Am Sonntagabend um 20 Uhr startet in der Arena von Verona die große Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2026. Österreichs Fahne wird dabei von Skeleton-Triumphatorin Janine Flock und Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle – der sich in Livigno sein zweites Gold holen konnte, getragen. Und der ließ vor dem finalen Highlight, im Gespräch mit der „Krone“ aufhorchen.
Am Freitag schmiss das Montafon für seinen Olympiahelden Alessandro „Izzi“ Hämmerle ein rauschendes Fest. Eines, das der 32-Jährige so richtig genoss. „Es ist die erste richtige Party für mich. Nach dem Rennen war ich kaputt, da konnte ich gar nicht so richtig feiern und auch beim Empfang im Österreich-Haus in Cortina war ich noch nicht bei 100 Prozent“, gestand Izzi.
Mit Janine Flock in Verona
Bereits heute hat der Gaschurner seinen nächsten großen Auftritt. Bei der Abschlussfeier in der Arena von Verona ist er gemeinsam mit Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock als Fahnenträger im Einsatz. „Ich war noch nie bei einer Eröffnungs-, geschweige denn bei einer Schlussfeier. Dann gleich als Fahnenträger – das macht mich schon stolz!“
Chance auf vierte Kristallkugel
Danach geht der Blick des Vorarlbergers aber wieder aufs Sportliche, am 6. März wird in Erzurum (Tur) der Weltcup fortgesetzt. „Der Gesamtsieg ist nicht unmöglich, ich habe bislang aber erst ein gutes Ergebnis stehen“, sagt Izzi, der bereits dreimal die große Kristallkugel holen konnte (2019, 2020, 2021) und in diesem Winter nach drei von acht Entscheidungen aktuell 100 Punkte hinter Leader Adam Lambert (Aus) Fünfter ist. „Zahn werde ich mir aber keinen ausbeißen, um dieses Ziel zu erreichen. Wenn es mir gut reinläuft, nehme ich es natürlich mit. Mit dem Olympiasieg ist bei mir aber schon viel Druck abgefallen und eine gewisse Zufriedenheit vorhanden – egal, wie der Rest der Saison ausschaut. Andere haben heuer noch eine Rechnung offen, wollen sich nochmals beweisen und sind dann oft einmal heißer.“
Ansporn für die Montafon-WM
Wie sieht es für die nächsten Jahre aus, ist das zweite Olympia-Gold auch ein Ansporn für die Heim-WM im kommenden Jahr im Montafon? „Es ist schon so, dass man nochmals mehr Freude hat, die Chance zu haben, überhaupt dabei sein zu können. Besonders wenn man merkt, dass man noch immer gewinnen kann“, sagt der Heeressportler. „Und die Strecke im Montafon liegt mir normalerweise gut. Ich bin auch schon gespannt, wie es für die WM wird. Das wird dann nochmals eine andere Drucksituation.“
Angriff auf drittes Olympia-Gold
Sagt jener Mann, der gerade bei zwei Olympischen Spielen in Serie Gold holen konnte. „Eine Weltmeisterschaft ist, was den Druck angeht, für mich nicht mit Olympia vergleichbar“, verrät Izzi. „Darum habe ich auch überhaupt keinen Bock mehr auf Olympische Spiele. Gerade letzte Woche habe ich mir gedacht: ,Mein Gott, einmal mache ich das noch mit, den Wahnsinn.‘“ Und dann lässt Hämmerle aufhorchen: „Ich mein, sag niemals nie – vielleicht stehe ich in vier Jahren wieder dort...“ Ist das Karriereende nach der Heim-WM 2027 also doch nicht in Stein gemeißelt und wird er auch bei den Spielen 2030 in Frankreich mit von der Partie sein?
„Wenn es mir keinen Spaß mehr macht...“
„Ich kann es mir nur schwer vorstellen. Ein Ziel ist es, und das steht aktuell auch noch so, dass ich es mit der Weltmeisterschaft lasse“, unterstreicht Hämmerle. „Aber ich werde schauen, wie es läuft, wie viel Spaß es mir noch macht. Im Weltcup ist es so, dass mir die Strecken eigentlich nicht gefallen. Wenn ich dafür dann auf Strecken trainieren muss, die mir eigentlich nicht gefallen, dann fehlt mir irgendwann der Spaß. Und wenn mir der fehlt, merke ich, dass ich etwas anderes machen muss.“
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