„Krone“-Protokoll

Neuer Dortmund-„Tatort“: Ein Abgang, der schmerzt

Unterhaltung
22.02.2026 06:00

Im verwinkelten und mit zig Nebenhandlungen ausgestatteten Dortmund „Tatort: Schmerz“ (20.15 Uhr, ORF 2) verabschiedet sich Stefanie Reinsperger in die vorläufige Krimi-Pension – auf dem Weg dorthin geht es noch einmal richtig rund. Auf mehreren Ebenen.

Danke, Dortmund. Die im Jahr 2026 bislang ausgestrahlten neuen „Tatort“-Episoden ließen zumeist mittel bis schwer zu wünschen übrig, bei so manchen Drehbuchautoren scheint aktuell die Luft draußen zu sein. Nicht so im Ruhrpott, wo der wie ein Terrier an jeder Aufklärung hängende Peter Faber (Jörg Hartmann) und seine mutige Kollegin Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) seit Jahren zu einem der Dreamteams der Reihe aufgelaufen sind. Nur schade, dass Reinsperger, die seit 2024 auch wieder ein fixes Engagement am Wiener Burgtheater hat, in „Schmerz“ nach elf Fällen auf eigenen Wunsch ihren Abschied feiert – der letzte Auftritt hat es jedenfalls in sich.

Anfangs dreht sich alles um einen ermordeten Bordellbesitzer, dessen Leiche im Laufhaus zur Prostituierten Maria (Lorena Jurić) führt, die einiges weiß, aber Verständigungsprobleme hat. Ein Fall für die bosnisch-stämmige Kommissarin Ira Klasnić (Alessija Lause), die erst bei der Vernehmung hilft und der eingeschüchterten jungen Frau dann auch eine temporäre Unterkunft bietet. Bei weiteren Ermittlungen stellt sich heraus, dass der Fall weit über das Rotlichtmilieu hinausgeht und seine Wurzeln im brutalen Jugoslawienkrieg hat.

Er gibt nicht auf: LKA-Mann Daniel Kossik (Stefan Konarske) will Haller hinter Gitter bringen – ...
Er gibt nicht auf: LKA-Mann Daniel Kossik (Stefan Konarske) will Haller hinter Gitter bringen – aber ist das überhaupt gerechtfertigt?(Bild: WDR/Thomas Kost)

Parallel dazu ermittelt der zähe LKA-Mann Kossik (Stefan Konarske) gegen Faber und Herzog wegen der ungeklärten Ermordung von Fabers Erzfeind Haller. Man braucht, um der Handlung folgen zu können, zumindest die Kenntnisse des vorletzten Dortmund-„Tatort: Abstellgleis“, dessen Inhalt sich als stringente Linie weiterzieht. Zwischen der Rückblende auf die Kriegsgräuel in den 90er-Jahren und interne Unsicherheiten und Fehden muss man sehr aufmerksam sein, um nicht den Faden zu verlieren.

Dem hervorragenden Ermittler-Tandem und den großartig besetzten Nebenrollen gelingt es aber sehr gut, dass man gebannt und konzentriert bleibt. Es bleibt offen, wie es weitergeht ...

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