Alterskontrollen sollen helfen, Kinder und Jugendliche besser vor gefährlichen Inhalten im Internet zu schützen. Doch was bringen diese wirklich und wie wirken sie sich auf das Online-Leben von Familien aus? Eine erste Bestandsaufnahme fällt ernüchternd aus.
Seit dem Inkrafttreten des sogenannten Online Safety Act im Herbst 2023 gelten in Großbritannien besonders strenge Regeln zum Schutz von Kindern vor „jugendgefährdenden Inhalten“ im Internet. Dazu zählen neben Pornografie etwa auch Inhalte, die zu Essstörungen, Selbstverletzung oder Suizid anstiften, diese fördern oder Anleitungen dazu geben.
Um zu verhindern, dass Kinder auf entsprechende Inhalte zugreifen können, müssen Plattformen Technologien zur Altersüberprüfung einführen, bei Verstößen drohen Bußen bis hin zu Sperren durch die verantwortliche Medienregulierungsbehörde Ofcom.
Man sollte also meinen, dass Facebook, TikTok und Co. ein berechtigtes Eigeninteresse haben, ihre jüngsten Nutzer ausreichend zu schützen. Doch eine erste Bestandsaufnahme nach zweieinhalb Jahren unter dem strengen Online-Gesetz zeigt, dass die Eintrittshürden für Kinder nach wie vor gering sind – und von diesen meist spielend genommen werden.
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