„Krone“-Kommentar

„Vienna Calling“: Ein Abend der vertanen Chance

Song Contest
21.02.2026 20:00

Ein einmaliges Happening sollte die Song-Contest-Vorausscheidung „Vienna Calling“ im ORF werden. Das Ergebnis enttäuschte leider auf allen Linien. Der Versuch einer Auflistung, woran man am Küniglberg überall scheiterte.

Wenn Österreich beim Song Contest in den letzten Jahren was gerissen hat, dann lag das daran, dass ein kundiges Expertengremium im Hintergrund die Entscheidungen traf. Vor dem teuren Heim-Event Mitte Mai wollte man am Küniglberg für das Auswahlprozedere wieder Brot und Spiele und setzte das Vorhaben als Hauptabendshow um. Monatelang hatte man Zeit, um etwas Freches, Spannendes und Zeitgemäßes zu kreieren – das Ergebnis war ein Feelgood-Narkotikum für rund 457.000 Zuseher, wo man hoffen muss, dass alle wieder aufgewacht sind.

Dass der prognostiziert verwegene Comedian Elton wegen des dichten Schneetreibens nicht in Wien landen konnte, war Schicksal. Nicht aber, dass die dreiköpfige Bewertungsjury im ORF-Saal sich an Plattitüden übertrumpfte. Die im Kabarett beheimatete Caroline Athanasiadis hat offenbar verschlafen, dass es hierzulande viele Bands gibt und verglich alles, was nur nach Stromgitarre roch, mit den Italo-Rockern Måneskin.

Auch JJ und Eric Papilaya sahen gerne über schiefen Gesang und klangliche Unstimmigkeiten hinweg und feierten jeden Beitrag, als wäre man beim Händehalten-Sesselkreis in der Waldorf-Schule.

Dazu stolperte Cesár Sampson mit Sonnenbrille und verirrten Fragen an den Kandidaten vorbei, erinnerten die Kostüme an die 2000er-Jahre und zu allem Überfluss wurden die Beiträge eingeblendet, als man nicht mehr voten konnte. Was sich der ORF immer einfallen lässt ...

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