Naturschauspiel

Sonnenfinsternis: So war das Spektakel am Himmel

Österreich
12.08.2026 20:10

Falls Sie sich gewundert haben, dass es um kurz nach 20 Uhr im Sommer bereits derart finster war: Am Mittwochabend konnte man die stärkste partielle Sonnenfinsternis in Österreich seit 27 Jahren beobachten. Während die Sonne hierzulande nur teilweise verdeckt wurde, durfte man in manchen Ländern (wie etwa Spanien) sogar eine totale Sonnenfinsternis bestaunen. Im Video oben können Sie es aus der Perspektive vom Wiener Donauturm aus nachsehen.

Zu fast 90 Prozent handelte es sich um die stärkste Verfinsterung der Sonne in Wien seit dem 11. August 1999. Und auch das Wetter spielte am Abend mit: Ein wolkenfreier Himmel ermöglichte im Großteil Österreichs ausgezeichnete Beobachtungsbedingungen! Nur im Bergland konnte der Blick zum Teil durch Quellwolken getrübt sein.

„SoFi“ ist in Vorarlberg am längsten zu sehen
Ihr Maximum erreichte die Finsternis beim Sonnenuntergang, der in Wien um 20.14 Uhr war. In Vorarlberg konnte man das Spektakel am längsten beobachten, dort ging die Sonne erst um 20.39 Uhr unter. Ein Blick aufs Firmament lohnte sich sogar doppelt: Denn gleichzeitig erreichte der Meteorschauer der „Perseiden“ seinen Höhepunkt.

So sah die Sonnenfinsternis in Österreich nicht aus – hier zeigt die ESA die totale Sonnenfinsternis:

Eigene Buslinie für Sonnenfinsternis auf Mallorca
Auch in Spanien warteten viele Menschen gespannt auf den Beginn des Himmelsspektakels. Auf Mallorca gab es eine eigene Buslinie, die Bürger und Besucher auf direktem Weg nach Playa de Palma brachte, um dort die Sonnenfinsternis zu beobachten. Die Busse der Sonderlinie mit dem Namen „00 Eclipsi“ fuhren im Fünf-Minuten-Takt zwischen Palma und der Endhaltestelle Balneario 5 in s‘Arenal, berichtete „Krone“-Journalist Christoph Engelmaier.

Ein Plan zeigt die Route des Sonderbusses.
Ein Plan zeigt die Route des Sonderbusses.(Bild: Christoph Engelmaier)
Die Linie „00 Eclipsi“ fährt im Fünf-Minuten-Takt.
Die Linie „00 Eclipsi“ fährt im Fünf-Minuten-Takt.(Bild: Christoph Engelmaier)

Egal, ob im Ausland oder in Österreich – beobachten sollte man die Sonnenfinsternis nur mit speziell dafür vorgesehenen Schutzbrillen. Normale Sonnenbrillen, Schweißer- oder Gletscherbrillen, Röntgenbilder, geschwärztes Glas oder CDs sind dafür ungeeignet. Wer mit solchen Hilfsmitteln direkt in die Sonne schaut, riskiert Augenschäden!

Sehen Sie hier einige Bilder aus Österreich:

(Bild: Jürgen Fuchs)
Beeindruckende Aufnahmen aus der Steiermark
Beeindruckende Aufnahmen aus der Steiermark(Bild: Jürgen Fuchs)
(Bild: APA/JUDITH RISS)
(Bild: APA/BARBARA GINDL)
(Bild: APA/BARBARA GINDL)
Die Sonnenfinsternis wenige Minuten nach Beginn
Die Sonnenfinsternis wenige Minuten nach Beginn(Bild: AP/Screenshot/APA-Livestream)
(Bild: Christian Jauschowetz)
Die Sonnenfinsternis um 19.45 Uhr
Die Sonnenfinsternis um 19.45 Uhr(Bild: AP/Screenshot/APA-Livestream)
Die Sonnenfinsternis um 19.50 Uhr
Die Sonnenfinsternis um 19.50 Uhr(Bild: AP/Screenshot/APA-Livestream)

Sichere Alternative zur Schutzbrille: Eine Lochkamera
Eine Alternative, die sogar als sicherste Methode zur Beobachtung gilt, bietet eine Lochkamera. Das Sonnenlicht fällt dabei durch ein kleines Loch in einem lichtdichten Behälter wie einem Karton oder einer leeren Chipsdose auf eine Projektionsfläche. Damit vermeidet man einen direkten Blick in die Sonne, sondern sieht lediglich ein Abbild auf der Projektionsfläche. Im Internet findet man dazu zahlreiche Bastelanleitungen!

Übrigens: Auf die nächste totale Sonnenfinsternis müssen wir noch ein Weilchen warten. Die nächste von Wien aus sichtbare totale Sonnenfinsternis findet am 3. September 2081 statt. Die nächste von Wien aus sichtbare partielle Sonnenfinsternis können wir schon etwas früher, nämlich am 2. August 2027, beobachten. 

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