Aufruf an Mitglieder

IS läutet „neue Phase“ des Kampfes in Syrien ein

Ausland
22.02.2026 10:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Vom einstmaligen Kalifat der Terrormiliz Islamischer Staat ist in Syrien und im Irak nicht viel übrig geblieben. Doch seit dem Sturz des Regimes von Bashar al-Assad werden die zersplitterten Nester in Syrien immer aktiver. In den vergangenen Monaten kam es zu mehreren Anschlägen auf Regierungstruppen und US-Einheiten. Die Regierung in Washington führte daraufhin sogar Vergeltungsschläge durch. Nun ist eine Audiobotschaft des IS-Sprechers Abu Husaifa al-Ansari aufgetaucht, in der dieser zum Kampf aufruft.

Unter anderem ist da zu hören, dass die Mitglieder der Dschihadistenmiliz „das neue syrische Regime, seine säkulare Regierung und nationale Armee zur Priorität“ machen solle. Erst am Samstag bekannte sich der IS zu zwei Angriffen auf Regierungstruppen in Deir as-Sur und Rakka und proklamierte eine „neue Phase des Kampfes“. Vor allem ins Visier genommen werden sollen Führungsfiguren der Übergangsregierung von Präsident Ahmed al-Sharaa.

Im Dezember 2024 hatten seine islamistische HTS-Miliz und mit ihr verbündete Gruppierungen den langjährigen syrischen Machthaber Assad in Damaskus gestürzt. Die HTS ist ein früherer syrischer Zweig von Al-Kaida, hatte sich jedoch vor Jahren von dem Terrornetzwerk losgesagt. Der frühere Dschihadist al-Sharaa gibt sich seit seinem Amtsantritt moderat. Im vergangenen Jahr schloss Syrien sich der US-geführten Anti-IS-Koalition an.

Der gemäßigte Dschihadist Ahmed al-Sharaa ist der neue Machthaber in Syrien.
Der gemäßigte Dschihadist Ahmed al-Sharaa ist der neue Machthaber in Syrien.(Bild: EPA/ALEXANDER ZEMLIANICHENKO / POOL)

Sicherheitsvakuum nach Regierungsoffensive gegen Kurden
Nach einer Offensive syrischer Regierungstruppen im bisherigen kurdischen Autonomiegebiet im Nordosten Syriens im Jänner stellte sich die Frage, was mit den IS-Gefangenen in den bisher kurdisch kontrollierten Lagern geschehen würde. US-Truppen brachten daraufhin mehr als 5700 IS-Gefangene in irakische Gefängnisse, um ihre Überwachung sicherzustellen.

Der Rückzug der kurdischen Kräfte ermöglichte zahlreichen Gefangenen die Flucht aus dem berüchtigten Lager al-Hol. Aus Regierungskreisen hieß es, Hunderte Familien hätten das Lager „verlassen“, nachdem die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) sich von dort „ohne Koordination“ zurückgezogen hätten. Dadurch sei ein Sicherheitsvakuum entstanden. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurde in den vergangenen Wochen ein deutlicher Rückgang der Bewohnerzahlen im Lager, das dem Vernehmen nach nun geschlossen werden soll, festgestellt.

 

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