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Leserbriefe vom
15.10.2026Datum auswählen
Die KI und ihre Gefahren
Es gibt sehr viele und verschiedene Versuche, KI zu erklären. Aber eine allgemeingültige Definition von KI gibt es nicht, weil auch der Intelligenz-Begriff selbst bisher nicht eindeutig definiert ist. Ganz simpel erklärt, ist es der Versuch, menschliches Lernen und Denken auf den Computer zu übertragen und ihm damit kognitive Fähigkeiten zu verleihen, dazu gehören Lernen, Planen, logisches Denken und Wissenspräsentation. Es gibt aber (noch) keine Definition, die ohne Menschen auskommt. Im Grunde ist KI eine Maschine, aber diese muss nicht für jeden Zweck programmiert werden. Denn die KI kann auch eigenständig Antworten finden und selbstständig Probleme lösen oder auch schaffen. Die Digitalisierung und der Einsatz neuer Technologien, allen voran der KI, nimmt ständig zu. Wohin das führt, ist bei Weitem noch nicht geklärt. Gemäß Goethes „Zauberlehrling“ könnte es bzgl. KI eines Tages lauten: „Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.“ Dieses geflügelte Wort beschreibt eine Situation, in der man selbst Probleme, Entwicklungen, Techniken oder Konflikte heraufbeschworen hat, die man nun nicht mehr kontrollieren oder stoppen kann. Apropos Digitalisierung: Vor mehr als zehn Jahren hat der Gehirnforscher und Autor Manfred Spitzer mit seinem Bestseller „Digitale Demenz – Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen“ eine heftige Diskussion ausgelöst. Es ging um den flächendeckenden Einsatz digitaler Medien in den Schulen. Übrigens, das Mobiltelefon (Handy) ist sowieso schon zur Plage im Schulalltag geworden, daher sollte wenigstens der Unterricht digitalfrei bleiben. Seine These: Die frühzeitige Verwendung von Tablets, Smartphones etc. sowie das häufige Computerspielen führt zur Verdummung. Er schreibt weiter, dass er keinem 12-Jährigen den Zugang zum Internet erlauben würde, jüngeren Kindern schon gar nicht. Wenn Kinder und Jugendliche zu früh und zu häufig ihr Denkvermögen quasi an Endgeräte auslagern, also das Denken nicht ausreichend trainieren, verkümmert es, denn digitale Medien sind nur ein Werkzeug und kein Intelligenz-Ersatz. Zurück zur KI: Die Verselbstständigung der KI kann uns schon Angst machen, denken wir nur an KI-gesteuerte Waffensysteme, die sich unter Umständen gegenseitig den Krieg erklären – ohne Trump und ohne Putin.
Mag. Anton Bürger
Murks
Mehr und mehr Menschen unserer Bevölkerung verlieren das Vertrauen in die aktuelle Ampel-Bundesregierung. Zum einen ist es eine völlig aufgeblähte Regierung, wo es wohl hauptsächlich um gut bezahlte Posten geht, zum anderen werden viele Millionen von Euro an parteinahe Beraterfirmen verteilt, weil man sich offensichtlich selber gar nicht richtig auskennt. Und da braucht man sich wirklich nicht zu wundern, wenn die Opposition laut Umfragen immer mehr Sympathisanten gewinnt. Als „Murks“ hat Außenministerin Meinl-Reisinger das kürzlich von der Regierung verabschiedete Gesetz der Paketsteuer bezeichnet. Es tut mir leid, aber für mich ist die ganze Regierung ein Murks und große Teile des Volkes, also des Souveräns, wünschen sich Neuwahlen.
