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Leserbriefe vom
17.6.2026Datum auswählen
Schrittweise Entwertung des Pensionssystems
Die österreichische Pensionsanpassung für das Jahr 2027 ist eine staatlich verordnete, reale Kaufkraft-Kürzung im Gewand einer sozialen Großtat. Während die Bundesregierung die Einigung im Rahmen des Doppel-Budgets als „ausgewogen und verantwortungsvoll“ feiert, zeigt der mathematische Blick hinter der Kulisse ein bildgewaltiges Husarenstück staatlicher Budget-Kosmetik. Der mathematische Trick: Wenn weniger plötzlich „fair“ ist. Die mathematische Realität der Anpassung ist denkbar simpel. Die prognostizierte Inflation: Die Bundesregierung legt ihrer Berechnung eine Teuerung von 3,3% zugrunde. Die tatsächliche Erhöhung: Für die breite Masse der Pensionisten (Bezüge zwischen 1310 € und 6930 €) steigen die Pensionen jedoch nur um 2,95%. Das garantierte Minus: Jedes Sparbuch und jede Geldbörse versteht das sofort! Wer 3,3% mehr für das tägliche Leben ausgeben muss, aber nur 2,95% mehr aufs Konto bekommt, verliert. Es verbleibt eine bewusste Kürzung von mindestens 0,35 Prozentpunkten, Jahr für Jahr durch den Zinseszins-Effekt, dauerhaft in die Zukunft fortgeschrieben. Fortsetzung folgt 2028. Besonders bemerkenswert ist die politische Weitsicht dieser Maßnahme, und um den Gewohnheitseffekt optimal zu nutzen, hat Finanzminister Marterbauer im Zuge des Doppel-Budgets klargestellt, dass dieses Sparmodell kein einmaliger Ausrutscher bleibt. Der Spar-Hammer bei den Pensionen gilt direkt für zwei Jahre. Die ältere Generation darf also auch 2028 darauf vertrauen, dass ihr gesetzlich verankertes Versicherungsprinzip und die volle Inflationsabgeltung zugunsten der Budgetsanierung ausgesetzt bleiben. Ein technisches Detail grenzt fast an Hellsichtigkeit: Die Bundesregierung hat die magische Erhöhungszahl von 2,95% bereits im Mai festgesetzt. Gesetzlicher Beobachtungszeitraum für den Anpassungsfaktor ist allerdings der Zeitraum August 2025 bis einschließlich Juli 2026. Es gehört eine Portion Chuzpe dazu, den finalen Wert zu diktieren, bevor die offiziellen Daten der Statistik Austria für Mai, Juni und Juli vorlegen. Einschließlich Mai lag die Inflation schon bei 3,45% laut der Statistik Austria. Die Regierung geht nonchalant von finalen 3,3% aus und setzt proaktiv nochmals den Sparstift an. Man spart am leichtesten, wo die Betroffenen sich nicht mehr durch Streik im Berufsleben wehren können. Das Fazit: Was uns als „treffsichere und faire Balance“ verkauft wird, ist eine schrittweise Entwertung des Pensionssystems per Verordnung und der Weg in die Altersarmut.
Bernhard Martin Veselka
Iran-Deal und Ölpreis
Sollte dieser Deal tatsächlich zustande kommen und der Ölpreis wieder auf ein normales Niveau sinken, dürfen wir, mit der Geschwindigkeit, in der unsere Zuckerl-Koalition arbeitet, schon 2035 mit einer geringfügigen Verbilligung rechnen.
Johann Janosik
Quo vadis, Amerika?
Donald Trump feiert Geburtstag. Eine Feier, die an Eigeninszenierung und Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten ist. Das ist der mächtigste Mann der Welt? Man kann sich nur angeekelt abwenden und hoffen, dass dieser Albtraum in absehbarer Zeit endet. Amerika ist anders, aber wollen die meisten Amerikaner wirklich so einen Präsidenten? Ich glaube nicht.
Doris Winkler
Kurt Seinitz zum 80er von Trump
Besser können Geburtstagswünsche nicht geschrieben werden. Trump ist ein alter, kranker Mann.
Franz Pail
Warum wird gegen Trump gehetzt?
Ich frage mich, warum einige derart gegen Präsident Trump hetzen. Ist das die Wut, weil er gegen Massenzuwanderung, Islamisierung und Krieg ist? Oder nur, weil Präsident Trump die EU kritisiert hat? Er wird als Kriegstreiber beschimpft, weil er sich von Israel in den Iran-Krieg hineinziehen ließ. Interessant ist, dass seine Vorgänger Obama und Biden für mehrere Kriege verantwortlich sind. Aber das ist für die Linken kein Thema – sie haben ja ein bürgerliches Opfer, dem man alles anhängen kann. Herr Trump hat sich sogar erlaubt, die EU und die Massenzuwanderung, die Meinungsdiktatur, die Kriegstreiberei sowie die Islamisierung zu kritisieren. Das widerspricht den Zielen der EU und unserer Regierungen. Ich will nicht glauben, dass die Bevölkerung diese Politik will. Höchste Zeit, umzudenken.
