Papst Leo XIV. hat sich nachdrücklich dagegen ausgesprochen, Predigten für den Gottesdienst von Anwendungen Künstlicher Intelligenz schreiben zu lassen. Bei einem Treffen mit mehreren hundert Priestern seiner Diözese Rom betonte er, dass KI nicht in der Lage sei, den Glauben weiterzugeben – aber genau das sei die Aufgabe einer Predigt.
Die Äußerungen des Papstes fielen bei dem Treffen mit den römischen Geistlichen am Donnerstag laut Kathpress hinter verschlossenen Türen. Italienische Medien, die danach mit Teilnehmern sprachen, berichteten anschließend davon.
Gehirn muss trainiert werden
Den Berichten zufolge verglich Leo XIV. die negativen Folgen des KI-Gebrauchs mit einer Erkenntnis aus dem Sport: „Alle Muskeln sterben ab, wenn wir sie nicht mehr nutzen, und deshalb muss auch das Gehirn benutzt werden, damit wir unsere Intelligenz nicht verlieren.“
Eine echte Predigt zu schreiben bedeute zudem, „den Glauben mit anderen zu teilen. Und das ist der wichtigste Teil. Die Leute wollen deinen Glauben wahrnehmen, deine Erfahrung, Christus und seine Botschaft erlebt und geliebt zu haben. Das ist etwas, was wir jeden Tag pflegen müssen.“
Im Rahmen der Begegnung warnte der Papst zudem vor den Folgen eines exzessiven Online-Konsums mit Suchtpotenzial bei Jugendlichen. Unter anderem sprach er von „Orientierungslosigkeit“ und „Symptomen einer besorgniserregenden Aggressivität, die nicht selten in Gewalt mündet“.
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