Werner Hardt-Stremayr
Erst beschließen, dann abschaffen
Regieren kann so einfach sein. Die Regierung beschließt eine Paketsteuer. Kaum ist sie ein paar Wochen in Kraft, fordert ein kleiner Koalitionspartner schon wieder ihre Abschaffung. Begründung: Das Ganze sei ein „echter Murks“. Da fragt sich der Bürger: Hat man den „echten Murks“ vor dem Beschluss vielleicht auch schon erkennen können? Oder gehört Nachdenken in der Regierung bereits zu den Sparmaßnahmen? Würde man alles abschaffen, was die Regierung beschließt und kurz darauf selbst als Fehler erkennt, blieben tatsächlich nur weiße Zettel übrig. Mittlerweile frage ich mich: Macht diese Regierung schlechte Politik mit voller Absicht – oder ist das Ergebnis auch ohne Absicht dasselbe? Das leere Blatt wäre vermutlich der erste Beschluss, der weder zurückgenommen noch nach wenigen Wochen als „echter Murks“ bezeichnet werden müsste. Auf dem weißen Zettel könnte man dann gleich die frei werdenden parlamentarischen Arbeitsplätze eintragen. Platz wäre dafür jedenfalls genug.
Werner Pilz
Paketsteuer zu teuer?
Wer sich Billigramsch aus China bestellt und senden lässt, sollte nicht jammern, wenn das 2,40 € mehr kostet. Seit Monaten wird darüber aufgeregt diskutiert, doch für Diesel und Benzin legt man fast das Gleiche hin.
Franz Weinpolter
Abschaffung?
Wenn die Paketsteuer abgeschafften werden soll, sollte man die 5%-MwSt.-Regelung auf Lebensmittel zuerst abschaffen. Die macht nämlich überhaupt keinen Sinn. Menschen mit niedrigen Einkommen könnte man mit einer Einmalzahlung entlasten. So würde man einiges sparen. Mit den Einsparungen könnte man die Paketsteuer zumindest ein wenig wettmachen.
Fritz Winner
Alles Käse
Der Herr Chefredakteur hat es wieder auf den Punkt gebracht. Man arbeitet in vielen Sitzungsstunden ein Gesetz aus. Endlich ist es da, das Gesetz für die Paketabgabe. Dann kommt heftiger Gegenwind, und eigentlich meinen die Pinken: „Brauchen wir das?“, und gehen auf Distanz. Und nun? Eine Paketsteuer, die die MwSt.-Senkung auf Grundnahrungsmittel finanzieren sollte, bringt jetzt womöglich baldige neue Nachrichten. Neuwahlen könnte das neue Wort heißen, denn sie wissen nicht, was sie tun.
Heide-Marie Bauer
Marode Kasse
Seit Jahren kränkelt unsere Gesundheitskasse, doch nun ist angeblich Heilung in Sicht. Künftig soll für alle Versicherten jeder Arztbesuch kostenpflichtig werden. Klingt eigentlich recht vernünftig, dann würden die Leute nicht wegen kleiner Wehwehchen gleich zum Doktor rennen. Eine völlige Gesundung der „kranken Kasse“ ist dennoch nicht zu erwarten. Unzählige Patienten werden um Befreiung ansuchen. Mindestpensionisten, Alleinerziehende, Invalide, chronisch Kranke und vor allem unsere vielen zugewanderten „Fachkräfte“ können das nicht stemmen. Da muss schon eine andere Lösung her, leider liegt unsere „Dreifaltigkeit“ selbst im Koma. Also bleibt wohl alles beim Alten.
Werner Schupfer
Behandlungsbeiträge
Als BVAEB-Versicherter bezahle ich seit Jahrzehnten die nun von der ÖGK angedachten Behandlungsbeiträge bei Arzt- und (ambulanten) Klinikbesuchen und habe mich daran gewöhnt. Was aber nicht heißt, dass ich eine Einführung einer solchen auch für ÖGK-Versicherte gutheiße, da diese Bundesregierung immer weitere Belastungen für die Bürger erfindet. Ich hoffe, das Vorhaben der ÖGK kann abgewendet werden. Denn sollte bei der nächsten Nationalratswahl eine anders zusammengesetzte Regierung zum Zug kommen, schafft diese eingeführte Steuern und Belastungen erfahrungsgemäß nicht wieder ab.
