Kaufberatung: Finden Sie mit uns das beste Produkt in unserem Winterreifen Vergleich 2021

Ein kurzer Überblick
  • Ein Winterreifen muss auf Ihr Auto passen, wie es im Fahrzeugschein ausgewiesen ist. Das bedeutet: Sie müssen die Reifenbreite, den Reifenquerschnitt und den Felgendurchmesser kennen, bevor Sie Winterreifen kaufen.
  • Bezüglich des Fahrverhaltens gilt: Sicherlich muss ein Winterreifen gut auf Schnee, Eis und Nässe zurechtkommen. Allerdings entscheiden in unserem Winterreifen-Vergleich 2021 auch die Trockenfahreigenschaften darüber, wer gut abschneidet.
  • Für mehr Fahrkomfort empfiehlt die Krone.at-Redaktion Winterreifen mit geringer Geräuschbelastung (Lautstärke in dB). Wer auch im Winter schnell unterwegs sein möchte, braucht Winterreifen mit einem entsprechenden Geschwindigkeitsindex.

Winterreifen Test

Winterreifen sind Pflicht. Sobald der Winter vor der Tür steht und die Temperaturen unter 7 °C sinken, müssen sich Autofahrer jedes Jahr aufs Neue mit dem Thema Winterreifen beschäftigen. Als Faustregel für den Reifenwechsel gilt: von O bis O. Winterreifen sind von etwa Oktober bis Ostern in Gebrauch. Pflicht sind Winterreifen in Österreich vom 1. November bis 15. April bei winterlichen Straßenverhältnissen und wenn Sie das Fahrzeug tatsächlich fahren.

Durch das spezielle Profil und die Materialzusammensetzung bieten sie mehr Grip bei Eis und Schnee. Dabei gibt es heute eine Vielzahl von Reifenherstellern. Zu den bekanntesten Herstellern und Marken in diversen Winterreifen-Tests im Internet zählen Continental, Michelin, Pirelli, Bridgestone und Dunlop. Bei der Auswahl gibt es ein paar wichtige Kriterien. So müssen die Reifen beispielsweise für das Fahrzeug zugelassen sein. Einige Kriterien beeinflussen die Kaufentscheidung mehr als andere, wie der folgende Ratgeber der Krone.at-Redaktion zeigt.

1. Winterreifen im Sommer fahren, Ganzjahresreifen im Winter … Was macht überhaupt Sinn?

Winterreifen mit Alpine-Symbol

Winterreifen sind speziell gekennzeichnet. Bislang galt die M+S-Kennzeichnung. Seit dem 1. Januar 2018 gibt es das sogenannte Alpine-Symbol: ein Piktogramm mit Bergen und einem Schneeflockensymbol. Bis zum Jahr 2024 gilt eine Übergangsfrist, in der beide Symbole zulässig sind. Danach sind Reifen mit der M+S-Kennzeichnung nicht mehr zulässig. Die Qualitätsstandards für Reifen mit dem Alpine-Symbol sind strenger. Damit soll die Sicherheit auf der Straße verbessert werden.

Nicht nur Winterreifen sind mit dem M+S-Symbol oder dem Alpine-Piktogramm gekennzeichnet und damit im Winter erlaubt. Die Symbole finden sich auch auf Ganzjahresreifen. Was die Sicherheit anbelangt, können die Ganzjahresreifen nicht mit den Winterreifen mithalten.

Fahrverhalten

Um auf Schnee gut fahren zu können, brauchen Sie gute Winterreifen. Ganzjahresreifen wären nur ein schlechter Kompromiss.

Allerdings müssen viele Autofahrer im Jahresverlauf Kompromisse eingehen im Hinblick auf unterschiedliche Witterungs- und Straßenbedingungen. Für den urbanen Raum und milde Winter sind Ganzjahresreifen eine echte Alternative zu Winterreifen. In den bergigen Gegenden sind Winterreifen hingegen Pflicht.

Die Qualität der einzelnen Hersteller ist in den letzten Jahren immer besser geworden, zeigen diverse Winterreifen-Tests im Internet. Auch die Stiftung Warentest widmet jeder Reifenart einen eigenen Test. Wenn Sie allerdings viel in winterlicher Witterung unterwegs sind, haben Winterreifen mit der entsprechenden Performance auf Schnee und Eis ganz klar die Nase vorn. Sie sorgen für Sicherheit und geringe Bremswege – auch wenn viel Schnee und Eis auf der Straße liegt.

Ein Pendant zur Winterreifenpflicht, also das Verbot, im Sommer mit Winterreifen zu fahren, gibt es nicht in Österreich. Sinnvoll, wirtschaftlich und effizient ist es dennoch nicht.

