wehrdienst in Österreich verlängert werden sollte, wahrscheinlich gar keine schlechte Idee. Da die Regierung aber fürchtet, sich dadurch noch unbeliebter zu machen, soll die Bevölkerung befragt werden, ebenso eine grundsätzlich gute Idee. Leider mussten wir jedoch zuletzt feststellen, dass große Teile der Regierung unsere immerwährende Neutralität immer unverfrorener infrage stellen und in Konflikten, die uns nichts angehen, permanent gegen die eine oder andere Konfliktpartei hetzen. So nicht, liebe Regierung! Zuerst muss einmal glasklar feststehen, dass Österreich niemals seine Neutralität aufgibt und junge Österreicher nicht in ausländischen Konflikten verheizt werden. Es muss festgestellt werden, dass die sogenannte „Beistandspflicht“″ gegenüber der EU maximal symbolisch besteht und dass künftig kein österreichisches Steuergeld mehr in irgendwelche Kriegsgebiete fließt. Sobald das ein für alle Mal klar ist, dürft ihr uns gerne befragen.
Martin Gasser
Wehrdienst
Leider typisch für unsere Regierung. Statt Verantwortung zu übernehmen und zu sagen, wir verlängern auf 9 Monate, wählen sie den Umweg über die Volksbefragung, um dann ohne Verantwortung mit weißer Weste dazustehen, ist ja der Wähler für das Ergebnis verantwortlich. Feigheit pur. In der Privatwirtschaft wären solche „Manager“ (?) schon längst weg.
Eduard Rauchberger
Volksabstimmung!
Wieder einmal ein Volksbegehren, welches nichts ist als ein sündteures Kasperltheater. Darum – Volksabstimmung: ja. Volksbegehren: nein.
Walter Pachner
„Nicht genügend“
Ich bin erschüttert, dass diese Bundesregierung mit Bundeskanzler Stocker eine Volksbefragung zur Verlängerung des Wehr- und Zivildienstes (Wehrersatzdienst) durchführen will. Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin ein großer Befürworter der direkten Demokratie (von der aber leider nichts im derzeitigen Koalitionsabkommen steht!). Wozu wurde voriges Jahr eine hochkarätige Wehrdienstkommission eingerichtet, die am 20. Jänner ihr Ergebnis bekannt gab, nämlich eindeutig eine Verlängerung fordert. Da hätte man stattdessen gleich eine Volksbefragung ansetzen können und nicht monatelang Zeit verschwenden müssen, denn die derzeitige internationale Lage erfordert rasche sicherheitspolitische Entschlüsse, um die Verteidigungsfähigkeit Österreichs durch unser Bundesheer wiederherzustellen. Diese Regierung handelt verantwortungslos, indem sie sich vor einer Entscheidung drückt! Ist der Grund vielleicht die Uneinigkeit der Koalitionspartner in dieser Frage? Als ehemaliger Schuldirektor und Milizoffizier kann ich dieser Regierung und dem Bundeskanzler nur ein eindeutiges „Nicht genügend“ geben.
OSR Dipl.-Päd. Jürgen R. Frank, Oberst aD
Quo vadis, Bundesregierung?
Von Verteidigungsministerin Tanner wurde vor gut einem halben Jahr eine aus hervorragenden Experten und Kennern der Materie eine Kommission bestellt, um die gravierend veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa, quasi vor unserer Haustür, zu analysieren. Es sollte überprüft werden, ob mit dem derzeitigen Wehrdienst-System das Österreichische Bundesheer im Ernstfall unsere Neutralität glaubhaft verteidigen kann. Diese Expertenkommission hat intensiv über ein halbes Jahr unter Berücksichtigung aller Aspekte beraten und kam zu einem wohlüberlegten Entschluss. Dieser wurde am 20. Jänner der Öffentlichkeit präsentiert. Das Ergebnis ist bekannt. Mit nur einer Gegenstimme wurde das „Österreich plus“-Modell empfohlen, acht Monate Wehrdienst und 60 Tage Milizübungen. Eindeutiger kann daher die Empfehlung an die Bundesregierung nicht sein. Und was geschieht – anstatt dass die Bundesregierung geeint vor die Öffentlichkeit tritt und diese Entscheidung zur Sicherheit unseres Landes zur Umsetzung bringt, wird parteipolitisch kalkuliert und die einmalige Chance für einen geschlossenen Auftritt für die Sicherheit Österreichs verpasst. Daher eine Entscheidung nach dem Motto: Wenn wir nicht mehr weiterwissen, fragen wir das Bevölkerungsgewissen. Wofür also eine teure Regierung, die nicht einmal mehr Experten wahrnimmt. Traurig!
Willibald Albel
Verantwortung sieht anders aus!