Franz Köfel
Erschütternd!
Nachdem Trump bekanntlich den Ukraine-Krieg „in einem Tag beendet“ hat, für „das Ende vieler andere Kriege“ gesorgt hat und sich somit für den wichtigsten Anwärter auf den Friedens-Nobelpreis hält, äußert er sich nun über die künstliche Intelligenz. Dazu müsste er aber über einen Ansatz von natürlicher Intelligenz verfügen. Dass er davon nicht viel hat, zeigt seine Aussage: „Die beste Kontrolle für die künstliche Intelligenz ist meine Intelligenz.“ Erschütternd! Ich überlege, ob es eine Steigerung des Wortes Idiotismus gibt? Vielleicht würde „Trumpismus“ passen.
Werner Hanzlik
Bei Unis sparen
Es wäre ganz einfach: Alle Nicht-Österreicher sollten Studiengebühren zahlen. Geht aber leider nicht, weil wir bei der EU sind.
Ina Kozisek
Kolumne
Besser kann man diese drei mächtigen Personen nicht beschreiben, als dies Herr Seinitz in seiner Kolumne vom Dienstag machte, vor den Vorhang bitte!
Leopold Kummer
Überlastete Gerichte
Warum wird bei der Überlastung der Gerichte verschwiegen, dass die massive Zuwanderung auch eine sehr massive Belastung bedeutet? Die Asylverfahren, die unzähligen Einsprüche und der Weg oft durch alle Instanzen fordern nicht nur hohen Zeitaufwand, sondern kosten auch viel Geld. Dies können sich viele „Normal“-Bürger nicht leisten, weil zu kostenintensiv, bei Asylwerbern aber selbstverständlich, davon profitieren auch die NGOs und ihre Anwälte, und die Allgemeinheit zahlt dafür. Dazu kommen die Verhandlungen der überdurchschnittlich vielen ausländischen Straftäter, die die Gefängnisse „besiedeln“.
Doris Linser
Hilflosigkeit
Unsere politischen Verantwortungsträger finden keine Lösungen für die aktuellen Probleme. Das Regierungsprogramm soll abgearbeitet werden, doch es wird übersehen, dass kaum eine Maßnahme, ein Gesetz oder eine Novelle sinnhaft funktioniert, geschweige denn den Menschen im Land monetären Nutzen bringt. Innerparteiliche Personalsorgen in der SPÖ blockieren zusätzlich die Regierungsarbeit, auch wenn dies vehement verneint wird. Indessen steigt die Verschuldung Österreichs täglich, das Leben wird teurer, die Inflation steigt – und es geschieht nichts. Verantwortung übernehmen schaut anders aus.
Gottfried Leeb
Im selben Boot.
.sitzen die Arbeitnehmer von Ardo, die Vertragsgemüsebauern, deren Verträge auslaufen, aber auch viele andere Betriebe, die von der Schließung des ardo-Werkes betroffen sind. Deutlicher kann man es wohl nicht vor Augen führen, was passiert, wenn ein Konzern sagt: „Wir sperren zu, aus, basta, und wir verkaufen auch nicht.“ Bei einem Verkauf könnte ja bei Weiterführung Konkurrenz entstehen. Es stellt sich die Frage: Warum Österreich? Vielleicht deshalb, weil Österreichs Politik sehr wirtschaftsfeindlich agiert? Mit Vorschriften, Auflagen und v. a. Energiekosten. Weil große Teile von gewissen Parteien ja in den Unternehmern (auch in den Bauern) immer noch jene sehen, welche man beruhigt zum Wohle anderer abzocken kann. Und vielleicht hat auch der Beschluss, das Klimagesetz 2040 schlagend werden zu lassen, dabei „mitgeholfen“.