Fazit der Krone.at-Redaktion: Grundsätzlich die beste Wahl ist es, im Sommer mit Sommerreifen und im Winter mit Winterreifen zu fahren. Diese Reifen sind perfekt auf die jeweiligen Witterungsbedürfnisse abgestimmt. Winterreifen im Sommer zu fahren, ist ebenso ungünstig wie Winterreifen das ganze Jahr zu fahren. Der Grund: Die Gummimischung ist auf die Temperaturen und die Straßenbeläge abgestimmt, was bedeutet: Winterreifen fahren Sie im Sommer im Nu ab. Ihnen ist es einfach zu warm. Damit ist es auch nicht sehr wirtschaftlich, Winterreifen im Sommer oder das ganze Jahr über zu fahren.

2. Stichwort Reifen-Kennzeichnung. Was ist die richtige Reifengröße?

Besonders wichtig beim Kauf neuer Winterreifen ist die Reifengröße, damit die Sicherheit auf der Straße gewährleistet ist. Es gibt dabei große Unterschiede, die abhängig sind vom Typ des Fahrzeugs. Die korrekte Reifengröße können Sie dem Fahrzeugschein entnehmen.

Dabei sind einige Besonderheiten zu berücksichtigen: In der Regel kommen verschiedene Reifengrößen für ein Fahrzeug infrage. Sie sollten nicht die höchstmögliche Reifengröße wählen. Im Idealfall sind die Reifen nur geringfügig größer als die Mindestgröße. Schmalere Reifen haben einen besseren Grip bei Schnee und Eis.

Das hat folgenden Grund: Bei schmaleren Reifen lastet das Fahrzeuggewicht auf einer kleineren Fläche. Das Winterreifenprofil kann dann seine Wirkung und seine Gripeigenschaften am besten entfalten. Ein anderes wichtiges Kriterium ist der Speedindex. Das ist die für den Reifen zulässige Höchstgeschwindigkeit. Sie sollte zum Fahrzeug passen und lieber großzügiger als zu gering bemessen sein. Sie dürfen die auf dem Reifen angegebene Höchstgeschwindigkeit nur dann überschreiten, wenn in der Windschutzscheibe ein entsprechender Aufkleber angebracht ist.

Geschwindigkeitsklasse zulässige Höchstgeschwindigkeit der Winterreifen
T 190 km/h
U 200 km/h
H 210 km/h
V 240 km/h
W 270 km/h
Y 300 km/h

2. Stichwort Haltbarkeit. Wie lange halten Winterreifen?

Winterreifenpflicht

Von November bis April sind Winterreifen in Österreich Pflicht.

Wie lange ein Winterreifen konkret hält, ist von verschiedenen Faktoren abhängig, die nichts mit dem Reifen selbst zu tun haben. Dazu gehören:

  • Reifenmodell
  • Druck im Winterreifen
  • Fahrleistung pro Jahr
  • Fahrweise
  • Achseinstellung

Ein guter Winterreifen kann nach sechs oder sieben Jahren schon vollständig abgenutzt sein. Entscheidend für den Kauf neuer Reifen sind die Profiltiefe der Winterreifen und das Alter. Je nach Gummimischung und fortschreitender Beanspruchung kann ein Reifen auch schon früher sehr stark abgenutzt sein. Nach zehn Jahren sollten Sie die Reifen allerdings spätestens austauschen.

Sind sichtbare Schäden entstanden, beispielsweise durch Materialermüdung oder eine Kollision mit dem Bordstein, müssen Sie die Winterreifen entsorgen. Prüfen Sie regelmäßig den Druck im Winterreifen, um eine gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten.

2.1. Wie alt dürfen Winterreifen maximal sein?

In der Straßenverkehrsordnung ist kein maximaler Zeitraum für die Nutzung der Winterreifen vorgeschrieben. Allerdings härtet die Gummimischung mit zunehmendem Alter der Winterreifen aus und wird spröde. Dadurch verliert der Winterreifen seine spezifischen Fahreigenschaften. Sind die Reifen bereits sechs Jahre alt, sollte ein Fachmann die Reifen vor der Montage kontrollieren. Sie sparen an der falschen Stelle, wenn Sie überalterte Winterreifen fahren.

2.2. Wann ist es Zeit für neue Winterreifen?

Achten Sie auf Ihre Winterreifen, erkennen Sie schnell, wann es Zeit ist, neue Winterreifen zu kaufen. Die folgenden Indizien sprechen für neue Winterreifen:

  • Profiltiefe der Winterreifen ist unter 4 mm (Tipp: Profilmesser verwenden)
  • Reifen weisen sichtbare Schäden auf (Tipp: Winterreifen einlagern und checken)
  • Reifen sind älter als acht Jahre (Tipp: Alter steht auf Winterreifen)

3. Welche Felgen sind für den Winter geeignet?

Profilmesser

Mit dem Profilmesser können Sie schnell die Profiltiefe Ihrer Winterreifen prüfen.