Es ist schon erstaunlich: Jahrelang hören wir von der Politik, sie trage Verantwortung, sie sei gewählt worden, um Entscheidungen zu treffen – und wenn es ernst wird, will man plötzlich das Volk vorschicken. Eine Volksbefragung zum Wehrdienst klingt auf den ersten Blick nach gelebter Demokratie. In Wahrheit wirkt es wie ein bequemes Abschieben von Verantwortung. Wofür wählen wir eigentlich Parteien und Abgeordnete, wenn sie sich bei schwierigen Fragen hinter einer Abstimmung verstecken? Regieren heißt entscheiden – auch dann, wenn es unpopulär ist. Gerade sicherheitspolitische Fragen sind komplex. Da geht es um internationale Verpflichtungen, strategische Planung und langfristige Auswirkungen. Das lässt sich nicht ehrlich in eine ein-fache Ja-/Nein-Frage pressen. Wer so tut, vereinfacht bewusst – oder will sich später aus der Verantwortung stehlen mit dem Satz: „Das war der Wille des Volkes.“ Direkte Demokratie darf kein politischer Notausgang sein, wenn der Mut für klare Führung fehlt. Wer gewählt wurde, soll führen – und nicht ständig den schwarzen Peter weiterreichen. Demokratie heißt Verantwortung übernehmen, nicht Verantwortung verdünnen.
Robert Reschreiter
Verantwortung tragen!
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, ich bin grundsätzlich ein absoluter Verfechter der direkten Demokratie. Dennoch kann ich Ihrem Vorstoß, das Volk über eine Verlängerung der Wehrpflicht zu befragen, nichts abgewinnen. Sie haben einen Expertenbericht mit Empfehlungen von der Bundesheer-Kommission erhalten. Was hindert Sie als Regierungschef also daran zu entscheiden, welche der empfohlenen Maßnahmen umgesetzt werden sollen? Genau dafür wurden Politiker wie Sie auch gewählt. Verantwortung zu tragen und unangenehme Entscheidungen zu treffen gehört auch dazu.
Ingo Fischer
Zukunft braucht Geschichte
Als Lateinlehrerin werde ich immer wieder mit der Frage konfrontiert: Warum eigentlich Latein? Und ja – auch ich kenne die seufzenden Blicke und das hörbare Schnaufen, wenn Jugendliche ihr Leid über Deklinationen, Personalendungen, Demonstrativpronomen oder das PPA klagen. Natürlich müssen Schülerinnen und Schüler auf die Zukunft vorbereitet werden. Daran besteht kein Zweifel. Doch eine Vorbereitung auf das Kommende darf nicht bedeuten, die Vergangenheit auszublenden. Unsere Kultur ruht auf einem reichen und kostbaren Schatz an Erfahrungen, Gedanken und Errungenschaften. Wer diesen Schatz ignoriert, beraubt sich selbst eines wichtigen Orientierungspunktes. Latein ist mehr als Grammatik. Es ist ein Zugang zu den Wurzeln unseres Denkens, unserer Sprache und unseres kulturellen Selbstverständnisses. Gerade in einer Zeit raschen Wandels kann der Blick zurück helfen, das Gegenwärtige besser zu verstehen – und das Zukünftige bewusster zu gestalten.
Elisabeth Tauschitz, Lateinlehrerin
KI – Chance statt Feindbild
Viele schimpfen über künstliche Intelligenz, ohne sich je ernsthaft damit beschäftigt zu haben. Sie meiden neue Technologien, halten lieber an alten Gewohnheiten fest – und merken nicht, wie sehr sie damit den Anschluss verpassen. Natürlich bringt KI Veränderung – und ja, viele Berufe spüren bereits den Druck: Texter, Übersetzer, kreative Berufe, sogar Ärzte. Aber statt Panik und Ablehnung braucht es jetzt Offenheit und Bildung. KI ist kein Ersatz für uns Menschen, sondern ein Werkzeug, das uns neue Möglichkeiten eröffnet. Wer heute bewusst wegschaut und nur dagegen redet, riskiert nicht nur die eigene Zukunft – sondern trägt dazu bei, dass wir als Gesellschaft wichtige Chancen verspielen. Das wäre, als würde man im digitalen Sturm den eigenen Schirm zerreißen, statt ihn aufzuspannen. KI gehört in die Allgemeinbildung, nicht als Hype, sondern als Vorbereitung auf eine Realität, die längst begonnen hat.
Ing. Andreas Rafferseder
Latein und KI
Meiner Meinung nach ist Latein eine sehr wichtige Sprache. In der Naturkunde, in sämtlichen ärztlichen Sparten und sonstigen Teilbereichen ist sie nicht wegzudenken. Kommt dann als Nächstes, dass der Mathematikunterricht teilweise oder ganz gestrichen wird? Man hat ja überall Rechner. Am PC, am Handy, als Taschenrechner usw. Alle Arten von Rechnungen sind „ohne Hirn“ zu lösen. Also weg damit – oder doch nicht?
