Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Wagenheber Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Während sich einige Wagenheber-Typen vor allem als Pannenhilfe anbieten, sind andere speziell für aufwendigere Arbeitseinsätze geeignet. Auch die Gewichtsklassen der Fahrzeuge entscheiden über eine Eignung des Wagenhebers.
  • Die leistungsstärkeren Wagenheber funktionieren üblicherweise hydraulisch. Es gibt allerdings auch pneumatische Varianten und solche, die ausschließlich auf der Aufbringung von Muskelkraft und Hebelgesetzen basieren.
  • Vor allem die Hubhöhe und die maximale Tragkraft sind für Ihre Wahl ausschlaggebend. Bedenken Sie jedoch auch, dass die Grundhöhe des Wagenhebers an Ihr Fahrzeug angepasst sein sollte.

wagenheber test

Sie möchten Ihre Sommer- und Winterreifen gerne selbst zu Hause wechseln oder kleine Reparaturen und den Ersatz von Verschleißteilen, wie zum Beispiel Bremsbelägen, unkompliziert in der hauseigenen Werkstatt, Garage oder Einfahrt durchführen? Nicht immer steht dazu eine passende Hebebühne bereit. Eine gute Alternative für Hobby-Auto-Mechaniker ist ein Wagenheber.

In unserer Kaufberatung zu Wagenhebern auf Krone.at erhalten Sie 2020 alle Informationen, die Sie vor dem Kauf eines Wagenhebers zu den verschiedenen Modell-Kategorien, deren Funktionsweise und den beliebtesten Herstellern benötigen.

1. Was genau ist ein Wagenheber?

Wie können Sie den Ölstand Ihres Wagenhebers kontrollieren?

Vor allem die, laut diverser Tests, sehr beliebten Rangierwagenheber werden in der Regel per Hydraulik angetrieben, also mithilfe eines ausreichend hohen Öldrucks. Um seine Funktionalität zu erhalten, sollten Sie den Ölstand Ihres Wagenhebers regelmäßig prüfen und ihn auf auslaufendes Öl, zum Beispiel durch undichte Dichtringe, kontrollieren. Öffnen Sie dazu zunächst die Ventilschraube, sodass der Wagenheber auf den niedrigsten Punkt absinkt. Stellen Sie den Wagenheber auf, entfernen Sie den Deckel auf der Ölpumpen-Einheit und schauen Sie hinein. Ist der darin befindliche Kolben von Öl bedeckt, ist kein Nachfüllen nötig. Andernfalls sollten Sie möglichst schnell Öl auffüllen. Etwa alle drei Jahre sollten Sie zudem einen Ölwechsel einplanen. Nutzen Sie dazu ausschließlich das in der Bedienungsanleitung des Gerätes vermerkte Hydrauliköl.

Ein Wagenheber ist ein Werkzeug beziehungsweise eine Maschine mit deren Hilfe Sie ein Fahrzeug ohne größeren Kraftaufwand anheben und in dieser erhobenen Position halten können. Typischerweise kommt er beim Wechseln der Reifen, aber auch bei Reparaturen an Bremsen und Radaufhängungen sowie bei Pannen mit dem Auto zum Einsatz.

Das Bedienen des Wagenhebers ist simpel, unterscheidet sich allerdings je nach Wagenheber-Art leicht. Üblicherweise wird der Heber unter der Karosserie des anzuhebenden Fahrzeugs platziert und dann mithilfe einer Stange oder einer Kurbel nach oben gepumpt beziehungsweise gefahren.

Dabei sollten Sie den Wagenheber nur dort ansetzen, wo die Karosserie ausreichend stabil ist. Die entsprechenden Punkte liegen in der Regel nahe hinter den Vorder- und kurz vor den Hinterradkästen.

Prüfen Sie die entsprechenden Angaben in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs, bevor Sie den Wagenheber an Ihrem Auto ansetzen.

Achtung: Nutzen Sie niemals mehrere Wagenheber, um das Auto gänzlich anzuheben. Achten Sie stets auf einen geraden und sicheren Untergrund, bevor Sie den Wagenheber ansetzen. Möchten Sie Arbeiten unter dem Auto vornehmen, sichern Sie Ihr Fahrzeug nach dem Anheben zusätzlich ab.

