Ukraine-Krieg

„Terroranschlag“ und Angriff auf Keksfabrik

Ausland
22.02.2026 08:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine Serie von Explosionen hat in der Nacht auf Sonntag die westukrainische Stadt Lwiw erschüttert. Mindestens eine Polizistin sei getötet und weitere Sicherheitskräfte verletzt worden, teilte Bürgermeister Andrij Sadowyj mit. Er sprach von einem „Terroranschlag“.

Gegenüber dem Nachrichtenportal „Kyiv Independent“ gab der Ortschef 15 Personen als verletzt an. „Das war ein Terroranschlag“, so Sadowyj. Laut einem Reporter hatten sich die Explosionen kurz nach Mitternacht ereignet. Das Portal zitierte eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft, wonach die Sicherheitskräfte zunächst wegen eines angeblichen Einbruchs zu einem Geschäft nahe der Altstadt von Lwiw geeilt seien. Als sie dort ankamen, sei die erste Explosion ausgelöst worden – und eine zweite dann, als kurz darauf Verstärkung eintraf.

Als die Einsatzkräfte vor Ort waren, kam es zu weiteren Explosionen.
Als die Einsatzkräfte vor Ort waren, kam es zu weiteren Explosionen.(Bild: APA/AFP/Handout/FACEBOOK PAGE OF LVIV MAYOR ANDRIY SADOVY)

Kiew erneut Ziel von Angriffen
Auch die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde von heftigen Explosionen erschüttert. Das berichteten AFP-Journalisten Sonntagfrüh. Die Militärverwaltung der Stadt löste kurz vor den Explosionen wegen der Gefahr eines feindlichen Einsatzes ballistischer Waffen Luftalarm aus. Die örtlichen Behörden erklärten, die Luftabwehr sei gegen Drohnen aktiv, die über der Region Kiew entdeckt worden seien. Kiew ist seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor fast genau vier Jahren regelmäßig Ziel russischer Raketen- und Drohnenangriffe.

Unterdessen attackierte Russland laut ukrainischen Angaben eine Oreo-Keksfabrik in der Ostukraine mit einer Rakete. Es habe keine Toten gegeben, jedoch sei ein Produktionsgebäude beschädigt worden, schrieb Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X.

Angriff auf „amerikanische Geschäftsinteressen in Europa“
„Wenn russische Raketen solche Orte treffen, zielen sie nicht nur auf die Ukraine. Sie richten sich gegen amerikanische Geschäftsinteressen in Europa.“ Die Anlage in Trostjanez gehört dem US-Konzern Mondelez und war bereits 2022 schwer beschädigt worden.

Stromausfall in Saporischschja, Treibstofflagerbrand in Luhansk
Ein ukrainischer Angriff auf die Energieinfrastruktur im russisch besetzten Teil der Region Saporischschja führte indes nach russischen Angaben zu einem Stromausfall. Es sei der zweite Stromausfall am Sonntagmorgen, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki mit. Zwischenzeitlich sei die Versorgung für etwa die Hälfte der Region wiederhergestellt worden.

Im ebenfalls russisch kontrollierten Luhansk geriet nach Angaben des dortigen Vertreters Russlands, Leonid Pasetschnik, ein Treibstofflager nach einem ukrainischen Drohnenangriff in Brand. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, die Luftabwehr habe in der Nacht 86 ukrainische Drohnen über russischen Regionen und der Halbinsel Krim zerstört.

Drohnenangriff auf Moskau
An vier Moskauer Flughäfen wurde indes der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen eingeschränkt, teilte die russische Luftfahrtbehörde Rosawijazija mit. Hintergrund ist ein Drohnenangriff auf die Hauptstadt. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge wurden mindestens sieben Drohnen im Anflug auf Moskau abgeschossen. Die Agentur berief sich auf Bürgermeister Sergej Sobjanin.

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