Stephan Pestitschek
Wichtiger Schritt
Das Abkommen zwischen USA und Iran ist ein erster wichtiger Schritt und zeigt, dass selbst in schwierigen Lagen Verhandlungen möglich sind. Jede Form von Deeskalation ist zu begrüßen. Die Details werden entscheiden, ob dieser Deal hält und Frieden nachhaltig möglich ist. Die Hoffnung ist groß, die Skepsis bleibt berechtigt. Einige Vorbehalte und Bedenken bestehen insbesondere hinsichtlich der Urananreicherung sowie der Rüstungsfragen.
Ingo Fischer
Spät, aber doch
Rückschlag für Marius Borg Høiby. Der 29-Jährige kommt nun doch nicht frei. Ein Berufungsgericht sei zu dem Schluss gekommen, dass „weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass Høiby im Falle seiner Freilassung neue Straftaten begehen werde“. Die Liste der „Vergehen“ ist lang. Sie reicht von Verkehrsdelikten, Drohungen, Verstößen gegen ein Kontaktverbot bis zu Körperverletzung sowie den Transport von 3,5 Kilo Marihuana. Für 34 Straftaten, davon zwei Fälle von Vergewaltigung, wurde Høiby schuldig gesprochen und zu vier Jahren Haft verurteilt. Man könnte sagen, ein „verwöhntes Früchtchen“, das nun endlich ins Gefängnis muss, wo er längst hingehört hätte. In Anbetracht der Vielzahl von Delikten ein mildes Urteil, spät, aber doch.
Gerhard Forgatsch
Verurteilung
Marius Borg Høiby wurde nun zu vier Jahren Haft wegen zweier Vergewaltigungen verurteilt. Ein bisschen strenger die norwegische Gesetzgebung als die unsre. Egal, welches Geschlecht oder welcher gesellschaftliche Stand. Nicht so lasch wie bei uns, wo eine 12-Jährige von etlichen kulturfremden „Testosteron-Haberern“ monatelang missbraucht wurde und diese mit einem „Dudu“ nach Hause geschickt wurden, um danach gleich wieder kriminell aktiv zu werden. Daher wäre eine Exkursion zu den Nordländern angebracht. Ob es was nützt, ist natürlich eine andere Frage und zu bezweifeln.
Franz Umgeher
Gefährlicher Sparkurs
Die Zeichen der Zeit werden offenbar völlig verkannt. „Sparschiene statt Rüstungsoffensive“ lautet aktuell die sicherheitspolitische Devise der Regierung. Dabei würde ein kurzer Blick auf die globale Lage genügen, um zu erkennen, dass die Welt seit 1945 nicht mehr so unsicher war wie heute. Int. Sicherheitsforscher registrieren derzeit bis zu 89 bewaffnete Konflikte und über 1450 krisenhafte Auseinandersetzungen. Dennoch ist unser Bundesheer unterfinanziert und im westlichen Vergleich mangelhaft ausgestattet. Die Ära der sicherheitspolitischen Trittbrettfahrerei ist spätestens seit Trump endgültig vorbei. Wer jetzt bei der Landesverteidigung wieder auf die Bremse steigt, statt konsequent gegenzusteuern, manövriert Österreich sicherheits- wie auch wirtschaftspolitisch in eine brandgefährliche Situation.
Mario Gubesch, BA MA MBA
EU-Beitritt der Ukraine – Ruin der EU?
Abgesehen von den Folgen für die österr. Landwirtschaft, ist der Beitrittsplan der EU-Kommissionspräsidentin in seinen Auswirkungen für die gesamte EU desaströs. Offensichtlich hat Frau von der Leyen völlig vergessen, dass die USA am 1. 5. 2025 mit der Ukraine ein Abkommen geschlossen haben, wonach von Aluminium bis Zink weitere 57 Bodenschätze gemeinsam genutzt werden sollen (zusätzlich zählen Metalle der seltenen Erden dazu). Außer unglaublichen Wiederaufbaukosten und enormen sonstigen Kosten wird die EU kaum nützliche Aspekte eines Beitrittes generieren können.
Ing. Dieter Seidel
MwSt.-Senkung auf Grundnahrungsmittel
Ab 1. Juli können wir uns viel ersparen, da die MwSt. auf diverse Grundnahrungsmittel gesenkt wird. Pro Jahr soll man sich ca. 100 € sparen. Das ist so eine Augenauswischerei, weil diese Senkung allen Leuten zugutekommt, diverse Obstsorten nicht inbegriffen sind und Kunden wie Geschäftsleute mit der ganzen Umstellung nur verärgert werden. Aber wahrscheinlich ist diesen Beamten nur langweilig gewesen.
Gertrude Fassel
„Sensation“
Endlich ist es der EU gelungen, worauf wir in Österreich sehnsüchtig gewartet haben: Die Marmelade darf wieder Marmelade heißen! Dazu bedurfte es vieler kluger und bestens bezahlter Beamte und jahrelanger Arbeiten. Haben wir doch Glück!
