Dank Konsta Helenius errang Finnland den fünften WM-Titel. Schweiz-Boss Urs Kessler trat indes zurück.
„Das ist ein einziges Scheißgefühl.“ Nino Niederreiter weinte nach dem 0:1 seiner Schweiz im Finale der Eishockey-WM gegen Finnland, auch beim Heim-Turnier in Zürich blieb der „Nati“ im fünften Anlauf der erste Titel versagt. „Wir hätten den Fans gerne diesen WM-Titel geschenkt“, schluchzte der Angreifer.
Spätes Tor zum Titel
Zum dritten Mal in Folge gelang den Eidgenossen im Endspiel kein Tor, Konsta Helenius schoss die Finnen in der 71. Minute zum 1:0 nach Overtime. Der 20-Jährige gab erst im Jänner für Buffalo sein NHL-Debüt, hatte bereits im Halbfinale gegen Kanada mit dem 3:2 die Weichen auf Sieg gestellt. Die Mama fiel vor lauter Aufregung daheim vor dem TV in Ohnmacht: „Plötzlich fand ich mich zwischen den Stühlen wieder“, erzählte sie. Für die „Suomi“ war es der fünfte WM-Titel in der Historie.
Die nächste Chance auf die ersehnte Premiere hat die Schweiz, die nun erstmals die IIHF-Weltrangliste anführt, 2027 in Deutschland. Einfacher wird es nicht: Denn die Leistungsträger Genoni (38), Josi (36), Niederreiter (33) und Andrighetto (33) sind längst in einem fortgeschritten Alter angekommen. Doch der finnische Weltmeister Waltteri Merelä ist überzeugt: „Sie werden nicht locker lassen. Ihre Zeit wird sicher kommen.“ Ohne Urs Kessler – der Schweizer Eishockey-Präsident trat gestern zurück: „Ich bin nicht der Richtige für den Job“, sagte der 64-Jährige, der im Zuge des Rauswurfs von Ex-Coach Patrick Fischer in der Kritik stand. Die voraussichtlichen Gruppengegner Österreichs werden 2027 die Finalisten Schweiz und Finnland sowie Schweden, Slowakei, Lettland, Slowenien und Aufsteiger Ukraine sein.
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