Suche nach Glutnestern

Waldbrand: „Wir ermitteln in alle Richtungen“

Kärnten
28.04.2026 16:11

Langsames Aufatmen im Lesachtal: Der verheerende 110-Hektar-Brand ist unter Kontrolle. Doch wodurch wurde das Feuer ausgelöst? Die Polizei ermittelt bereits. 

Unglaubliches leisten die Einsatzkräfte nach wie vor im Lesachtal. Der verheerende Waldbrand ist sogar der bisher größte Kärntens, insgesamt 1600 Feuerwehrmitglieder stehen dort seit Donnerstag abwechselnd im Einsatz.

Täglich werden die heimischen Wehren von F-KAT-Bereitschaften unterstützt. Am Mittwoch rücken die Einheiten aus den Bezirken Völkermarkt und Wolfsberg im Konvoi ins Oberkärntner Tal an.

Brandwache wird abwechselnd gehalten
Allein Dienstag kämpften noch 280 Feuerwehrleute gegen die unterirdischen Brandherde im steilen Gelände. Doch auch auf die Unterstützung aus der Luft kann nach wie vor nicht verzichtet werden. In den Nachtstunden wird zudem abwechselnd Brandwache gehalten.

Mittels Wärmebildkamera wird auch am Boden nach Glutnestern gesucht.
Mittels Wärmebildkamera wird auch am Boden nach Glutnestern gesucht.(Bild: FF Möllbrücke)
Dieses Luftbild zeigt das Ausmaß des 110 Hektar Waldbrandes im Lesachtal.
Dieses Luftbild zeigt das Ausmaß des 110 Hektar Waldbrandes im Lesachtal.(Bild: Koppensteiner Robert)

„Und in den frühen Morgenstunden werden Erkundungsflüge durchgeführt. In dieser Zeit sind die Brandherde besonders gut zu sehen, weil die Nächte kühl sind und die Glutnester dadurch besser auf der Wärmebildkamera zum Vorschein kommen“, erklärt Einsatzleiter Gerd Guggenberger.

„Jeder Regentropfen ist wichtig!“
Auch die Florianis sind mit diesen Geräten ausgestattet, um die Herde vor Ort lokalisieren und gleich bekämpfen zu können. „Wir kommen gut voran, haben kein offenes Feuer mehr. Wir nähern uns schön langsam dem Ende“, zeigt sich der Oberkärntner vorsichtig optimistisch und hofft weiter auf Regen. „Jeder Tropfen ist wichtig!“ Während die Wehren weiter auf der Suche nach Glutnestern sind, ermittelt die Polizei bereits nach der Brandursache.

Am Donnerstag, an dem der Horror losging, sollen in diesem Bereich auch Waldarbeiten stattgefunden haben. Ein Unternehmen aus dem Ausland habe in einem Bereich des Waldes Bäume gepflanzt, wie Einheimische bestätigen. Doch ob es tatsächlich einen Zusammenhang mit den Arbeiten gibt, kann die Polizei noch nicht bestätigen.

„Diese Vermutungen sind uns bekannt. Wir ermitteln in alle Richtungen und die Einvernahmen laufen“, heißt es von Seiten der Ermittler, die jedoch davon ausgehen, dass der Fall rasch geklärt sein werde. 

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