Vorbild BMW M5

Audi RS5: Hybrid-Hammer pulverisiert Konkurrenz

Motor
20.02.2026 21:27

Das Beispiel des BMW M5 macht Schule – eine Klasse darunter, bei der Konkurrenz aus Ingolstadt: Audi scheut weder Gewicht noch Aufwand und setzt den RS5 als Plug-in-Hybrid-Hammer auf den BMW M3 an. Noch brachialer als der Antrieb ist die Optik.

Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen oder worüber man zuerst ungläubig den Kopf schütteln soll. Allein die Richtung Mitte verlegten, überdimensionalen Auspuffendrohre, die da mitten aus dem diffusorartigen Stoßfänger ragen und je nach Neigungsgruppe an Nachbrenner oder Abflussrohre erinnern, muss man erst einmal verdauen.

(Bild: Audi)

Man mag kaum glauben, dass der Avant nur wegen einer Nomenklatur-Skurrilität nicht RS4 heißt, so breit ist der Wagen jetzt. An die neun Zentimeter breiter als der Standard-A5 ist er, entsprechend aufgeplustert sind die Backen. Bei einem Radstand von 2,90 Meter ist der RS5 jetzt 4,90 Meter lang und damit zwölf Zentimeter länger als der Vorgänger. Und dann der Singleframe-Wabengitter-Grill mit gigantischer Lufteinlass-Fläche. Die LED-Matrix-Scheinwerfer sind abgedunkelt, das Tagfahrlicht kann unter anderem Zielflaggenoptik darstellen. Aber auch ohne dieses Gimmick dürfte der auffällige Audi ziemlich schnell sein.

Stärkerer V6 plus zusätzlichem E-Motor
Der Antrieb scheint alle Versprechen einzulösen, welche die Optik impliziert. Schon der 2,9-Liter-V6-Biturbo leistet 60 PS mehr als früher (bzw. 40 PS mehr als in der Performance Edition oder dem Avant 25 Years) und kommt jetzt auf mächtige 510 PS. Doch damit ließ es Audi nicht bewenden und hat eine 130 kW/177 PS und 460 Nm starke E-Maschine dazugesetzt. Insgesamt machen sich 639 PS und 825 Nm auf den Weg zu den vier Rädern.

(Bild: Audi)
(Bild: Audi)
(Bild: Audi)
(Bild: Audi)

Die Kraftübertragung erfolgt via Achtgang-Automatikgetriebe, selbstsperrendem Mittendifferenzial und elektromechanischem Torque Vectoring. Quartett-Werte: 3,6 Sekunden, 285 km/h.

Das Doppelherz sorgt naturgemäß für ein nicht gerade geringes Leergewicht: Die Limousine bringt 2355 kg auf die Waage, der Avant sogar 2370 kg. Zum Vergleich: Der BMW M5, ein V8-Plug-in-Hybrid,  wiegt 2435 kg.

Dank einer 26 kWh großen 400-Volt-Batterie ermöglichen bis zu 84 Kilometer elektrische Reichweite den Alltagseinsatz des Audi RS5 für manche Bedarfsprofile als reines E-Auto – zumindest theoretisch. Eine Schnellladefunktion gibt es nicht, geladen wird per 11 kW Wechselstrom in rund zweieinhalb Stunden wieder voll ist. Der WLTP-Verbrauch beträgt 3,8 bis 4,3 l/100 km.

(Bild: Audi)

Auch das Fahrwerk ist neu
Die Karosserie wurde im Vergleich zum A5 um zehn Prozent versteift. An beiden Achsen kommen Fünflenker zum Einsatz, geregelte Zweiventildämpfer sind Serie. An der Vorderachse verbaut Audi neue Schwenklager, Führungslenker und Gummilager.

Die Hinterachse wurde wegen des neuen Allradkonzepts mit Dynamic Torque Control komplett neu ausgelegt, inklusive angepasster Elastokinematik, also gewollten Verformungen unter Last, die für eine bessere Kraftübertragung auf die Straße sorgen sollen. Die Lenkung wurde mit 13:1 besonders direkt übersetzt.

Gebremst wird by wire, zunächst mit Rekuperation, dann mit den vier Stahl- respektive Keramik-Scheibenbremsen in den 21-Zoll-Rädern. Die Stahlscheiben messen 420 mm vorn und 400 mm hinten, die Keramikscheiben 440/410 mm. Unterschiedlich sind auch die Felgen – hinten breiter als vorn (10,5 J zu 10 J).

(Bild: Audi)
(Bild: Audi)
(Bild: Audi)
(Bild: Audi)

Bediensystem mit Rennstrecken-Gadgets
Der Innenraum ist so digital wie im A5, von dem das freistehende MMI-Panoramadisplay im Curved-Design übernommen wird, bestehend aus einem 11,9 Zoll großen Kombiinstrument und einem 14,5 Zoll großen Touchscreen. Dazu kommt ein 10,9 Zoll großes Beifahrerdisplay. RS-spezifische Anzeigen, ein optionales Head-up-Display mit Schaltblitzen sowie abrufbare Performance-Daten wie G-Kräfte, Reifenwerte oder Energieströme dürfen nicht fehlen.

Es lassen sich Fahrdaten aufzeichnen, Streckenprofile anlegen und Runden- und Sektorzeiten auf Rennstrecken vergleichen, auch auf solchen, die im Auto nicht gespeichert sind. Referenzrunde genügt. Optional lassen sich die schnellen Runden auch Rückspiegel-Kamera aufzeichnen.

Der Bestellstart ist spätestens für März angekündigt, Preise für Österreich werden erst dann bekannt gegeben. In Deutschland startet die Limousine bei 106.200 Euro, der RS 5 Avant bei 107.850 Euro. Dank des geringen Normverbrauchs wird sich der Österreich-Aufschlag in Genzen halten.

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