Massive Angriffswelle
Russland feuert Hyperschallraketen auf Kiew
Mindestens elf Todesopfer und über 100 Verletzte gibt es nach schweren russischen Luftangriffen auf die Ukraine zu beklagen. Ballistische Raketen und Marschflugkörper gingen auch über der Landeshauptstadt nieder. Berichten zufolge soll bei dem Angriff auch mehrere Hyperschallraketen Richtung Kiew gefeuert worden sein.
In Kiew wurden mindestens vier Menschen getötet und 65 verletzt, darunter drei Kinder. Viele der Verletzten wurden stationär behandelt.
Auch Zirkon-Hyperschallraketen eingesetzt
Insgesamt soll Russland nach Angaben der Ukraine bei seinem jüngsten Großangriff 73 Raketen und 656 Drohnen eingesetzt haben. Davon seien 40 Raketen und 602 Drohnen abgefangen worden, teilte die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mit. Bei dem nächtlichen Angriff habe Russland auch acht Zirkon-Hyperschallraketen eingesetzt. Dies sei die vermutlich größte Zahl dieser Raketen, die seit Kriegsbeginn bei einem einzelnen Angriff auf die Ukraine abgefeuert worden seien, erklärt ein Luftwaffensprecher. Hauptziel der Angriffe war demnach die Hauptstadt Kiew. Insgesamt seien landesweit 38 Objekte getroffen worden.
Die Zirkon-Rakete hat nach russischen Angaben eine Reichweite von 1000 Kilometern und fliegt mit neunfacher Schallgeschwindigkeit. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es habe einen massiven Schlag mit hochpräzisen Langstreckenwaffen gegen Einrichtungen der ukrainischen Rüstungsindustrie geführt. Dies sei eine Reaktion auf ukrainische Angriffe, die das Ministerium als „Terrortaten“ bezeichnete.
Aktuelle Bilder aus der Ukraine:
Wohnhaus eingestürzt
In der Hauptstadt brachte ein mutmaßlicher Raketeneinschlag ein 24-stöckiges Wohngebäude teilweise zum Einsturz. Bürgermeister Klitschko sagte, es seien vermutlich Menschen unter den Trümmern verschüttet worden. Zudem seien ein neunstöckiges Wohnhaus sowie Autos im Stadtteil Obolon durch herabstürzende Trümmer in Brand geraten. Tausende Einwohner suchten in den U-Bahn-Stationen der Hauptstadt Schutz. Von Dnipro veröffentlichte Regionalgouverneur Handscha Bilder von zerstörten Wohnhäusern, ausgebrannten Fahrzeugen und einem beschädigten Kinderspielplatz.
Tote auch in der Zentralukraine
Russland hatte Kiew erst vor rund zehn Tagen massiv angegriffen. In Dnipro seien sechs Menschen getötet und 36 verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Oleksandr Handscha auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In Charkiw wurden laut den örtlichen Behörden zehn Menschen verletzt, darunter ein Kind.
Polens Luftabwehr in Alarmbereitschaft
Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär in der Nacht auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, Militärflugzeuge seien aufgestiegen. In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von NATO-Partnern auf.
Ukraine: Russische Ölraffinerie beschossen
Indes gerieten wieder russische Regionen unter ukrainischen Beschuss. In der südlichen Region Krasnodar stand die Ölraffinerie Ilsky nach einem Drohnenangriff in Flammen, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Die Raffinerie ist eine der größten Ölverarbeitungsanlagen im Süden Russlands. Die Ukraine attackiert systematisch die russische Ölindustrie, um den angreifenden Truppen die Treibstoffversorgung und dem Kreml die Kriegsfinanzierung insgesamt zu erschweren. Nach Angaben des Moskauer Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht insgesamt 148 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgeschossen.














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