2. Welcher Wagenheber ist der beste für Ihr Fahrzeug?

Bevor Sie einen Wagenheber kaufen, gilt es zunächst, sich über die vielen verschiedenen Formen der Geräte zu informieren. Welche Besonderheiten diese aufweisen und wie genau die jeweiligen Wagenheber-Typen funktionieren, erfahren Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Art des Wagenhebers Eigenschaften
Storz-Wagenheber
  • einfachste Form des Wagenhebers
  • oftmals bereits als Bordwerkzeug in Auto vorhanden
  • wird mithilfe einer (meist recht langen) Kurbel über Gewindestange nach oben und unten gefahren
  • höherer Kraftaufwand nötig
  • sehr kompakt, dafür jedoch weniger Tragkraft (vor allem für Kleinwagen und leichte Mittelklasseautos)
  • günstiger Wagenheber, allerdings begrenzte Stabilität, vor allem bei hohem zu hebenden Gewicht
Scheren-Wagenheber
  • rautenförmige Konstruktion; entspricht in etwa zwei Storz-Wagenhebern in einem Gerät
  • ebenfalls häufig bereits an Bord eines Fahrzeugs vorhanden
  • mithilfe einer Kurbel bedient, gewisser Kraftaufwand nötig
  • begrenzte Tragkraft (vor allem für Kleinwagen und Mittelklasseautos bis etwa 1,5 Tonnen), elektrische Wagenheber dieser Kategorie stärker
  • Stabilität eingeschränkt, aber deutlich besser als bei Storz-Wagenheber
  • ebenfalls günstig (schon ab etwa 10 Euro erhältlich)
Hydraulischer Rangierwagenheber (auch Pneumatik-Modelle erhältlich)
  • flacher Wagenheber auf Rollen, daher sehr flexibel und stabil
  • arbeitet in der Regel hydraulisch, also mit Öldruck, daher weniger Kraft benötigt
  • große Tragkraft von bis zu vier Tonnen, deshalb auch als Wagenheber für SUVs oder kleine Transporter geeignet
  • hebt Fahrzeug durch Hebelarmbewegungen und über entsprechende Hydraulikpumpe an
  • über Ventilschraube lässt sich Wagenheber wieder senken
  • eher ungeeignet für Mitnahme im Auto, da relativ groß und schwer
  • vor allem für Geräte guter Qualität auch deutlich höhere Preise ab etwa 100 Euro
Hydraulischer oder pneumatischer Stempel-Wagenheber
  • für besonders hohe Traglasten bis zu 20 Tonnen ausgelegt; als Wagenheber für Defender, ähnlich große SUVs und Transporter vollkommen ausreichend
  • vor allem in Nutzfahrzeug- und Camper-Branche verwendet
  • arbeitet hydraulisch oder pneumatisch
  • Wagenheber dank Druckluft- oder pneumatischem System leicht zu bedienen
  • vor allem Modelle mit hoher Tragkraft eher teuer
  • Hubhöhe oft stark begrenzt
  • kann unter bestimmten Umständen schneller kippen, daher vor allem von Profis verwendet
Luftkissen- oder Ballon-Wagenheber
  • Kunststoffsack wird unter Auto gelegt und bei laufendem Motor über Auspuffabgase aufgeblasen
  • Wagenheber funktioniert auf Druckluft-Basis
  • kein Kraftaufwand nötig; Traglast in der Regel bis drei Tonnen
  • auch auf unebenen Böden problemlos verwendbar
  • geringere Stabilität und Sicherheit, da Sack reißen oder verrutschen kann
  • aufgrund geringer Größe in unaufgepumpten Zustand auch im Auto mitnehmbar; gute Alternative bei Reifenpannen

3. Wagenheber im Test: Worauf sollten Sie beim Wagenheber-Kauf für Ihr Auto achten?

Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie verschiedene Wagenheber einem Vergleich unterziehen. Zu den wichtigsten Kriterien, die Sie in Ihre Betrachtung einbeziehen sollten, gehören auch:

  • Tragkraft in Tonnen
  • Hubhöhe in mm
  • Unterfahrhöhe
  • Funktionsweise
  • Eignung für spezielle Fahrzeuge

3.1. Die Tragkraft

Mann, der Reifen wechselt, während Auto von Wagenheber gehalten wird

Ein Wagenheber ist im Falle einer Reifenpanne unterwegs unerlässlich und sollte deshalb stets mitgeführt werden.

