Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Autobatterie Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt Autobatterien verschiedener Kategorien, wobei die Blei-Akkumulatoren die am weitesten verbreitete Variante sind.
  • Die Autobatterie speichert Energie und versorgt alle elektrischen Elemente im Fahrzeug mit Strom.
  • Mithilfe eines speziellen Ladegeräts können Sie Ihre Autobatterie wieder aufladen.

autobatterie test

Sie möchten oder müssen Ihre Autobatterie wechseln (lassen) und haben unter all den technischen Bezeichnungen und der Vielzahl von Ausführungen und Marken den Überblick verloren? In unserem Ratgeber zu Autobatterien auf Krone.at helfen wir Ihnen 2020 dabei, nicht nur eine günstige Autobatterie, sondern auch ein Modell zu finden, das Ihnen lange treue Dienste leistet.

1. Wie funktioniert eine Autobatterie und wie wird sie geladen?

Wann wurde die Autobatterie entwickelt?

Die erste elektromechanische Batterie auf Eisen- und Kupferbasis wurde 1800 von dem italienischen Wissenschaftler Alessandro Volta entwickelt. Das erste wiederaufladbare System rief nur zwei Jahre später der deutsche Physiker Johann Wilhelm Ritter ins Leben. Es sollte noch weitere 52 Jahre dauern, bis der Mediziner Wilhelm Josef Sinsteden den Vorläufer der heutigen Blei-Akkumulatoren schuf, indem er Bleiplatten in Schwefelsäure platzierte und an eine Stromquelle anschloss. Verwendet wurde die damals neue Technologie dann von Industriegrößen wie Werner von Siemens und Adolf Müller (dem Gründer des späteren VARTA-Konzerns).

Eine Autobatterie besteht aus einem Gehäuse, in dem sich verschiedene Zellen befinden. In diesen wiederum sind positiv und negativ geladene Bleiplatten in Schwefelsäure angeordnet. Wird die Starter-Batterie dann an einen Verbraucher angeschlossen, wie beispielsweise ein Fahrzeug, fließt Strom.

Elektronen wandern von den negativ zu den positiv geladenen Platten. Um diesen Vorgang auszugleichen, reagieren Sulfat-Ionen aus der Schwefelsäure genau gegenteilig und bewegen sich zu den negativ geladenen Platten. Bleisulfat entsteht, die Batterie entlädt sich langsam.

Während dieses Vorgangs werden etwa 2 Volt in der Autobatterie-Zelle erzeugt. Um die gewünschten 12 Volt zu erreichen, befinden sich neben der ersten Zelle noch fünf weitere.

Laden Sie Ihre Autobatterie auf, wandern die Elektronen in entgegengesetzte Richtung, also von den positiv zu den negativ geladenen Platten. Das Bleisulfat wird zu Bleidioxid, die Platten umgebende Lösung wird konzentrierter.

Achtung: Bevor Sie mit dem Laden einer Autobatterie beginnen, stellen Sie sicher, dass der Motor und die Zündung aus sind. Auch während des Ladevorgangs selbst sollten sie nicht aktiviert werden. Folgen Sie zudem unbedingt den Angaben der Batterie- und Ladegeräthersteller in den entsprechenden Betriebsanleitungen, um Defekte oder negative Beeinträchtigungen zu vermeiden. Tragen Sie stets säurefeste Handschuhe sowie eine Schutzbrille.

Mechaniker, der Autobatterie auflädt

Um Ihre Autobatterie zu laden, schließen Sie zuerst das rote, dann das schwarze Kabel an.

Das Laden erfolgt, indem Sie den Plus-Ausgang eines inaktiven Autobatterie-Ladegeräts an den Pluspol der ausgebauten Batterie anschließen (rotes Kabel) und den Minus-Ausgang mit dem Minus-Pol verbinden (schwarzes Kabel).

Die gleiche Reihenfolge gilt, wenn Sie Ihre Autobatterie per Starthilfe laden. Dieser Vorgang wird auch als Überbrücken der Autobatterie bezeichnet.

