Weltweit sind mehr als ein Viertel der Menschen von Tinnitus betroffen, hierzulande fast eine Million. Eine von ihnen ist Anna-Lena Neuwirth aus Villach in Kärnten. 2017 war die damals 18-Jährige als Profi-Tennisspielerin unterwegs, als ein schwerer Unfall den sportlichen Träumen ein Ende setzte: Ohrengeräusche, Schwindel und Lärmüberempfindlichkeit machten den Alltag unerträglich.
Mit voller Wucht knallte ein Betreuer den Kofferraumdeckel auf Anna-Lenas Kopf, als sie auf dem Weg zu einem Tennis-Match war. „Das tat nicht nur sehr weh, die Beschwerden wurden außerdem von Woche zu Woche schlimmer. Ich litt unter Schwindel, konnte mich nicht mehr schnell bewegen, hörte lautes Klingeln, hatte massive Ohrenschmerzen und Sprachstörungen. Mit dem Leistungssport war es vorbei“, erzählt die Kärntnerin von dieser schweren Zeit. Das Schlimmste jedoch: Kaum jemand nahm sie ernst: Ihre Beschwerden wurden als „eh nur psychisch“ abgetan: „Ich wurde als hysterischer Hypochonder dargestellt, der insgeheim nicht Tennis spielen wollte.“ Die Kärntnerin erzählte Krone+, welche Therapie schließlich doch half.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.