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Zwischen Himmel & Erde
Wie der Mensch der Logik Grenzen setzt
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Leserbriefe vom
23.8.2026Datum auswählen
Der amerikanische Schuldenberg
Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sitzen auf einem gewaltigen Schuldenberg. Auf mehr als 40 Billionen Dollar ist er bereits angewachsen, und er wächst unaufhaltsam weiter. Normalbürger müssen ihre Schulden irgendwann begleichen, für einen Staat ist es viel einfacher. Wenn ihm das Wasser bis zum Hals steht, greift er halt nach den Ersparnissen der Bürger. Beispiele gibt es zuhauf. Doch 40 Billionen Dollar sind vermutlich nicht einmal bei den US-Bürgern zu holen, zumal die Ersparnisse der Superreichen längst in Sicherheit sind. Das Fußvolk muss es nehmen, wie es kommt, und es kommt wohl knüppeldick. Auch wir sollten uns warm anziehen, die Amis ziehen ganz sicher auch viele andere Staaten in den Abgrund. Es hilft kein Schönreden, wenn wir Pech haben, droht in Kürze der totale Absturz.
Werner Schupfer
MAGA – bis zum Mond
Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. US-Präsident Donald Trump hat „das Unmögliche“ möglich gemacht. Amerikas Schuldenberg hat die 40 Billionen Dollar überschritten. Die Vergleiche in der „Krone“ haben Unterhaltungswert. Der Schuldenberg ist mehr wert als das gesamte Gold, das in der Geschichte der Menschheit jemals gefördert wurde, und entspricht ungefähr der Wirtschaftsleistung von China, Deutschland, Japan, Großbritannien, Indien und Frankreich zusammen. Nun reichen die Schulden der USA zwölfmal bis zum Mond. Bei seinem Amtsantritt hat Trump ja gesagt, er werde Amerika wieder „großartig“ machen. Der Slogan von Trump wurde zu seinem Markenzeichen: „Make America Great Again“ MAGA .– bis zum Mond!
Gerhard Forgatsch
Diebstahl als Kavaliersdelikt
Im Salzburger Mirabellgarten wurden Dutzende als Kunstaktion aufgestellte Mini-Mozartstatuen gestohlen. In Oberösterreich haben Diebe einer Frau 100 Zwerge aus dem Garten entwendet – und eine Art von „Volkssport“ ist in Österreich das „Ausborgen“ von Einkaufswagerln, die dann zahllos in und vor Häusern herumstehen. Auch das ist Diebstahl – oder kann man sich im Supermarkt eine Kiste Bier ohne Bezahlung „ausleihen“? Gestraft wird bei uns Diebstahl – wenn überhaupt – eher marginal. Stehlen kommt in Österreich Kavaliersdelikten gleich.
Franz Weinpolter
Erfolgreiche Pensionssicherung
Während die SPÖ vehement gegen eine Anhebung des Pensionsantrittsalters auftritt, sind Schwedens Sozialisten für das Gegenteil verantwortlich: Im besagten Nordland gehen Frauen durchschnittlich erst mit 64,9 und Männer mit 65,8 Jahren in Pension. Auch in Dänemark, einer Hochburg der Sozialdemokratie, könnten SPÖ-Politiker „umgeschult“ werden. Dort herrscht, beide Geschlechter zusammengerechnet, ein reales Antrittsalter von 65,7 Jahren. Im Vergleich dazu Österreichs Durchschnittszahlen, welche unser System in die Unfinanzierbarkeit führen: 60,9 bei Frauen und 61,6 bei Männern.
Dr. Wolfgang Geppert
Einschaltzahlen
Da beschwert sich ein Leserbriefschreiber, dass die Sendung „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ mehr Zuseher hatte als die beiden bisherigen „Sommergespräche“ mit den Obfrauen der Grünen und Neos. Er nennt die Österreicher ein Volk der Schläfer. Ich möchte widersprechen – es will sich einfach niemand mehr anlügen lassen von Politikerinnen, welche schon lange unter der Krankheit eines massiven Realitätsverlusts leiden, sich aber nicht behandeln lassen. Ich bin überzeugt, der Herr Vizekanzler wird mehr Zuseher anlocken, da der Unterhaltungswert dieses Herrn beinahe schon als legendär bezeichnet werden kann. Und von Herrn Kickl braucht man nicht zu reden – er wird ein Rekordzuseherergebnis erzielen, spricht er doch als Einziger die Probleme in diesem Land an. Er wird auch Lösungen präsentieren, vielleicht nicht populäre, aber logische. Aber bis dahin schau auch ich lieber den oft schrulligen, aber herzigen und ehrlichen Singles zu, wie sie sich vor der Kamera präsentieren auf der Suche nach dem Glück – und das hat sich in diesem Land jeder verdient.