Felgen geben dem Reifen Stabilität. Die Entscheidung für Alu- oder Stahlfelgen hängt von persönlichen Kriterien ab, wie Qualität, Preis und Design. Stahlfelgen sind häufiger in Gebrauch, weil sie deutlich günstiger sind. Neue Winterräder können Sie wahlweise auf Alu- oder auf Stahlfelgen aufziehen.

Alufelgen haben diesen besonderen Look, weshalb sie vielen Autofahrern so gut gefallen. Das soll natürlich jeder auch im Winter sehen. Winterreifen auf Stahlfelgen sind hingegen die bessere Variante. Felgen aus Stahl sind robust und widerstehen Streusalz oder Split viel besser. Sie können oberflächlich Rost ansetzen, was nicht schön aussieht, ansonsten jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Stabilität hat. Daher ist es ein sinnvoller Kompromiss, im Sommer die Alufelgen zu fahren und im Winter den Reifen komplett mit den Felgen zu wechseln.

Die folgende Tabelle zeigt, was für und was gegen Stahl- bzw. Alufelgen im Winter spricht:

Art der Felge Vorteile Nachteile
Winterreifen auf Stahlfelgen + stabil, robust, langlebig
+ trotzen Split und Streusalz
- setzen Rost an
- sind optisch weniger sehenswert
Winterreifen auf Alufelgen + optisch ansehnlich - leiden sehr unter Split und Streusalz

Fazit der Krone.at-Redaktion: Bei der Wahl der Felgen für Ihre Winterreifen können Sie aus optischen Gründen Alufelgen wählen oder aus funktionellen Gründen auf Stahlfelgen setzen. Kaufen Sie Winterreifen mit Felgen, also Winterreifen-Kompletträder, um sich bei der Anschaffung etwas sparen zu können.

4. Kaufberatung: Was kosten Winterreifen bei Tests im Internet?

Ein Auswahlkriterium für die passenden Winterreifen ist für viele auch der Preis. Die Unterschiede können erheblich sein. Für Markenreifen, wie Dunlop oder Continental, müssen Sie meistens etwas mehr Geld kalkulieren als für die Modelle von Handelsmarken.

Allerdings haben Markenreifen meistens einen Vorteil: Die Qualität ist durchweg gut. Zudem warten die Hersteller immer wieder mit innovativen Technologien auf, die den Grip verbessern sollen.

Einige Reifenhersteller bieten günstigere Alternativen an, um auch die preissensibleren Zielgruppen zu erreichen. Diese gibt es jedoch unter einem anderen Namen.

In der folgenden Tabelle sind die Handelsmarken der großen Hersteller zu finden:

Hersteller Handelsmarken
Continental Barum, Semperit, Uniroyal
Dunlop, Goodyear Fuld
Bridgestone Firestone, Dayton

Weitere Kosten entstehen durch Wuchten und Montage. Zusammen kommen pro Reifen noch 10 bis 20 Euro dazu. Das Wuchten der Reifen ist für die Sicherheit unverzichtbar.

4.1. Welche Winter-Pkw-Reifen liegen im Premium-Segment?

In diversen Winter-Pkw-Reifen-Tests im Internet lässt sich ausmachen, welche Winterreifen im Premium-Segment zu verorten sind.

Reifen im Premium-Segment haben meist klangvolle Namen wie Bridgestone, Continental, Goodyear, Michelin oder Pirelli. Die global agierenden Reifenhersteller haben viel Erfahrung und technisches Know-how. Die Reifen haben beste Eigenschaften, hohe Qualität und hohe Preise.

Preisinfo der Krone.at-Redaktion: Ein einzelner Winterreifen kostet nicht selten zwischen 70 und 120 Euro oder mehr.

4.2. Welche Winter-Pkw-Reifen liegen im mittleren Premium-Segment?

Es ist nicht zwingend so, dass ein hoher Preis ein Garant für hohe Qualität ist und die besten Winterreifen auszeichnet. Umgekehrt gilt das Gleiche. Ein moderater Preis bedeutet nicht automatisch schlechte Fahreigenschaften.

Hier kann Ihnen ein Blick in Winterreifen-Tests im Internet weiterhelfen. Es gibt ein preisliches Mittelfeld, das mit den Qualitätsreifen der großen Hersteller mithalten kann. Die Handelsmarken in obiger Tabelle kommen alle von Premium-Herstellern.

