Bei der US-Militäroperation zur Gefangennahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro ist einem Medienbericht zufolge KI-Software des OpenAI-Rivalen Anthropic eingesetzt worden. Das Pentagon habe auf die ChatGPT-Konkurrenz Claude von Anthropic über Software der Datenauswertungsfirma Palantir zugegriffen, schrieb das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen.
Claude ist in der Palantir-Plattform nach einer Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2024 verfügbar. Technologie von Palantir, die Daten aus verschiedenen Quellen bündelt und auswertet, wird breit von US-Sicherheitsbehörden genutzt. Wofür genau die Anthropic-Software bei der Militäroperation verwendet wurde, blieb unklar.
Claude kann – wie etwa auch ChatGPT – unter anderem Dokumente analysieren und Informationen zusammenfassen. Zugleich verbieten die Nutzungsrichtlinien von Anthropic den Einsatz von Claude für Gewaltanwendung, Waffenentwicklung oder Überwachung.
Anthropic beharrt auf Nutzungsregeln
Von Anthropic hieß es, man könne sich nicht dazu äußern, ob Claude in einer bestimmten Operation eingesetzt worden sei. Zugleich betonte die Firma, jegliche Nutzung – egal ob in der Privatwirtschaft oder durch Regierungen – müsse im Rahmen der Nutzungsrichtlinie bleiben. Man arbeite mit den Partnern daran, das sicherzustellen.
Anthropic-Chef Dario Amodei warnt vor Risiken Künstlicher Intelligenz und setzt sich – anders als viele seiner Kollegen – für mehr Leitlinien bei der KI-Entwicklung ein. Das brachte ihn auch auf Kollisionskurs mit dem KI-Beauftragten des Weißen Hauses, David Sacks.
Hegseth will KI für den Krieg
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte unterdessen im Jänner gesagt, das Pentagon wolle keine KI-Modelle nutzen, „die es nicht erlauben, Kriege zu führen“. Das Ministerium schloss dabei auch einen Vertrag mit Elon Musks KI-Firma xAI zur Nutzung deren Software.
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