Josef Lesjak
„Klartext“ und „Bilanz“
Eine Freude, klare Kommentare erfahrener Journalisten zu lesen. Kurt Seinitz entlarvt den „Schmäh von der Rückkehr“, wenn doch Ceuta-Eindringlinge auf das spanische Festland gebracht werden. Auf den Wirtschaftsseiten weiter analysiert Georg Wailand die EU-Verpackungsvorschrift präzise als „gut gemeint, aber sauschlecht umgesetzt“, da Stolperstein für Handelsbetriebe. „Klartext“ und „Bilanz“ sind für mich als Leser ganz wichtige Kolumnen. Weiter so!
Dr. Erich Pitak
Verdopplung der Passagierzahlen
Die globale Luftfahrtindustrie braucht bis 2045 rund 42.000 neue Flugzeuge. Die Zahl der Flugreisenden soll sich laut Prognose in den nächsten zwanzig Jahren verdoppeln. Das freut natürlich die heimischen Flugzeugzulieferer wie FACC, und unsere Politiker freuen sich mit. Was jedoch unserer Wirtschaft jetzt gute Aufträge bringt, ist langfristig für unsere Heimat eine tödliche Bedrohung! Der Klimawandel schreitet voran und wird durch die Zigtausenden neuen Flugzeuge noch mehr beschleunigt. Was nützt uns jetzt wirtschaftlicher Erfolg, wenn dadurch unsere lebenswerte Heimat zerstört wird? An alle Politiker: Ihr habt die Verantwortung für unsere Kinder und Enkelkinder! Drosselt sofort die Luftfahrtindustrie, verteuert sofort das Kerosin.
Rudolf Danninger
Dämonen und Stimmen
Immer wieder bescheinigen irgendwelche Gutachter schwerst gestörten und gefährlichen Leuten eine Art wundersame Heilung und meinen, mit ein paar Pillen könnte man Blödheit oder Bösartigkeit heilen. Psychiatrie ist keine exakte Wissenschaft wie etwa Mathematik und wird daher völlig überbewertet. Man sollte endlich begreifen, dass gewisse Störungen nicht heilbar sind und daher die dauerhafte Unterbringung in Anstalten die einzige Lösung ist.
Helmut Speil
Dürrehilfe – wer zahlt eigentlich die Rechnung?
Was lange währt, wird endlich gut? Nach wochenlangem Streit hat die Regierung endlich ihr 240-Millionen-Euro-Dürrepaket präsentiert. Klingt großzügig – bis man genauer hinsieht. 140 Millionen Euro werden bei den Sozialversicherungsbeiträgen der Bauern eingespart. Gleichzeitig soll die Sozialversicherung bis 2031 jährlich 50 Millionen Euro an den Bund zurückzahlen. Macht laut dieser Rechnung rund 250 Millionen Euro – also 110 Millionen mehr als die ursprünglich bereitgestellten 140 Millionen. Und jetzt wird es interessant: Wer bezahlt eigentlich die Sozialversicherung? Das Geld fällt schließlich nicht vom Himmel. Dahinter stehen Arbeitnehmer und Arbeitgeber – und letztlich vor allem jene Menschen, die jeden Monat brav arbeiten, Beiträge und Steuern zahlen und damit dieses System finanzieren. Man könnte also etwas überspitzt sagen: Der Staat entlastet heute – und holt sich „mehr“ Geld morgen über das System wieder zurück. Eine geradezu geniale Erfindung der politischen Buchhaltung. Wäre man bei der Bankenrettung nach der Finanzkrise 2008 genauso kreativ gewesen, müsste Österreich heute vermutlich nicht über ein Budgetloch diskutieren. Rund 10,8 Milliarden Euro kostete die Bankenrettung den Staat. Bis 2025 kamen über die Bankenabgabe etwa 5,8 Milliarden Euro zurück. Bleiben rund 