Muss die Autobatterie nicht zunächst ausgebaut werden, verbinden Sie das schwarze Kabel mit dem Massepunkt des Autos anstelle des Minuspols.

Sind alle Anschlüsse vorbereitet, können Sie das Ladegerät einschalten. Vor allem moderne Geräte erkennen üblicherweise automatisch, welche Ladespannung benötigt wird. Ist das nicht der Fall, muss diese, entsprechend den Herstellervorgaben des Ladegerätes, eingestellt werden.

Als Faustformel können Sie annehmen, dass eine Starter-Batterie mit etwa einem Zehntel Ampere der Gesamtkapazität der Autobatterie geladen werden sollte. Beachten Sie außerdem, dass die Batteriesäure nicht über 55 Grad Celsius erhitzen darf.

Nicht selbst aufladen sollten Sie eine Autobatterie, wenn sie:

  • älter als vier Jahre ist
  • Beschädigungen aufweist
  • gefroren oder wärmer als 45 Grad Celsius ist
  • wartungsarm ist, also manuell befüllt werden kann

Je nach Ladestand, Art der Batterie und Art des Ladegerätes kann eine vollständige Aufladung vier bis zwölf Stunden dauern. Dass die Autobatterie voll ist, erkennen Sie daran, dass sich der Ladestand über einen Zeitraum von zwei Stunden nicht ändert. Einige neuere Modelle schalten sich nach Beendigung des Vorgangs selbst ab.

2. Welche Autobatterie ist am besten für Ihr Fahrzeug geeignet?

Um sich für die richtige 12V-Autobatterie zu entscheiden (LKW-Batterien arbeiten mit 24V), sollten Sie zunächst wissen, welche verschiedenen Varianten angeboten werden. Auf Krone.at stellen wir Ihnen diese vor.

2.1. Autobatterien im Vergleich: Welche Autobatterie-Arten werden verkauft und welche Eigenschaften weisen sie auf?

Vorrangig werden die einzelnen Batterie-Typen nach den in ihnen enthaltenen Materialien und den physikalischen sowie chemischen Vorgängen unterschieden, die sich in ihrem Inneren abspielen.

Autobatterie-Typ Eigenschaften
Blei-Akkumulator
  • enthält Zellen, die Bleioxid und Bleischwämme sowie bis zu 38-prozentige Schwefelsäure fassen
  • 6 Zellen, die jeweils 2 Volt erzeugen
  • kurzfristige starke Strömungen, die vor allem Anlasser beim Autostart versorgen
  • zum Teil nachfüllbar; inzwischen aber meist geschlossene Systeme mit Überdruckventil, über das Innendruck ausgeglichen wird
AGM-Batterie
  • vor allem in Fahrzeugen mit Start-Stopp-Automatik verbaut
  • AGM steht für „Absorbent Glass Material“
  • Elektrolyte werden nicht in loser Säure, sondern in Säure fassendem Glasfaservlies gebunden
  • kein Auslaufen oder Probleme durch schräges Entnehmen oder Lagern
  • AGM-Autobatterien haben höhere Lebensdauer, sind aber etwas empfindlicher gegen Hitze
EFB-Batterie
  • EFB = Kürzel für „Enhanced Flooded Battery“
  • auch als AFB (Advanced Flooded Battery) bezeichnet
  • Variante des Blei-Akkumulators, bei der Bleiplatten mit Kohlenstoffadditiven und Polyestergewebe versehen wurden
  • EFB-Autobatterien haben höhere Lebensdauer
  • auch in Fahrzeugen mit Start-Stopp-Automatik verwendbar
Blei-Gelbatterie
  • ebenfalls Blei-Akku-Variante
  • Schwefelsäure an Kieselsäure gebunden, was eine Art Gel erzeugt
  • auslaufsicher
  • als Autobatterie, diversen Tests nach, zu schwach, aber gerne in Booten, Wohnmobilen, Motorrädern oder Elektroautos genutzt
Kalzium-Starterbatterie
  • Weiterentwicklung der Blei-Akkumulatoren
  • Kalzium-Elektrodenbeschichtung sorgt für geringere Gasbildung und niedrigeren Wasserbedarf
  • geringeres Unfallrisiko
  • Selbstentladung deutlich verlangsamt, allerdings etwas kürzere Lebensdauer

