- Ein Elektroroller ist ein Gefährt, das ohne Benzin auskommt. Der E-Roller fährt mit Akku und ist damit günstig und umweltfreundlich. Ein wichtiges Kriterium ist die Reichweite des Akkus, der im besten Fall über 80 Kilometern liegt.
- Motorleistung und PS geben an, wie schnell der Elektroroller fahren kann. 4 PS und mehr sind vergleichsweise gute Werte für einen E-Roller.
- Nicht jeder Elektroroller darf in jedem Alter gefahren werden. 15-Jährige dürfen E-Roller nur unter 25 Stundenkilometern fahren. Ab 16 Jahren ist die Maximalgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern erlaubt.

Ein Elektroroller ist die umweltfreundliche, schadstofffreie und geräuscharme Alternative zum Motorroller. In der Anschaffung etwas teurer, machen sie sich dennoch nach kurzer Zeit bezahlt, da Strom deutlich günstiger ist als Benzin. Bei den verschiedenen Modellen gibt es deutliche Unterschiede in der Qualität. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Verarbeitung oder der Leistung, sondern vor allem auch in der Reichweite des Akkus und der Höchstgeschwindigkeit, wie der folgende Ratgeber der Krone.at-Redaktion zeigt.
1. Welche Leistung hat der Motor eines Elektrorollers?
Wie schnell ein Elektroroller fährt und wie viel Last er transportieren kann, hängt maßgeblich vom Motor ab. Die meisten Elektroroller erreichen 45 km/h. Doch die Endgeschwindigkeit ist es gar nicht, die den großen Unterschied macht. Auch schwächere Motoren erreichen diesen Wert.
Tipp: In Elektroroller-Tests im Internet sind große Leistungsunterschiede bei der Beschleunigung festzustellen. Je mehr Watt ein E-Roller hat, umso besser beschleunigt er und erreicht schneller die Höchstgeschwindigkeit.
1.1. Ab wann ist ein E-Roller-Führerschein nötig?

Eine hohe Wattzahl wirkt sich positiv auf die Beschleunigung aus.
2.000 Watt entsprechen 2,7 PS, das sollte die Mindestleistung des Elektromotors sein. Ein E-Roller mit 2 PS, das entspricht 1400 Watt, hat eine geringe Motorleistung. Dadurch ist die Beschleunigung geringer und auch bei der Geschwindigkeit am Berg ist der zu schwache Motor leicht zu erkennen.
Wenn eine gute Beschleunigung für Sie wichtig ist oder Sie häufig in einer hügeligen Gegend unterwegs sind, empfehlen wir Ihnen einen Elektroroller mit 4 kW, das entspricht 4.000 Watt oder 5,44 PS. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass dafür ein entsprechender Elektroroller-Führerschein erforderlich ist – ebenso wie für Elektroroller mit 6.000 Watt und noch mehr Leistung.
» Mehr Informationen1.2. Welche Hersteller bieten die schnellsten E-Roller?
Zur Auswahl stehen auch deutlich schnellere Modelle beispielsweise Elektroroller von BMW, Trinity Electric oder Eccity Artelec. Sie schaffen bis zu 120 km/h. Auch diese Marken sind in der Riege der elektrischen Roller häufig zu lesen:
- Kumpan
- Bosch
- Kymco
- Peugeot
- Nova Motors
- Yamaha
- Piaggio
Tipp der Krone.at-Redaktion: Häufig gibt es im Internet Schnäppchen, die so im Fachhandel in Österreich nicht zu finden sind. Es lohnt sich nachzuschauen. Es gibt übrigens auch schicke Retro-Elektroroller, die sich – ähnlich wie die Elektro-Vespa, ein Elektro-Moped – an den ästhetischen Modellen der 50er- und 60er-Jahre orientieren. Auch der Chopper Elektroroller ist ein wahrlich kultiges Gefährt aus der Kategorie der elektrischen Roller. Bitte beachten Sie, dass auch für einen Chopper Elektroroller dieselben Sicherheitsregeln gelten: Ab einer bestimmten Geschwindigkeit brauchen Sie einen Führerschein. Auch besteht Versicherungs- und Helmpflicht.
