Die Ukraine wirft den EU-Mitgliedern Ungarn und Slowakei im Streit um Energielieferungen Provokation und Erpressung vor. Außenminister Andrij Sybiha betonte, dass an der Druschba-Ölpipeline weiterhin Reparaturarbeiten durchgeführt würden und diese daher nach wie vor außer Betrieb sei. Gleichzeitig richtete Sybiha den beiden Regierungschefs Viktor Orbán und Robert Fico aus, sich „beim Kreml zu beschweren“.
Ungarn und die Slowakei hatten in den vergangenen Tagen der Ukraine mit einem Stromlieferstopp gedroht, weil sie kein russisches Öl mehr durch die Druschba-Leitung des benachbarten Transitlandes erhalten. Zudem wollen sie auch die Freigabe eines eigentlich bereits beschlossenen Darlehens an die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro behindern.
Ungarn und die Slowakei erhalten anders als andere EU-Staaten trotz westlicher Sanktionen weiter das vergleichsweise billige russische Öl und sind von der Leitung abhängig. Sie beschuldigen die ukrainische Führung, die Wiederaufnahme der Lieferungen absichtlich zu verhindern.
„Damit spielen die Regierungen Ungarns und der Slowakei nicht nur dem Aggressor in die Hände, sondern schaden auch ihren eigenen Energieunternehmen, die Energie auf kommerzieller Basis liefern“, erklärte der ukrainische Minister. „Die Ukraine hat auch alternative Wege zur Lösung der Frage der Versorgung dieser Länder mit nicht-russischem Öl vorgeschlagen“, hieß es weiter.
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