Ganz oben ist die Luft am dünnsten: Chinas Marktführer BYD verzeichnet einen Gewinneinbruch von mehr als 55 Prozent! Dabei haben die in Österreich wohl bekanntesten Chinesen ihre Konkurrenz weit abgehängt. Ein Überblick über die zehn größten China-Marken.
Der Name BYD dürfte mittlerweile den meisten österreichischen Autofahrern geläufig sein. Die stärksten Wettbewerber hingegen sind hierzulande noch relativ selten zu sehen, wie eine Grafik auf Basis von Daten der Unternehmensberatung Inovev zeigt.
Mit großem Abstand an der Spitze der Produktionsrangliste steht demnach mit gut vier Millionen Fahrzeugen die Marke BYD aus dem gleichnamigen Konzern. In Österreich bereits bestens etabliert. Ebenso wie die SAIC-Tochter MG Motor, die insgesamt auf Platz sieben rangiert.
Nach BYD kommt aber erst einmal ganz lang nichts. Auf den Stockerlplätzen liegen Chery und Geely mit jeweils rund zwei Millionen gebauten Autos nahezu gleichauf. BYD verkauft mehr als beide zusammen.
Bei beiden handelt es sich um die Kernmarken des jeweiligen Konzerns. Die Geely-Gruppe ist hierzulande vor allem durch ihre Töchter Volvo und Smart bekannt, es rollen aber auch schon die ersten Fahrzeuge der Marke Lynk & Co auf den Straßen (Lynk & Co 02 sowie Lynk & Co 08 waren bereits im „Krone“-Test). Die Volumenmarke Geely steht hingegen noch am Anfang ihrer Einführung.
Chery vertreibt hierzulande neuerdings Autos der Marken Jaecoo und Omoda, ist mit der auf sehr preisgünstige Autos fokussierten Kernmarke aber NOCH nicht vertreten.
Zu den zehn stärksten China-Marken, die bereits in Österreich zu haben sind, zählt noch Leapmotor auf dem zehnten Rang. Weitere China-Marken in Österreich sind Xpeng (bei Magna in Graz produziert), MGs Nutzfahrzeugschwester Maxus oder auch Firefly.
Gewinneinbruch bei BYD
Mit 4,1 Milliarden Yuan (gut 510 Mio. Euro) verdiente der weltweit größte Elektroautohersteller 55,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie aus Börsenunterlagen hervorgeht. Der Rückgang fiel damit noch stärker aus als im vierten Quartal 2025. Der Umsatz schrumpfte zugleich um 11,8 Prozent auf 150,2 Mrd. Yuan.

BYD leidet in China unter der zunehmenden Konkurrenz durch heimische Rivalen wie Geely oder Leapmotor. Auf dem Markt für Elektroautos tobt in der Volksrepublik seit Jahren ein heftiger Preiskrieg, der auf den Margen der Unternehmen lastet. Erschwert wurde die Lage durch den Wegfall von Förderprogrammen für Elektroautos, was den Fahrzeugabsatz in China zu Jahresbeginn einbrechen ließ.
Wie andere chinesische Autobauer versucht auch BYD, die Schwäche auf dem Heimatmarkt durch höhere Exporte wettzumachen. Vincent Sun, Analyst beim Finanzdienstleister Morningstar, sagt für das laufende Jahr ein Exportplus von 25 bis 30 Prozent voraus. Das Unternehmen selbst setzte sich zum Ziel, 1,5 Millionen Fahrzeuge im Ausland zu verkaufen, was einem Anstieg um 40 Prozent verglichen mit 2025 entspräche.
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