Swift-Terrorprozess

Lächelnder Beran A. optisch deutlich verändert

Niederösterreich
28.04.2026 08:50

Der 21-jährige Beran A. wird zum Prozessstart am Dienstag den geplanten Anschlag auf ein Konzert des US-Superstars Taylor Swift in Wien im August 2024 wohl gestehen. Eine Beteiligung an einem Mordversuch in Mekka bestreitet er aber. Alle wichtigen Ereignisse aus dem Gerichtssaal können Sie im krone.at-Liveticker verfolgen.

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Der Auftakt des Terrorprozesses wird von technischen Problemen überschattet: Noch vor Beginn muss eine Pause eingelegt werden. Im Saal zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Angeklagten – während Beran A. ruhig und teils gelassen wirkt, erscheint der Mitangeklagte sichtlich angeschlagen. 
  • Im Falle einer Verurteilung wegen der Beitragstäterschaft zum versuchten Mord in Mekka drohen beiden 21-Jährigen zehn bis 20 Jahre Haft. Beim Prozessstrang zum geplanten Anschlag auf das Konzert von Taylor Swift ist das Strafmaß geringer. Urteile sollen am 21. Mai fallen.
  • Vor dem Prozess ließ die Anwältin von Beran A., Anna Mair, wissen, dass der Ternitzer ein Teilgeständnis ablegen wird. Zu dem Swift-Anschlag will er sich schuldig bekennen, für die Unterstützung des Terror-Plans in Mekka hingegen nicht.
  • Dem 21-jährigen Beran A. wird eine Vielzahl von Straftaten vorgeworfen, unter anderem ein geplanter Anschlag auf eines der Taylor-Swift-Konzerte in Wien am 9. August 2024 und die Beitragstäterschaft zu einem Mordversuch in Mekka.
  • Zusammen mit Arda K. – auch er sitzt in Wiener Neustadt auf der Anklagebank wegen Beitragstäterschaft – planten Beran A. und Hasan E. eine Anschlagsserie in Dubai, Istanbul und Mekka. Hasan E. setzte seinen Plan in der Heiligen Moschee um. Er sitzt in Saudi-Arabien in Haft, ihm droht die Todesstrafe.

Der krone.at-Ticker zum Mitlesen:

Was als internationale Terrorwarnung begann und zur Absage mehrerer Großkonzerte des US-Weltstars Taylor Swift führte, endet nun vor Gericht: Beran A. gilt als Drahtzieher und ist dringend tatverdächtig, einen Anschlag auf auf ein Konzert von Taylor Swift im August 2024 geplant zu haben.

Messerattentat in Mekka
Laut Anklägerin habe er zudem im Frühling 2024 einen Dreifachanschlag auf „Ungläubige“ zusammen mit dem Mitangeklagten Arda K. und dem in Saudi-Arabien in Haft sitzenden Hasan E. in Dubai, Istanbul und Mekka verüben wollen. Hasan E. zog den Plan durch und beging ein Messerattentat auf einen Sicherheitsbeamten vor der Heiligen Moschee. 

„Terroranschlag im Namen des IS“
Beran A. suchte nach seiner Rückkehr aus Dubai nach neuen potenziellen Anschlagszielen. „Spätestens am 21. Juli 2024 stand sein Entschluss fest, beim geplanten Konzert der US-amerikanischen Sängerin Taylor Swift am 9. August 2024 in Wien einen Terroranschlag im Namen des IS zu begehen“, heißt es in der Anklageschrift. Am 7. August 2024 wurde er nach der Durchsuchung seiner Wohnung festgenommen.

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