Josef Fuhrmann
Danke
Liebe „Krone“, danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, speziell jetzt in der Zeit der Fußball-WM, für das tägliche WM-Extra, aber auch für die Zustellung und die ganze Leistung.
Erich Brcic
Bruno zu Österreichs Landesverteidigung
Bruno Haberzettl hat in der „Krone bunt“ treffend illustriert, wie sich manche Österreicher die militärische Landesverteidigung vorstellen. Zu sehen ist ein Soldat als Drohnenpilot in der grünen Natur an der Staatsgrenze, der eine Aufklärungsdrohne zum Transport einer Bierkiste missbraucht. Ausrangierte Panzer symbolisieren, dass Kampfpanzer und ähnliche Waffensysteme für die Landesverteidigung nicht mehr benötigt werden. Wir findigen Österreicher stellen einfach eine Tafel mit dem Hoheitsabzeichen an der Staatsgrenze auf. Schließlich sind wir neutral, da greift uns niemand an. Außerdem umgeben uns nur Freunde, die ähnlich denken wie wir. Das moderne Bedrohungsbild unter Nutzung von Killerdrohnen und KI-gestützten Waffensystemen interessiert die Politik nicht. Das Motto der Landesverteidigung lautet: „Was wir an Waffen nicht haben, darf auch der potenzielle Aggressor nicht besitzen – und für ein paar Spaziergänge an der Staatsgrenze reichen sechs Monate Wehrdienst.“ Die Regierung ist ahnungslos, uneinig und verkennt die geopolitische Sicherheitslage in Europa. Eine Entscheidung über die Wehrdienstreform wird auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Die strategische Hauptaufgabe des Österreichischen Bundesheeres lautet jedoch: „Kriegsverhinderung durch Verteidigungsbereitschaft“.
Kurt Gärtner
Rangnick bleibt
Die Verlängerung des Vertrages wurde mit einer ordentlichen Erhöhung der Gage erreicht, oder liege ich mit der Vermutung falsch?
Leopold Kummer
Schulferien
Danke an Frau Zehetgruber für den Leserbrief vom 16. Juni. Weg mit den unnötigen Herbstferien gleich nach den Sommerferien, weg mit den unnötigen „Energieferien“ unmittelbar nach den Weihnachtsferien! Lasst den Kindern die wunderbaren langen Sommerferien während der heißesten Zeit des Jahres!
Hilde Huber
Fußball-WM
Fressen die Kleinen die Großen? Wer die ersten Spiele gesehen hat, wird verwundert gewesen sein, wie sich die vermutlich „schwächeren“ Nationen zur Wehr setzen. Konsequentes Pressing und tolle Einsatzbereitschaft machten es den starken Mannschaften sehr schwer. Fazit: Sind Millionen doch nicht immer der Schlüssel zum Erfolg?
Dr. Leopold Dercsaly
Messerstechereien
Dieses Wischiwaschi-Messer- bzw. Waffenverbot ist sinnlos, wenn es nicht rigoros geahndet wird. Wer sind diese Leute? Größtenteils Syrer und Afghanen. Wenn die mit Waffen erwischt werden, müssen sie sofort ausgewiesen werden. Auf freiem Fuß anzeigen hilft bei solchen Leuten nichts. Wann kommt die Politik darauf, dass wir solche Leute in Österreich nicht wollen? Nur die, die arbeiten, sich selbst erhalten können und hier Steuern zahlen, dürfen bleiben. Der arbeitende Österreicher muss immer mehr Steuern bezahlen, um diese Leute zu finanzieren, das kann nicht sein. Das Sparpaket trifft diese Leute auch nicht. Dafür die Pensionisten, die Arbeiter und die kleinen Unternehmer. Die Messerstecherei wird frisch und fröhlich weitergehen.
Franz Spitzer
Aussprache unter Jugendlichen
Was passiert mit den angeklagten zehn Syrern nach der Urteilsverkündung? Wahrscheinlich eine Einweisung ins „Hotel Justitia“ inkl. Vollpension und Sport. Das ist eine Zumutung für die Bevölkerung, alles auf unsere Kosten. Warum gibt es nicht eine sofortige Rückführung?
Ing. Kurt Zdichynec
Kopftuchverbot vor VfGH
Ab 1. September, mit Beginn des neuen Schuljahres, soll das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren bei uns eingeführt werden. Etliche Mädchen bzw. deren Eltern wollen sich darüber beim Verfassungsgerichtshof beschweren, weil sie sich diskriminiert fühlen und psychisch unter diesem Verbot leiden. Angeblich tragen die Kinder das Kopftuch freiwillig und aus persönlicher Überzeugung. Es ist möglich, dass dieses Verbot vom Höchstgericht wieder aufgehoben oder durchlöchert wird. Hier wäre nur ein gesetzlich fundiertes Verbot für jede Kopfbedeckung in allen Schulen sinnvoll, aber das wird man hier nicht wagen, drum wird man weiter Kopftuch tragen.
Franz Weinpolter

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