2.2. Welche Vor- und Nachteile haben Lithium-Ionen-Akkus für Elektrofahrzeuge?

Sollten Sie ein Hybrid- oder Elektroauto fahren, benötigen Sie eine leistungsstarke Energiequelle. Doch auch in einigen herkömmlichen Sportwagen kommen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Wir stellen Ihnen die Vor- und Nachteile dieser Batterie-Variante im Folgenden vor:

    Vorteile
  • sehr geringes Gewicht im Vergleich zu herkömmlicher 60Ah-Autobatterie, daher zum Beispiel als Starterbatterie in besonders hochwertigen Sportwagen eingesetzt
  • hohe Effizienz
  • geringer Wartungsaufwand
  • während Benutzung kein Ausstoß von Emissionen
  • inzwischen bereits innerhalb kurzer Zeit (zum Teil weniger als eine Stunde) voll aufladbar
    Nachteile
  • etwas anfälliger für extreme Kälte
  • teurer als zum Beispiel 60Ah-Autobatterie
  • bei Produktion entstehen schädliche Emissionen

3. Batterien fürs Auto im Test: Welche Eigenschaften sollten Sie überprüfen, bevor Sie eine Autobatterie kaufen?

Damit Sie die richtige Batterie für sich wählen, sollten Sie folgende Kriterien vor dem Kauf unbedingt checken:

  • Leistung (Kapazität)
  • Größe
  • Gewicht
  • zu erwartende Lebensdauer
Mechaniker, der Autobatterie mit Multimeter prüft

Mithilfe eines Multimeters können Sie überprüfen, ob die Spannung Ihrer Autobatterie im Normbereich liegt.

Größere Batterien sind nicht immer die bessere Wahl. Eine 100Ah-Autobatterie macht wirklich vor allem für größere Autos mit leistungsfähigen Motoren und vielen Abnehmern innerhalb des Wagens Sinn. Für Kleinwagen sind oft 50 bis 60Ah ausreichend, für Mittelklassewagen sollten Sie eine 70Ah-Batterie wählen.

Größere Mittelklassewagen sind eventuell mit einer Autobatterie mit 80Ah Kapazität ausgestattet. Oberklassewagen hingegen benötigen nicht selten 100Ah-Autobatterien oder sogar solche, die 120Ah bewerkstelligen.

Wählen Sie eine zu große Batterie, kann es vorkommen, dass diese nie komplett aufgeladen werden kann. Eine kürzere Lebensdauer ist die Folge. Darüber hinaus sind leistungsstärkere Batterien meist auch größer, schwerer und teurer.

Um die richtige Batterie für Ihr Auto zu wählen, sollten Sie das Handbuch Ihres Fahrzeuges prüfen. Hier werden nicht nur die richtigen Maße, sondern oft auch spezielle Modelle empfohlen. Alternativ können Sie sich an der bereits im Motorraum befindlichen Alt-Batterie orientieren.

Finden Sie keine Maße im Handbuch, ist auch ein Ausmessen des Zwischenraums möglich oder Sie vergleichen die Typennummern der bereits eingebauten und der potenziell neuen Batterie. Vor allem in ihrer Länge unterscheiden sich die einzelnen Modelle. Breite und Höhe sind stets genormt.

Für Autos mit Start-Stopp-Automatik sollten Sie ausschließlich AGM- oder EFB-Autobatterien verwenden, die auf die zusätzliche Belastung ausgelegt sind.

4. Welche Autobatterie-Marken sind bei Autofahrern in Österreich besonders beliebt?

große schwarz-gelbe Autobatterie

Je größer die Autobatterie, desto schwerer, größer und teurer ist sie in den meisten Fällen.

