Rechtswalzer in Wien

„Dort werden die nächsten Angriffe vorbereitet“

Wien
21.02.2026 11:55

Der Akademikerball in der Wiener Hofburg hat am Freitag erneut Proteste in der Innenstadt ausgelöst. Zwei getrennte Demonstrationszüge zogen durch die Stadt. „Das ist ein rechtsextremes Vernetzungstreffen. Dort werden die neuesten Angriffe auf die Bevölkerung vorbereitet“, warnt der Demo-Organisator.

Auch heuer formierten sich die Gegner der Veranstaltung in zwei getrennten Demonstrationszügen. Eine Gruppe startete am Urban-Loritz-Platz und zog an mehreren Verbindungshäusern vorbei. Etwa 350 Personen nahmen an diesem Marsch teil, der schließlich in eine Abschlusskundgebung am Michaelerplatz in unmittelbarer Nähe der Hofburg überging, zu der sich mehrere Hundert Menschen versammelten.

Zeitgleich organisierte auch die „Offensive gegen Rechts“ eine eigene Demonstration. Von der Universität Wien aus setzte sich ein Zug mit rund 750 Teilnehmern durch die Innenstadt in Bewegung.

Am Freitag fand erneut eine Demonstration gegen den Akademikerball statt.
Am Freitag fand erneut eine Demonstration gegen den Akademikerball statt.(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

„Man muss ein Zeichen setzen“
„Es wird dort eine uralte Ideologie wieder salonfähig gemacht – Faschismus“, erklärt Axel Magnus, einer der Demo-Organisatoren und Gewerkschafter Axel Magnus. „Als Mensch sollte man ein Zeichen setzen, dass man das nicht okay findet“, ergänzt ein Teilnehmer. Die Polizei verhängte rund um die Hofburg ein großräumiges Platzverbot.

Axel Magnus ist Gewerkschafter und einer der Organisatoren der Demo.
Axel Magnus ist Gewerkschafter und einer der Organisatoren der Demo.(Bild: krone.tv)

Innen tanzt Polit-Prominenz
Währenddessen traf sich in der Hofburg die freiheitliche Parteiprominenz – krone.at berichtete bereits. Unter den Gästen befanden sich Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp sowie der Landtagsabgeordnete und Mitorganisator des Balls, Udo Guggenbichler. Ebenfalls anwesend waren mehrere Nationalrats- und Landtagsabgeordnete, politische Berater wie Heimo Lepuschitz sowie die frühere ORF-Journalistin und spätere FPÖ-Politikerin Ursula Stenzel.

Der Akademikerball war ausverkauft.
Der Akademikerball war ausverkauft.(Bild: APA/CHRISTIAN HABERHAUER)

„Früher waren es mehr Demonstranten“
„Es ist einer der schönsten Bälle, die wir in Wien haben“, sagt Maximilian Weinzierl, der Vorsitzende der FPÖ-Jugend. „Die Antifa beweist, dass die Linken immer mehr bergab gehen, weil früher waren es viel mehr“, ergänzt er. Laut Behörden verliefen die Kundgebungen weitgehend ohne größere Zwischenfälle.

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