» Mehr Informationen2. Worauf kommt es beim Akku des Elektrorollers an?
Mythos Memory-Effekt
Sie schaden dem Akku nicht, wenn Sie ihn laden, bevor er vollständig entladen ist. Weder bei Blei-Akkus noch bei Lithium-Ionen-Akkus setzt der Memory-Effekt ein.
Eine gute Akkuleistung und eine hohe Reichweite sind wichtige Qualitätsmerkmale eines guten Elektromotorrollers. Hier liegt auch der größte Unterschied zu den Rollern mit Benzinmotor: Benziner schaffen mit einer Tankfüllung durchschnittlich 300 Kilometer, während Elektroroller durchschnittlich nur 60 Kilometer schaffen, bevor sie wieder an die Ladestation müssen. Einige Modelle fahren sogar nur 40 Kilometer Wegstrecke. In diversen Elektroroller-Tests schafften es nur wenige, besonders hochwertige Modelle, auf eine Reichweite von 80 Kilometern.
Tipp: Sie sollten einen Elektroroller wählen, der mindestens 60 Kilometer mit einer Akkuladung schafft. Bei geringerer Reichweite hängt das Fahrzeug ständig an der Steckdose.
2.1. Ist die Batterie im Elektroroller fest verbaut?

Mit einem Akku, der eine Reichweite von 100 Kilometern hat, wird der Elektroroller zum Ausflugsmobil.
In der Regel sind in einem Elektroroller Lithium-Ionen-Akkus oder Blei-Akkus eingebaut. Die Speicherkapazität von Lithium-Ionen-Akkus ist gegenüber Blei-Akkus viel höher, was zur Folge hat, dass die Reichweite höher ist. Zudem haben diese Akkus ein geringeres Gewicht.
Manche Elektroroller haben den Akku nicht fest eingebaut. Er lässt sich leicht entnehmen. Auf diese Weise können Sie den Akku ganz bequem in der Wohnung aufladen.
Wichtig bei einem guten Akku ist auch die Ladedauer. Das vollständige Laden sollte nicht mehr als acht Stunden dauern. Die genaue Ladezeit der verschiedenen Modelle ist in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs bei den technischen Daten zu finden. In unserem Elektroroller-Vergleich 2023 / 2024 liegen die Ladezeiten zwischen 2 und 8 Stunden.
» Mehr InformationenTipp: Bleibt der E-Roller längere Zeit unbenutzt stehen, kann der Akku des Elektrorollers sich zum Teil entladen. Ist das Fahrzeug länger als drei Monate unbenutzt, sollten Sie den Akku vor der nächsten Fahrt in jedem Fall aufladen.
2.2. Wie oft ist ein Akku wieder aufladbar?
Die Anzahl der Ladezyklen hängt vom verwendeten Akku ab. Abhängig vom Akku sind zwischen 500 und 1.000 Ladezyklen, manchmal sogar mehr, möglich. Dabei gilt: Lithium-Ionen-Akkus halten wesentlich länger als Blei-Akkus. Wichtig ist, den Akku so oft wie möglich zu laden und eine Tiefenentladung zu vermeiden.
» Mehr Informationen2.3. Welche weiteren Faktoren beeinflussen die Reichweite?
Weitere Faktoren, die die Reichweite beeinträchtigen, sind Fahrbahnbeschaffenheit und Gewichtsbelastung. Je mehr Gewicht das Fahrzeug bewegen muss, umso schneller ist der Akku leer. Entscheidende Daten in Elektroroller-Tests sind in diesem Zusammenhang das Eigengewicht und die maximale Zuladung. Die meisten Modelle bringen selbst unter 100 Kilogramm auf die Waage. Sie könnten allerdings bei den besten Elektrorollern über 180 Kilogramm zuladen.