5 Milliarden Euro offen. Warum hat damals niemand gesagt: „Keine Sorge, wir holen uns das Geld bis 2031 einfach wieder zurück – und wenn es mehr wird, umso besser“? Beim Bauern funktioniert diese Rechenlogik plötzlich hervorragend. Natürlich sollen Landwirte in einer existenzbedrohenden Dürresituation Unterstützung bekommen. Aber dann soll man bitte auch ehrlich sagen, was diese Hilfe tatsächlich kostet, wer sie finanziert und wer am Ende dafür geradesteht. Denn eines ist sicher: Die Sozialversicherung hat kein eigenes Sparschwein im Keller. Am Ende bezahlt immer jemand die Rechnung – und meistens ist es der Steuer- und Beitragszahler, der jeden Morgen zur Arbeit geht und brav einzahlt. Vielleicht sollte die Regierung deshalb beim nächsten „Sofortpaket“ nicht nur verkünden, wie viel Geld verteilt wird, sondern auch dazusagen, wie viel davon tatsächlich Geld ist – und wie viel nur politisch verschoben, zurückgerechnet oder später wieder eingesammelt wird. Sonst bleibt vom großen Dürrepaket am Ende vor allem eines übrig: viel weißer Rauch und ziemlich viel Nebel in der Rechnung.
Mike Payer
Ein deprimierendes Bild
Das unwürdige Gerangel und Gezerre um die Dürrehilfen fand also doch noch ein Ende, ohne dass sich die Bundesregierung dabei selbst in die Luft jagt. Leider handelt es sich auch hier um ein unrühmliches Ende, das mit Zukunftstauglichkeit nichts zu tun hat. Dieses Dürrepaket ist ein Murks-Mix aus Entlastungen, Stundungen und Zuschüssen in Höhe von 240 Millionen Euro. Ohne Treffsicherheit. Geldverschwendung mit der fatalen Gießkanne. Eine verantwortungslose Light-Version von „Koste es, was es wolle“, was mal wieder Unterstützung auch für jene bedeutet, die sie gar nicht brauchen. Hier auch für jene, deren Ackerflächen ohnehin zu achtzig Prozent gegen Dürre versichert sind. Für mich sind die Dürrehilfen ganz nah dran an Coronahilfen. Erschwerend gesellt sich noch ein Klimaschutzgesetz dazu, das den Namen nicht verdient. Die ÖVP hat sich durchgesetzt. Politisches Verharren in der Unvernunft und Verantwortungslosigkeit, gepaart mit rückwärtsgewandter Politik, ist kein Ruhmesblatt. Das, was da jetzt wieder ablief, ist vielmehr ein deprimierendes Bild. Und ein weiterer bitterer Vorgeschmack auf das, was uns nach der nächsten Wahl unter Blau-Schwarz blüht.
Christian Stafflinger
Land der Äcker – zukunftsreich?
Die größte Dürre seit über 176 Jahren braucht wirksame Maßnahmen für die Hauptbetroffenen, nämlich unsere Bäuerinnen und Bauern. Die Behauptung von Frau Bischofberger, unsere Ackerbauern würden keine Dürrehilfe brauchen, weil sie zu 80% versichert sind, geht komplett an der Realität vorbei. Die Hagelversicherung ist ein wichtiges Instrument, kann aber bei Weitem nicht die Schäden und wirtschaftlichen Folgen dieses extremen Dürresommers abfedern. Die Hilfe der Bundesregierung geschieht nicht nach dem „Gießkannenprinzip“, sondern ist vielmehr eine notwendige und vor allem unbürokratische Unterstützung für unsere bäuerlichen Familienbetriebe. Es geht im Land der Äcker um nichts weniger als um die Zukunft unserer Bauern und damit um unsere Versorgungssicherheit.
