Neu & rein elektrisch

So tritt die Mercedes-C-Klasse gegen den BMW i3 an

Motor
20.04.2026 13:00

Schon wieder will Mercedes ein Segment neu definieren, diesmal mit der neuen, rein elektrischen C-Klasse. Bei einer statischen Preview konnten wir uns einen ersten Eindruck verschaffen. Stephan Schätzl stellt die Stuttgarter Limousine hier im Video vor.

Es ist wohl gerade en vogue in Stuttgart, bei der Einführung eines neuen Modells die jeweilige Klasse neu zu definieren. Jüngst tönte man entsprechend mit dem neuen, elektrischen GLC, der auf den BMW iX3 als Hauptkonkurrenten trifft. Nun also die C-Klasse, die sich als C 400 4matic die Technik mit dem Mercedes GLC 400 4matic teilt.

Und auch sie trifft auf einen taufrischen BMW, den neuen i3 Neue Klasse. Nach den ersten Fahreindrücken vom GLC und dem Erstkontakt mit der C-Klasse scheint es auf etwas Ähnliches hinauszulaufen: Die neue Mercedes-Limousine scheint mit optionalem adaptivem Luftfahrwerk und zugehöriger Hinterachslenkung Benchmark zu werden, was den Fahrkomfort betrifft (das serienmäßige Stahlfahrwerk hat frequenzselektive Passivdämpfer).

Auf der anderen Seite muss sich die C-Klasse hinter dem BMW einreihen, was die Reichweite angeht. Statt 108,7 kWh wie die beiden BMWs speichert der Stuttgarter Akku nur 94,5 kWh, dementsprechend fährt der Wagen mit dem mit Leuchtsternen übersäten Kühlergrill nach WLTP also nicht 900, sondern „nur“ bis zu 760 Kilometer weit. Das ist nicht wenig, aber nicht die Neudefinierung des Segments.

(Bild: Mercedes-Benz)

An 800-Volt-Ladesäulen zieht die C-Klasse mit bis zu 330 kW in zehn Minuten Strom für bis zu 320 WLTP-Kilometer, die Ladung von 10 auf 80 Prozent dauert im besten Fall 22 Minuten. Mit dem optionalen DC-Konverter kann man auch 400-Volt-Schnellladesäulen nutzen.

Angetrieben wird der C 400 4matic von zwei Elektromotoren, die insgesamt 360 kW/490 PS loslassen und den Allradler in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h befördern. Als WLTP-Verbrauch werden 18,6-14,2 kWh/100 km angegeben. Die Rekuperationsleistung beträgt bis zu 300 kW. Prinzipiell kann die neue, elektrische C-Klasse auch bis zum Stillstand elektrisch bremsen und so kinetische Energie zurückgewinnen. Die Rekuperationsleistung lässt sich mit den Schaltpaddles einstellen.

(Bild: Mercedes-Benz)
(Bild: Mercedes-Benz)
(Bild: Mercedes-Benz)
(Bild: Mercedes-Benz)
(Bild: Mercedes-Benz)
(Bild: Mercedes-Benz)
(Bild: Mercedes-Benz)
(Bild: Mercedes-Benz)

Von wegen Benchmark bei der Reichweite
Im nächsten Jahr folgen weitere Modelle mit Heck- und Allradantrieb sowie verschiedenen Batterievarianten. Darunter ist ein Hecktriebler mit einer voraussichtlichen Reichweite von bis zu 800 Kilometern. „Das ist Benchmark im Segment der elektrischen Mittelklasse-Limousinen“, kann man im Pressetext nachlesen. Da muss man sich schon fragen, ob man die Konkurrenz da bewusst ignoriert oder wie es sonst zu einer derart unsinnigen Aussage kommt.

Rekordbildschirm im Cockpit
Im Innenraum bekommt man optional eine echte Besonderheit: den „Hyperscreen“ mit 39,1 Zoll/99,3 cm Bildschirmdiagonale. Gestochen scharf, mit herrlichen Farben und tollen Bildern bietet er einen einzigartigen, nahtlosen Anblick. Dazu kommt das sehr aufgeräumte Bediensystem. Als Tachoscreen sitzt ein zweites Display hinter Glas.

Eine Optionsstufe darunter liegt der „Superscreen“. Auch er hat eine Glasfläche, die sich quer über das ganze Armaturenbrett spannt, darunter sitzen aber drei einzelne Displays. In jedem Fall verfügt der Beifahrer-Bildschirm über eine kamerabasierte Sichtschutzfunktion, damit der Fahrer nicht abgelenkt wird, wenn der Beifahrer einen Videofilm schaut.

Darüber prangen optional 162 leuchtende Mercedessternen im serienmäßigen Glasdach.

Dreifache KI fährt mit
Die vierte MBUX-Generation ist das erste Infotainmentsystem in einem Auto, das künstliche Intelligenz (KI) von ChatGPT4o und Microsoft Bing sowie Google Gemini kombiniert. Dadurch kann es die Stärken der unterschiedlichen Modelle je nach Situation optimal nutzen. Der neue Assistent merkt sich Dinge, reagiert, führt Gespräche wie ein halbwegs gut informierter Beifahrer – einer, der nicht dauernd dazwischenredet.

Ein Druck auf das Logo öffnet den Frunk.
Ein Druck auf das Logo öffnet den Frunk.(Bild: Mercedes-Benz)
(Bild: Mercedes-Benz)

Platz für Gepäck vorn und hinten
In den Kofferraum passen 470 Liter Gepäck, die Rücksitzlehnen lassen sich fernentriegelt umklappen. Zusätzlich befindet sich unter der Fronthaube ein Frunk, der nach VDA knapp 80 Liter fasst. Die Platzverhältnisse auf der Rückbank sind in Ordnung, für 4,96 Meter Länge aber nicht phänomenal. Insbesondere der Fußraum unter den Vordersitzen ist eingeschränkt.

Vorerst braucht es noch etwas Geduld. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende des Jahres ausgeliefert werden.

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