Helga Marsteurer
Fatale Entwicklung
Die Ankündigung von Ardo, das Werk in Groß-Enzersdorf zu schließen, ist ein schwerer Schlag für unsere gesamte Region. Nicht nur Hunderte Arbeiter sowie zahlreiche heimische Landwirte als Zulieferer müssen um ihre Arbeitsplätze bzw. den Wegfall eines essenziellen Teils ihrer Geschäftsgrundlage bangen. Auch uns Verbrauchern kann diese Schließung keinesfalls egal sein: Wenn dieser fatalen Entwicklung nicht entschieden gegengesteuert wird, finden wir in den Supermarktregalen in Zukunft nur noch ausländisches Importgemüse statt regionaler Qualität. Wut und Enttäuschung der Belegschaft über das kühle, rein gewinnorientierte Vorgehen des belgischen Agrarmultis sind absolut berechtigt. Es bleibt dringend zu hoffen, dass unsere Politiker den Kahlschlag nicht widerstandslos hinnehmen, sondern sich aktiv für den Erhalt des Standorts, die regionalen Arbeitsplätze und die heimische Landwirtschaft einsetzen.
Josef Pratsch
Arzttermin
Nach meiner Augenoperation (Grauer Star) muss ich jährlich zur Augenarzt-Kontrolle. Am 13. 10. 2026 in Krems angerufen und Termin für Ende April 2027 bekommen. Das ist doch verrückt. Da kommt man sich als Patient, der viele Jahrzehnte seine Beiträge gezahlt hat, veräppelt vor.
Dipl. Päd. Stefan Scherz
Feiertage
Die Diskussion über die Feiertage in Österreich ist positiv. In unserem Land gibt es viel zu viele Feiertage, die auf einen Arbeitstag fallen. Die Umlegung nur eines Feiertages auf Sonntag bringt unserer sehr belasteten Wirtschaft mehrere hundert Millionen Euro bessere Wirtschaftsleistung, die für alle sehr wichtig wären. Es ist gut, den Hausverstand einzuschalten und zwei bis drei Feiertage von werktags auf Sonntag zu verlegen, wie es in anderen Ländern der Fall ist.
Johann Stöckl
Abzocke
Eigentlich sollte die E-Control penibel auf Gerechtigkeit bei der Energiepolitik und deren Preisen achten. Es ist ohnehin ein typisch österreichisches Unikum, warum und welch hohe Unterschiede es bei den Anbietern gibt. Bei der E-Control und fast allen Anbietern sind Management und Besitz politisch belegt. Und jetzt zeigt sich die wahre Fratze der kapitalistischen Gier. Still und heimlich wurde eine neue Phase der totalen Volksabzocke vorbereitet. Zuerst in den „grünen“ Strom als angeblichen, biblischen Klimaretter gedrängt, fällt nun die Maske. Und wer eben diesen Strom abnimmt bzw. abnehmen muss, statt selbst zu erzeugen, wird brutal abgezockt. Ehrlich tagsüber schuftende Menschen, welche für und mit Familie abends den Haushalt erledigen und entspannen wollen, werden abgestraft. Alternativen sind für die Mehrheit nicht oder auf lange Sicht nicht möglich. Das also war mit „Green Deal“ gemeint.
Heinrich Nowak
Rosinenpickerei
Geht es ums Impfen in den Apotheken, werden einige EU-Länder als Vorbilder hingestellt. Nun sollten auch die anderen Eckpunkte dieser Gesundheitssysteme bei uns in Umsetzung kommen: Weg vom Selbstbedienungsladen hin zur verpflichtenden Patientenlenkung. Schnell würden Begriffe wie „Ambulanz-Chaos“ oder „OP-Bevorzugung“ zu Fremdwörtern verkommen.
Dr. Wolfgang Geppert
Die Krisensitzung
ÖVP und Neos gegen SPÖ. In diesem Land wird nur gegeneinander gearbeitet. Da ist es kein Wunder, wenn nichts weitergeht. Unter den Politikern (Vertretertypen) wird nur gestritten. Wie wäre es, ein Miteinander zu versuchen, das wäre ein Normalzustand.
Robert Lehmann

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