Auch extrem niedrige Temperaturen wirken sich negativ auf die Akkulaufzeit aus. Deshalb sollte der Akku des E-Rollers bei niedrigen Temperaturen gut geschützt sein. Die Kapazität eines Akkus ist immer in Amperestunden (Ah) angegeben. Sie sollte mindestens 20 Ah betragen.
» Mehr Informationen2.4. Wie viel kostet ein Elektroroller in puncto Energiekosten?

Ihren Elektroroller können Sie an einer 200-Volt-Steckdose laden.
Die Anschaffungskosten für einen E-Roller liegen meist etwas höher als die eines Rollers mit Verbrennungsmotor. Dafür fallen die laufenden Kosten je 100 km wesentlich geringer aus.
- Mit einem Benziner entstehen circa 6,40 Euro Spritkosten auf 100 km,
- während sich die Stromkosten für einen E-Roller auf etwa 1,70 Euro belaufen.
Zum Vergleich: Ein Pkw verbraucht auf 100 km Sprit im Wert von 11,10 Euro. Dabei schont der E-Roller nicht nur den Geldbeutel, sondern vor allem auch die Umwelt. Für kurze oder mittlere Strecken von nicht mehr als 60 Kilometern ist es umweltfreundlicher und günstiger, einen Elektroroller zu kaufen.
» Mehr Informationen2.5. Kann die Batterie eines Elektrorollers an jeder Steckdose aufgeladen werden?
Elektroroller sind mit einer Lademöglichkeit für 220 V ausgestattet. Dazu ist nur ein entsprechendes Ladekabel notwendig. Bei einigen Modellen ist der Akku herausnehmbar; das ist besonders komfortabel. Die anderen Modelle brauchen eine Steckdose in der Nähe des Parkplatzes zuhause oder ein entsprechend langes Kabel.
» Mehr Informationen3. Kaufberatung: Worauf kommt es bei den Bremsen eines Elektromotorrollers an?
Für Elektroroller gibt es normale Trommelbremsen und Scheibenbremsen mit Bremsklötzen, die etwas teurer sind. Die meisten E-Roller-Modelle sind mit einer kombinierten Bremse ausgestattet, die sich aus Trommel- und Scheibenbremsen zusammensetzt. Hochwertigere Modelle haben sowohl am Vorder- wie auch am Hinterrad Scheibenbremsen.
| Art der Bremse | Vorteile/Nachteile |
|---|---|
| Trommelbremse | günstig in der Herstellung Bremsbacken innenliegend, vor Korrosion geschützt geringere Bremsleistung |
| Scheibenbremse | leichter als Trommelbremse bessere Wärmeabfuhr teurer als Trommelbremse |
Zudem gibt es noch drei Extras bei den Bremsen, die einen guten Elektroroller auszeichnen:
- ABS (Antiblockiersystem): Blockieren beide Bremsen gleichzeitig, gibt dieses System eine Bremse wieder frei.
- CBS (Combined Brake System): Dieses System verhindert mithilfe eines Bowdenzugs ebenfalls, dass beide Räder gleichzeitig blockieren. Das System verteilt die Bremskraft so, dass beide Bremsen ausgelöst werden, auch wenn nur ein Hebel betätigt wird.
- Rekuperation: Bei dieser modernen Technologie führt das Motorrad die Energie, die beim Bremsen entsteht, dem Akku wieder zu.
4. Welche Fahreigenschaften zeichnen die Elektroroller-Testsieger in Tests im Internet aus?

In der Stadt fährt es sich mit dem Elektroroller günstiger und umweltfreundlicher.
Ein City-Elektroroller muss leichtfüßig und leicht zu fahren sein. Die Sicherheit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Bremsweg darf nicht zu lang sein. Ein Bremsweg von rund zehn Metern bei einer Bremsung aus Tempo 40 ist auf jeden Fall zu lang. Mehr als sieben Meter sollten es nicht sein.
4.1. Ist die Höchstgeschwindigkeit für Landstraße und Autobahn ausgelegt?
Bei den meisten Elektrorollern in Österreich ist nicht mehr als Tempo 45 drin. Das kann in der Stadt und besonders auf der Landstraße zu einem Stressfaktor werden. Wenn Autos oder sogar Lkws von hinten drängeln, ist das beim Fahren unangenehm.