Das wohl wichtigste Kriterium für Ihren Wagenheberkauf ist die maximale Traglast. Dazu sollten Sie zunächst wissen, welche Fahrzeuge Sie gegebenenfalls anheben möchten und herausfinden, wie viel diese tatsächlich wiegen.

Ein Kleinwagen wiegt circa 1,5 Tonnen, Mittel- und Oberklassewagen können schon einmal 2 Tonnen auf die Waage bringen und für einen SUV sollten Sie einen Wagenheber mit einer Traglast zwischen 2 und 3 Tonnen wählen.

Wollen Sie an einem größeren Transporter, einem Wohnmobil oder einem Caddy arbeiten, sollte Ihr Wagenheber mindestens 3,5, besser noch 4 Tonnen heben können.

Für Nutzfahrzeuge stehen Werkstätten üblicherweise Stempelwagenheber mit Traglasten von bis zu 20 Tonnen zur Verfügung. Allerdings sollten Sie sich bei besonders großen Fahrzeugen eher an einen Fachmann wenden und selbst nur dann Hand anlegen, wenn Sie fachspezifische Vorkenntnisse besitzen.

3.2. Die Hubhöhe

Selbstverständlich ist ein Wagenheber nicht mit einer professionellen Hebebühne oder einer Grube vergleichbar, wenn es um den Platz geht, den der Arbeitende unter dem Auto zur Verfügung hat.

In den meisten Fällen, wie etwa für den klassischen Reifenwechsel zuhause, ist jedoch eine geringere Hubhöhe von circa 30 bis 40 Zentimetern vollkommen ausreichend.

Schließlich müssen Sie nicht zwingend in jedem Fall unter dem Auto agieren. Sollte das doch der Fall sein, achten Sie darauf, einen Wagenheber zu wählen, der extra hoch gepumpt werden kann. Vor allem für Transporter und Wohnmobile kann das unter Umständen nötig sein.

3.3. Die Unterfahrhöhe

Insbesondere Besitzer tiefergelegter Autos könnten mit einigen handelsüblichen Wagenhebern Probleme bekommen. Das Fahren unter das Auto ist dann oft gar nicht erst möglich, sodass auch ein Aufbocken nicht stattfinden kann.

Für exakt diesen Zweck gibt es jedoch extra flache Wagenheber, die sich problemlos auch unter sehr flachen Karosserien platzieren lassen. Messen Sie vor dem Kauf eines Wagenhebers daher unbedingt den Abstand zwischen Ihrem Fahrzeugboden und einer ebenen Standfläche aus, um ein Modell in der richtigen Höhe zu wählen.

3.4. Die Funktionsweise des Wagenhebers

Neben den hydraulischen Modellen, bei denen Sie durch Betätigen des Hebels eine Ölpumpe aktivieren, die wiederum Öl in einen Kolben presst, was letztlich die Hebebewegung auslöst, finden sich auch pneumatische Modelle auf dem Markt.

Diese Wagenheber arbeiten auf Druckluft-Basis. Welche Vor- und Nachteile das mit sich bringt, haben wir für Sie in folgender Tabelle zusammengetragen.

    Vorteile
  • meist sehr komfortable, einfache Handhabung
  • Pumpen entfällt; praktisch kein Kraftaufwand nötig
  • vor allem für schwere Fahrzeuge sinnvoll (zum Beispiel als Wagenheber für Defender, Wohnwagen, Transporter, etc.), da Stempel-Wagenheber oftmals leistungsstärker sind
    Nachteile
  • benötigen Druckluft-Quelle (bei Ballon-Wagenhebern meist Auspuff, bei pneumatischen Rangier- und Stempelwagenhebern in der Regel Kompressor)
  • Rangier- und Stempelwagenheber teurer als hydraulische Modelle

3.5. Eignung für spezielle Fahrzeuge

Stempel-Wagenheber in Rot, der ein Auto hält

Mit einem Stempel-Wagenheber können Sie auch schwerere Fahrzeuge spielend leicht anheben.