Der Markt für Autozubehör ist groß. Daher gibt es auch viele verschiedene Hersteller, die sich auf die Produktion und den Vertrieb von Autobatterien spezialisiert haben, darunter:

  • Varta (Dynamic)
  • Bosch
  • Exide
  • Banner
  • Panther
  • Duracell

Kaufen können Sie Autobatterien bei ATU und anderen Fachhändlern oder aber online zu oftmals besonders vorteilhaften Preisen.

5. Welche Autobatterien schnitten im Test der Stiftung Warentest besonders gut ab?

Das Verbraucherschutzinstitut führte zwar bereits Tests von Autobatterien durch, doch sind die Ergebnisse inzwischen etwas veraltet. Generell wies Stiftung Warentest darauf hin, dass vor allem AGM-Batterien häufig mit recht hohen Preisen aufwarten – im Vergleich zu klassischen Autobatterien mit 70Ah.

Zudem solle man für ein Auto mit Start-Stopp-Automatik unbedingt auf eine geeignete AGM-Batterie zurückgreifen, so das Institut. Unter diesen schnitten Modelle von Varta und Banner, jeweils Autobatterien mit 70Ah, am besten ab. Zu Testsiegern unter den klassischen Autobatterien wurden Banner- und Bosch-Geräte gekürt.

6. Häufig gestellte Fragen zu Autobatterien

Sie möchten mehr über den Umgang mit Autobatterien erfahren? Zum Abschluss unserer Kaufberatung haben wir einige häufig auftretende Fragen zu KFZ-Batterien auf Krone.at für Sie zusammengefasst und beantwortet, um auch letzte Unklarheiten auszuräumen.

6.1. Wie kann ich meine Autobatterie testen?

Auto, das einem anderen Auto Starthilfe gibt

Auch über ein Starthilfekabel können Sie eine Autobatterie wieder zum Leben erwecken.

Um die Spannung Ihrer Autobatterie zu messen, benötigen Sie ein Multimeter. Ein solches Gerät finden Sie in gut sortierten Baumärkten, im Elektrofachhandel oder aber zu einem teils sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis online.

Bevor Sie mit der Messung beginnen, sollte das Auto vollständig ausgeschaltet sein und bereits ein paar Stunden ruhig stehen.

Verbinden Sie das rote Kabel des Messgerätes mit dem Batterie-Pluspol. Es folgt das schwarze Kabel, das an den Minuspol geklemmt wird.

Stellen Sie den Messbereich auf 12 Volt und prüfen Sie, ob die Spannung zwischen 12,4 und 12,9 Volt liegt. Ist das nicht der Fall und zeigt das Multimeter weniger als 12 Volt in Ihrer Autobatterie an, ist eine Aufladung nötig.

6.2. Wie lässt sich eine Autobatterie abklemmen?

Ob Sie Ihre Autobatterie vor dem Laden abklemmen und ausbauen müssen, können Sie den jeweiligen Herstellerangaben entnehmen. Ist das der Fall, schalten Sie zunächst das Auto vollständig ab. Auch das Radio oder das Licht sollten nicht mehr aktiviert sein.

Entfernen Sie dann das schwarze Kabel vom Minuspol der Batterie. Es folgt das rote Kabel. Halten Sie sich unbedingt an diese Reihenfolge, da es sonst zu einem Kurzschluss kommen kann. Zudem dürfen sich die beiden Kabelenden nach dem Entfernen nicht berühren. Hier drohen sonst gefährliche Stromschläge.

Heben Sie die Batterie nach Entfernen der Halterung möglichst gerade aus dem Motorraum. Es sollte keine Säure austreten.

6.3. Wie muss ich eine Autobatterie entsorgen?

Auf keinen Fall dürfen Sie alte Autobatterien nach dem Wechseln im Restmüll entsorgen. Stattdessen können Sie die ausgedienten Batterien dort wieder abgeben, wo Sie sie erworben haben. Alternativ stehen Ihnen auch kommunale Sammelstellen zur Verfügung. Kosten für die Entsorgung fallen nicht an.

Bildnachweise: amazon.com/Exide, shutterstock.com/admin_design, shutterstock.com/Roman Zaiets, shutterstock.com/CC7, shutterstock.com/Oleksandr_Delyk, shutterstock.com/MS Mikel (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)