» Mehr Informationen4.2. Wie gut ist das Beschleunigungsverhalten?
Das Beschleunigungsverhalten von Elektrorollern ist hervorragend – und wird mit steigender Wattzahl immer noch besser. Grund dafür ist, dass sie ständig im optimalen Drehzahlbereich laufen. Benzinmotoren können die maximale Leistung erst bei höheren Drehzahlen abrufen. Die Motorleistung ist bei Benzinern deutlich höher. Das macht sich insbesondere bei Steigungen bemerkbar.
» Mehr Informationen4.3. Wie viel Gewicht trägt ein Elektroroller?
Die Gewichtsbelastung des E-Rollers wirkt sich auf den Stromverbrauch und letztendlich auf die Reichweite aus. Deshalb sollte der Roller kein zu hohes Eigengewicht haben. Im Idealfall wiegt der Roller unter 100 kg. Das belastet den Akku nicht über Gebühr und macht sich an der Laufzeit bemerkbar.
» Mehr InformationenTipp: Der Elektroroller sollte eine hohe Tragkraft haben. So können Sie zu Ihrem eigenen Gewicht noch ausreichend Gepäck aufladen. Die maximale Zuladung sollte bei über 180 kg liegen.
5. Zur Gesetzeslage: Ab welchem Alter lassen sich in Österreich Elektroroller fahren und was ist dabei zu beachten?
Grundsätzlich gilt: Wenn Sie das Fahrzeug auf öffentlichen Straßen benutzen wollen, brauchen Sie einen Elektroroller mit Straßenzulassung, unabhängig vom Führerschein. Zudem braucht jeder Elektroroller eine Versicherung. Und Sie müssen einen Helm tragen.
Ein Elektroroller mit Straßenzulassung ist Pflicht – auch auf den kleinsten Wegen im öffentlichen Straßenverkehr. Hat Ihr E-Roller keine Straßenzulassung, haben Sie keine Versicherung für Ihren Elektroroller oder fehlt Ihnen das Alter, um den Elektroroller zu fahren, droht Ihnen ein Bußgeld. Denkbar ist es durchaus, ein leistungsstärkeres Gefährt zu kaufen und den Elektroroller dann zu drosseln.
| Art des Elektrorollers | Führerschein | Mindestalter |
|---|---|---|
| Elektroroller mit 25 km/h | ohne Führerschein fahrbar | 15 Jahre |
| Elektroroller mit 45 km/h | Führerschein der Klasse AM oder B erforderlich | 16 Jahre |
| Elektroroller über 45 km/h | Führerschein der Klasse A1 erforderlich | 18 Jahre |
6. Wichtige Fragen und Antworten rund um das Thema Elektroroller aus der Krone.at-Redaktion
6.1. Spielt die Körpergröße beim Kauf eines Elektrorollers eine Rolle?
6.2. Ist auf dem E-Roller Platz für eine weitere Person?
6.3. Braucht der Elektroroller Wartung?
Bei einem Elektroroller ist eine regelmäßige Wartung und Kontrolle der Bremsen und der Reifen notwendig. Die Bremsen sind sowohl auf Abnutzung als auch auf Funktion zu prüfen. Bei den Reifen sind Abnutzung und Reifendruck die relevanten Parameter. Darüber hinaus ist die Lichtanlage, wie bei anderen Fahrzeugen auch, regelmäßig zu warten. Motor und Batterie bedürfen keiner zusätzlichen Aufmerksamkeit.
Wer einen E-Roller im Leasing nutzt, braucht sich – je nach Vertrag – nicht um diese Themen zu kümmern. Wer den E-Roller selbst besitzt, muss Ersatzteile (und Zubehör) auch selbst beschaffen.
6.4. Gibt es Elektroroller für ältere Menschen?
Quelle / Inhaltlich Verantwortlich: https://www.vergleich.org/elektroroller/.
» Mehr InformationenGuides und Bewertungen im Video zu Elektroroller:
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