Walter Ulbricht
Gesunder Menschenverstand
US-Verteidigungsexperten gehen von mindestens 400.000 getöteten Soldaten im Ukraine-Krieg aus, wobei die Russen deutlich höhere Verluste zu beklagen haben. Hinzu kommen Hunderttausende Vermisste und Verletzte auf beiden Seiten. Währenddessen geht der Krieg munter weiter. Putin greift die ukrainische Energieversorgung an. Millionen Menschen müssen bei eisigen Temperaturen ohne Heizung und ohne Wasser auskommen. 1932 trieb Stalin Millionen Ukrainer in den Hungertod, heute will Putin sie dem Kältetod aussetzen. Und jetzt der Paukenschlag. Der amerikanische Präsident habe den russischen Machthaber persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew zu schießen, das Energienetz auch in anderen Städten nicht zu bombardieren. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, eine kurze Feuerpause für die leidgeprüfte Kiewer Bevölkerung, denn laut Beobachtern soll es der härteste Kriegswinter für die Ukraine werden. Warum aber bittet Trump nicht den russischen Präsidenten, gleich alle Kriegshandlungen einzustellen? Die Antwort ist einfach. Der gesunde Menschenverstand ist nämlich die beste Waffe gegen den Krieg, doch wir alle werden verlieren, denn zu viele (mächtige) Menschen sind dahingehend „unbewaffnet“. Alte Männer fantasieren, und die Jungen sterben einen sinnlosen Tod.
Marjan Pandel-Nittnaus
Zu Wiederkehrs Plänen
Die Grenzen meiner Sprache(n) bedeuten die Grenzen meiner Welt. Zu Bundesminister Wiederkehrs Absicht, Latein und andere Sprachen zu reduzieren: Als klassische Philologin und Romanistin machen mich die Pläne des Herrn Bildungsministers sehr betroffen. Mit der Kürzung der Lateinstunden in der Oberstufe des Gymnasiums gehen auch Kürzungen der parallel geführten Langformsprachen (z. B. Italienisch, Französisch oder Spanisch) einher, im Realgymnasium ebenso. Für ein verständnisvolles Miteinander brauchen wir ein Bewusstsein für unsere Wurzeln und die Kenntnis europäischer Sprachen. Wer klassische und moderne Fremdsprachen und die über sie transportierten Inhalte lernt und somit einen historischen und zeitgemäßen Zugang zur europäischen Vielfalt bekommt, ist offener für ein vereintes Europa und dessen kulturelle Prägung und im Kampf gegen Deepfakes besser gerüstet. Für mich ist das nicht nur ein Angriff auf das historische und sprachlich vielseitige Verständnis von Europa, sondern auch eine geringe Wertschätzung der Arbeit österreichischer Sprachlehrer. Wir müssen unsere Jugend mit Wissen und Bildung zukunftsfähig machen, der konstruktive und kritische Umgang mit KI soll darüber hinaus als allgemeines Unterrichtsprinzip in allen Fächern spezifisch gelehrt werden, nicht nur auf Kosten des Fremdsprachenunterrichts.
Mag. Pina De Nicolò, Humanistische Gesellschaft Kärnten
Nicht durchdacht!
„Medien und Demokratie“ als neues Schulfach zulasten von Latein-Stunden, das ist nicht durchdacht. Allein diese Bezeichnung enthält drei Worte griechisch-lateinischen Ursprungs – so viel zu den „toten Sprachen“. Im Rahmen des Deutsch- und des Geschichtsunterrichts kann dieser Themenbereich behandelt werden. Der Herr Minister (lateinisch: Diener) möge sich dazu etwas überlegen, meine ich als einfacher Leser der Corona (lateinisch: Krone).
Dr. Erich Pitak
Ungebremst gegen die Wand
Laut Statistik Austria sind die heimischen Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 um 4,4 Mrd. auf 57,8 Mrd. gestiegen. Das ist im Vergleich zu 2023 eine Erhöhung um 8,3 Prozent. Die Hauptursache dafür ist bekannt: Dem heimischen System fehlt eine Patientensteuerung, daher suchen wir viel zu leichtfertig einen Spezialisten oder ein Krankenhaus auf. Folge: Die Leistungen von niedergelassenen Fachärzten erfuhren im besagten Jahr eine Steigerung von 12,8 (!) Prozent. Somit haben Österreichs Politiker den Allgemeinmediziner klammheimlich ins Eck und den Facharzt ins Zentrum gestellt. Für Flüchtlinge und Zuwanderer wiederum ist die Spitalswelt erste Anlaufstelle. Sie belasten unser System mit durchschnittlich 6000 Klinik-Besuchen pro Tag. Die Lektüre der „Krone“-Sonntagsausgabe vom 25. 1. hat uns diesbezüglich die Augen geöffnet. Nur ein Beispiel daraus: Statt drogensüchtige Afghanen in ihr Heimatland auszufliegen, gewähren wir ihnen eine kostenintensive Behandlung. Allein im erwähnten Jahr 2024 fanden bei Patienten aus diesem Land 1257 stationäre Abhängigkeitsbehandlungen statt. Hinsichtlich der explodierenden Gesundheitskosten geht die Regierung in Deckung. Motto: „Finger weg! Eingriffe ins System kosten Wählerstimmen.“
Dr. Wolfgang Geppert

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