FPÖ auf Platz 1

SPÖ verliert in Wien: Babler schweigt zu Umfrage

Innenpolitik
26.04.2026 16:12

Eine rote Achterbahnfahrt: Auf den Jubel am SPÖ-Parteitag folgt Ernüchterung durch eine Umfrage, die die FPÖ erstmals auf Platz 1 sieht und damit Parteichef Andreas Babler klar unter Druck bringt.

Freud und Leid liegen bekanntlich nah beieinander: Das bekommt aktuell die Wiener SPÖ zu spüren. Gerade noch darf sich Bürgermeister Michael Ludwig über 92,3 Prozent der Stimmen an seinem Parteitag freuen, schon wird er mit einer Umfrage konfrontiert, die es in sich hat. Denn die FPÖ liegt erstmals in der roten Hochburg Wien vorne: Würde am Sonntag der Nationalrat gewählt, kippt auch die Bundeshauptstadt Wien ...

Kein Wunder, dass die Freiheitlichen das Ergebnis feierten: Von EU-Abgeordneten Harald Vilimsky bis zum Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp verbreiteten die Blauen quasi „die frohe Botschaft“ in den sozialen Medien – und deuteten die Umfrage als klares Signal für einen politischen Stimmungsumschwung.

Babler: „Kein Kommentar“, Ludwig „haben derzeit keine Wahl“
Deutlich bedeckter: die Sozialdemokraten. Was sagt SPÖ-Chef Andreas Babler dazu? Am Wiener Parteitag am Samstag ließ er mit einer klaren Ansage an die FPÖ aufhorchen: Die „Orbans und Kickls“ dieser Welt, würden „nur oft so laut schreien – nicht weil sie so gute Konzepte haben –, sondern weil sie in Wahrheit schon spüren, dass ihre Zeit gekommen ist.“ Dieser Prophezeiung widerspricht noch am selben Abend die Umfrage klar. Auf „Krone“-Anfrage, wie der Vizekanzler das nun einschätzen würde, wollte Babler allerdings keinen Kommentar mehr abgeben.

Die Umfrage würde die derzeitige Lage in der Bundespolitik widerspiegeln, ist aus roten Rathauskreisen zu hören. Außer Frage stehe für die SPÖ Wien aber, dass das Ziel natürlich ist, bei der nächsten Nationalratswahl auf Platz 1 zu sein. Michael Ludwig zeigte sich im „Krone“-Gespräch unaufgeregt: „Es gibt derzeit keine Wahl, das sind Umfragen in einer herausfordernden Situation und man wird am Wahltag sehen – wenn die Parteien aufgefordert sind deutlich zu machen, wofür sie stehen – wie die Wähler dann entscheiden“, so der Bürgermeister, der die Frage aufwirft: „Kennen Sie viele Vorschläge der FPÖ? Nein, die schauen zu, wie sich in einer schwierigen Situation die anderen abmühen. Soll so sein, aber bei einem Wahlkampf werden dann Themen gefordert werden, um Probleme zu lösen.“

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