Preisinfo der Krone.at-Redaktion: Ein Winterreifen in dieser Kategorie kostet zwischen 50 und 80 Euro.

4.3. Wie teuer sind Budgetreifen?

Zahlreiche Hersteller bieten ihre Reifen im unteren Preissegment an. Hierbei sind kaum große Marken zu finden. Spezialisten in dem Segment kennen Anbieter wie beispielsweise Petlas, Sava, Achiles oder Superia.

Die meisten dieser Winterreifen werden in Asien hergestellt, was nicht von vornherein als schlecht einzustufen ist.

Im Budgetsegment kosten Winterreifen zwischen 40 und 70 Euro pro Reifen. Sie gelten als die günstigsten Winterreifen.

4.4. Wie wirken sich Winterreifen auf den Spritverbrauch aus?

Winterreifen Alter

Wenn Sie Ihre Winterreifen einlagern, prüfen die Werkstatt-Profis in der Regel auch den Luftdruck und die Profiltiefe.

Sobald die Winterreifen montiert sind, geht automatisch der Spritverbrauch nach oben. Das ist normal. Doch auch hier gibt es Qualitätsunterschiede. In den Reifenbeschreibungen der Hersteller finden sich selten Hinweise darauf, wie viel höher der Verbrauch wirklich ist.

Auch hier hilft der Blick in Winterreifen-Tests im Internet. Die Tester ermitteln häufig, wie die Verbrauchswerte der einzelnen Modelle sind (Stichwort: Kraftstoffeffizienzklasse) und küren dann entsprechende Winterreifen-Testsieger in der Kategorie Spritverbrauch.

Der höhere Verbrauch ist in erster Linie auf minderwertigere Gummimischungen zurückzuführen. Das günstigere Material hat dabei auch Auswirkungen auf die Fahreigenschaften und die Sicherheit. Nicht zuletzt ist auch die Lebensdauer der Reifen nicht so lang. Sie nutzen sich schneller ab und Sie müssen eher wieder neue Reifen kaufen.

Insbesondere bei den billigen Winterreifen kommt es häufig zu einem sehr viel höheren Spritverbrauch. Der Sparvorteil beim Kauf kann sich dann leicht ins Gegenteil verkehren. Die Reifen kosten dann am Ende viel mehr, als wenn Sie gleich die höherwertigeren Reifen gekauft hätten. Auf Dauer kann es sich wirklich lohnen, einen guten Reifen zu kaufen, der einen geringen Durchschnittsverbrauch mit sich bringt.

5. Was sind wichtige Fragen und Antworten rund um Winterreifen?

5.1. Welche Profiltiefe müssen Winterreifen haben?

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm für Sommerreifen und 4 mm für Winterreifen. Das ist auch die Mindestprofiltiefe, die viele Experten empfehlen. Ihre Reifen sollten allerdings aus Sicherheitsgründen mehr Profil aufweisen. Abgenutzte Reifen haben beispielsweise einen längeren Bremsweg. Bei einer Geschwindigkeit von 70 km/h kann der Bremsweg um bis zu 10 m länger sein als bei einem Reifen mit 8 mm Profiltiefe.

5.2. Was passiert, wenn die Reifen im Winter drauf bleiben?

Winterreifen als Ganzjahresreifen zu missbrauchen, ist wenig empfehlenswert. Die Reifen sind auf kalte Temperaturen ausgelegt, daher haben sie eine weichere Gummimischung. Bleiben diese Reifen den Sommer über in Gebrauch, führt dies zu stärkerem Verschleiß, höherem Spritverbrauch, längerem Bremsweg und Verschlechterung der Fahrstabilität. Winterreifen im Sommer zu verwenden ist nicht ratsam.

5.3. Bezahlt die Versicherung bei einem Unfall mit Sommerreifen im Winter?

Wenn Ihr Auto, das trotz Wintersaison noch immer mit Sommerreifen ausgestattet ist, auf vereisten, verschneiten, winterlichen Straßen mit einem anderen Auto kollidiert, kann daraus eine Mitschuld resultieren. Durch die Sommerreifen könnte der Bremsweg verlängert sein. Sie können dadurch in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung ins Malus rutschen. Bei einer Kaskoversicherung geht der Kraftfahrer leer aus, weil grob fahrlässiges Verhalten unterstellt wird. Die Rechtsprechung wertet Sommerreifen bei winterlichem Wetter als „auffallende Sorglosigkeit“.

5.4. Gibt es Winterreifen für Motorrad und Fahrrad?

Für Motorräder stellen einzelne Hersteller M+S-Reifen her; Winterreifen fürs Fahrrad gibt es hingegen nicht.