Bei einem schweren Testunfall ist die Startrampe von Blue Origin offenbar so stark beschädigt worden, dass selbst die US-Raumfahrtbehörde von einer möglichen jahrelangen Reparaturphase spricht. Während die „New Glenn“-Rakete von Jeff Bezos eigentlich als Schlüsselprojekt im Konkurrenzkampf mit SpaceX gilt, könnte der aktuelle Vorfall die Pläne des Unternehmens massiv zurückwerfen – bis weit in die zweite Hälfte des Jahrzehnts.
Nach Einschätzung von NASA-Chef Jared Isaacman könnte die Instandsetzung der beschädigten Startanlage nach dem fehlgeschlagenen Raketentest erhebliche Zeit in Anspruch nehmen. Gegenüber dem US-Sender CNBC sprach Isaacman am Montag davon, dass sich die Arbeiten möglicherweise bis 2028 hinziehen könnten.
Startrampe „praktisch zerstört“
Der Zwischenfall ereignete sich am vergangenen Donnerstag am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Dort kam es bei einer Triebwerkszündung der schweren „New Glenn“-Rakete von Blue Origin am Boden zu einer Explosion.
Branchenkreisen zufolge wurde die Startrampe dabei „praktisch zerstört“. Verletzt wurde nach Angaben aus dem Umfeld niemand.
Rakete soll eigentlich bald zum Mond
Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich keine der geplanten 48 Amazon-Satelliten an Bord der Rakete. Die „New Glenn“-Trägerrakete des Amazon-Gründers Jeff Bezos soll künftig eine zentrale Rolle bei den Artemis-Programm-Mondmissionen der NASA übernehmen. Der Unfall gilt daher als deutlicher Rückschlag im Wettbewerb mit dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.