Möchten Sie nicht unbedingt ein Auto, sondern andere Fahrzeuge anheben, haben Sie auch dafür verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

So werden zum Beispiel spezielle Wagenheber für das Motorrad angeboten, auf denen Sie Ihr Bike zuverlässig sichern und dennoch bequem daran arbeiten können.

Die Traglast beläuft sich bei diesen Modellen häufig auf etwa 500 Kilogramm maximal, sodass auch ein schweres Motorrad gehoben werden kann.

Auch für Quads können Sie Wagenheber für Motorräder oft nutzen. Gegebenenfalls reicht hier allerdings ein herkömmlicher Heber für Autos aus, insofern lediglich einfache Arbeiten in geringer Hubhöhe verrichtet werden sollen.

4. Welche Wagenheber-Marken sind bei Profi- wie Hobby-Mechanikern besonders beliebt?

Scheren-Wagenheber in Rot

Ein Scheren-Wagenheber ist besonders günstig und aufgrund seiner geringen Größe leicht im Fahrzeug zu verstauen.

Wagenheber werden von verschiedenen Herstellern angeboten, darunter bekannte Maschinen- und Werkzeughersteller, aber auch Marken der Reifenbranche.

Zu den in Österreich beliebtesten Anbietern von Wagenhebern gehören unter anderem:

  • Kunzer
  • Güde
  • Rodcraft
  • Michelin
  • Deuba
  • Mannesmann

5. Häufig auftretende Fragen zum Thema Wagenheber

Möchten Sie noch mehr über Wagenheber erfahren? Im Anschluss an unsere Kaufberatung haben wir für Sie auf Krone.at einige häufig gestellte Fragen zum Thema beantwortet.

5.1. Was kostet ein Wagenheber?

Was ein Wagenheber kostet, kann kaum pauschal beantwortet werden, da hier mehrere Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Die sehr kleinen und einfachen Scheren- oder Storz-Wagenheber sind im Vergleich zu hydraulisch, elektrisch oder pneumatisch betriebenen Modellen deutlich günstiger und bereits ab 10 Euro erhältlich.

Zudem gehen hochwertigere Materialien und eine gute Qualität natürlich ebenfalls mit höheren Preisen einher. Entsprechend zahlen Sie auch mehr für ein Modell mit höherer Tragkraft, das als Wagenheber für Caddys, SUVs und Transporter genutzt werden kann.

Haben Sie spezielle Ansprüche an einen Wagenheber, etwa eine extra flache Form, um auch tiefergelegte Autos anheben zu können, kostet das ebenfalls häufig mehr. Gleiches gilt für Wagenheber, die extra hoch heben können.

5.2. Wie kann ich meinen Wagenheber entlüften?

Rangier-Wagenheber unter einem Auto, dem ein Rad fehlt

Mit einem Rangierwagenheber lassen sich nicht nur Reifenwechsel, sondern auch kleinere Reparaturen durchführen.

Während des Betriebs eines Wagenhebers kann es dazu kommen, dass sich kleinere Luftblasen im Ölkreislauf bilden. Schlimmstenfalls kann das zu Schäden am Gerät und einer eingeschränkten Leistung des Wagenhebers führen. Ein regelmäßiges Entlüften des Wagenhebers ist daher besonders wichtig.

Pumpen Sie dazu Ihren Wagenheber bei geschlossener Ventilschraube so weit wie möglich nach oben. Öffnen Sie dann die Schraube komplett und drücken Sie leicht die Auflagefläche des Wagenhebers nach unten. Gegebenenfalls muss dieser Vorgang einige Male wiederholt werden.

Dass sich keine Luft mehr im System befindet, merken Sie daran, dass der Wagenheber deutlich leichtgängiger zu bedienen ist.

5.3. Welcher Wagenheber schneidet im Test der Stiftung Warentest am besten ab?

Leider führte das Verbraucherschutzinstitut bislang keinen umfassenden Wagenheber-Test durch. Daher können wir Ihnen an dieser Stelle auch keinen eindeutigen Testsieger unter den Wagenhebern präsentieren. Mithilfe unserer Kaufberatung auf Krone.at können Sie jedoch Ihren ganz eigenen Testsieger unter den Hebegeräten finden.

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