Susanne Gogl-Walli, die heuer durch zahlreiche Verletzungen arg zurückgeworfen worden war, erreichte bei der EM in Birmingham über 400 m in 52,12 als Gesamt-Elfte der drei Vorläufe das Semifinale am Donnerstag. Die 30-Jährige war happy: „Das ist eine coole Sache. Ich habe mein Ziel erreicht!“ Niklas Strohmayer-Dangl schied wenig später als Sechster in seinem Semifinal-Heat über 400 m Hürden mit starken 49,20 aus.
Erst am 18. Juli war die Olympia-Semifinalistin extrem spät in die Freiluftsaison eingestiegen. „Nach all den Problemen in den letzten Wochen bin ich jetzt sehr zufrieden, ins Semifinale habe aufsteigen können. Ich habe das Maximum herausgeholt“, meinte die Oberösterreicherin, die ihre zweitschnellste Zeit des Jahres lief. Schneller war sie heuer nur in der Halle Anfang Februar in Ostrava (51,77) gewesen.
„Gebe noch mal mein Bestes!“
Gogl-Walli, die lange unter Problemen mit der Wade und dann mit dem Oberschenkel zu kämpfen hatte, will im Semifinale „noch einmal das Beste herausholen und möglichst unter 52 Sekunden laufen“. Dass sie praktisch keine Chance hat, ins Finale aufzusteigen, weiß sie: „Das ist unrealistisch!“ Vor zwei Jahren hatte sie bei der EM in Rom den Endlauf erreicht, wo sie großartige Siebente geworden war.
Es wäre ein Wunder, käme sie noch eine Runde weiter. Denn zu den 13 Läuferinnen, die sich aus den Heats qualifizierten, kommen noch elf Frauen, die aufgrund ihrer Vorleistungen direkt ins Semifinale gesetzte wurden. Eine unfaire Regelung, die immer wieder (erfolglos) kritisiert wird. Denn diese Läuferinnen, die ohnehin extrem schnell sind, können ausgeruht in den Kampf um das Finale gehen.
„Niveau irrsinnig hoch!“
„Und das Niveau ist über 400 m inzwischen weiter gestiegen, irrsinnig hoch, die Dichte ist ein Wahnsinn“, weiß Susi Gogl-Walli, die allein mit dem Überstehen des Vorlaufs das Beste aus ihrer verkorksten Saison gemacht hat…
Knapp am Rekord – aber out
Niklas Strohmayer-Dangl bot in seinem Semifinale eine starke Leistung, verpasste in 49,20 seinen eignen Rekord nur um zwei Hundertstel, hatte aber trotzdem keine Chance, das Finale zu erreichen. Als Sechster in seinem Heat stand schon fest, dass er nicht weiterkam. „Das Finale war außer Reichweite, ich bin aber zufrieden und stolz, was ich ewrreicht habe, ich habe alles gegeben, was in meiner Macht liegt“, meinte der Burgenländer, der gesamt den 14. Platz erreichte.
Susanne Gogl-Walli: ihre 400-m-Läufe 2026
51,77i (2rB) Ostrava 03.02.2026
52,12 (5h3) Birmingham 12.08.2026
52,59 (7) Heusden-Zolder 18.07.2026
53,11 (1) Banská Bystrica 21.07.2026
53,26 (1) Innsbruck 25.07.2026
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