Paul Nemecek, NÖ Bauernbunddirektor
Dürrehilfe geht uns alle an
Im Zusammenhang mit der politischen Diskussion und dem Ringen der Regierung um Unterstützung für die leidgeprüften Bauern in unserem Land sollte man nicht vergessen, dass wir Konsumenten den größten Beitrag zum Wohle der Landwirte in Österreich leisten können. Wenn wir Konsumenten einkaufen und nur jene Produkte in den Einkaufswagen geben, wo „100% Ware aus Österreich“ (Fleisch, Getreide, Gemüse usw.) draufsteht, was allerdings nicht immer einfach zu finden ist, können wir Konsumenten viel Gutes für unsere Betriebe in Österreich tun. Kleiner Vergleich: Die Schwedenbombe als österreichische Marke konnte durch eine solidarische Aktion der Konsumenten gerettet werden.
Horst Köllerer
Dürrehilfe
Dieses Hilfspaket ist tatsächlich kein großer Wurf, da wieder einmal kein Unterschied gemacht wird, ob Versicherte oder nicht nicht Betroffene davon profitieren, also wie bei Corona mit der Gießkanne. Man hat nichts gelernt!
Leopold Kummer
Dürrehilfen gegen Klimaschutz
Spät, aber doch, hat sich die Bundesregierung auf eine Entschädigung bei den Dürreschäden geeinigt. Im Gegenzug musste die ÖVP dem heftig umstrittenen Klimagesetz zustimmen – klimaneutral bis 2040.Die Wirtschaft in Österreich wird mit so einem Gesetz wahrscheinlich wenig Freude haben.
Robert Kindl
Millionen für die Bauern
Soforthilfen für die leidgeprüften Landwirte, deren Ernteausfälle durch die Dürrekatastrophe teilweise sehr groß sind, sind angebracht. Trotzdem steht an vorderster Front fördern und nicht nur fordern. Zielgerecht fördern.
Franz Pail
„Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners“
Unsere oft gelobte Kompromissbereitschaft in der Regierung entpuppt sich in der Praxis leider immer öfter als bloße „Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners“. Ob bei den zahlreichen Symbolmaßnahmen wie der Miet- oder Spritpreisbremse, den halbgaren Ergebnissen der Wehrdienstreform oder der jüngsten kärglichen Dürreentschädigung für die Bauern, die man im Zweifelsfall auch noch zurückzahlen soll: Was am Ende herauskommt, ist verwässert und wirkungslos. Man gewinnt den Eindruck, dass in unserer Dreierkoalition nach dem Prinzip der Fußballbundesliga gekämpft wird: jeder gegen jeden. Hauptsache, die eigene Partei hat wieder gepunktet – selbst wenn dieser „Sieg“ noch so dreckig zustande kam. Wenn Parteipolitik stets über tragfähigen Lösungen steht, bleibt am Ende das Land auf der Strecke.
Josef Pratsch
Ein Kuhhandel
Im Liegen umgefallen ist der wortgewaltige Bundeskanzler Dr. Stocker bei den Verhandlungen für ein paar „Netsch“ (Zitat Marterbauer betreffend Ukraine) an Dürrehilfe für die Landwirtschaft. Er hat einem Gesetz, dem Klimagesetz, zugestimmt, das in Österreich zehn Jahre vor dem in der EU angestrebten Jahr (2050) gelten soll. Und welches wieder Verschärfungen für produzierende Betriebe bringen wird. Aber er hat ja ein großes Vorbild, den Mag. Nehammer .welcher das Vorgehen von Ministerin Gewessler betreffend EU-Renaturierungsgesetz alles Mögliche nannte und dann, damit die Koalition nicht platzt, zugestimmt hat.
Helga Marsteurer
240 Millionen
Für die Dürre-Opfer. „Wusch, des is a Riss.“ Man stelle sich nun vor, man halbiert die nächste Charge an die Ukraine, die da kommen wird, und stellt die „poa Netsch“ (O-Ton Marterbauer) unseren Bauern zur Verfügung, dann wäre denen wirklich geholfen, das Geld bliebe im Land und würde nicht für Geldumverteilung und andere Kuriositäten verschwendet werden, zu welchen wir in keiner Weise verpflichtet sind. Dafür braucht man keine Gipfel, keine Arbeitskreise, keine tagelangen Verhandlungen. Schon einmal darüber nachgedacht?
Franz Umgeher

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Kommt der Koffer nicht an, gibt es einen Anspruch auf Entschädigung.
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