Gerichtsprozess folgte

Tirolerin (38) verkaufte bereits verpfändetes Auto

Tirol
26.08.2026 09:00

Eine 38-Jährige geriet offenbar in einen unübersichtlichen Finanzstrudel und verkaufte ihren SUV, obwohl dieser bereits gerichtlich gepfändet worden war. Nun saß die Tirolerin vor dem Landesgericht Innsbruck, ihr Freund war in der ganzen Causa wohl wenig hilfreich ...

Die 38-Jährige ist derzeit in Umschulung und räumte ein, dass sie den Überblick über ihre Finanzen verloren habe – weder die Gesamtschuld noch die Zahl der Exekutionen konnte die bisher unbescholtene Tirolerin gegenüber Richter Norbert Hofer angeben.

Bei Pfändung war der Freund vor Ort, sie nicht
Sie habe „ihrem Lebensgefährten vertraut“, sagte sie zum Verkauf des Autos (SUV der Marke Volvo), den sie Ende Jänner für 13.000 Euro tätigte. Der Freund sei auch bei der zuvor vorgenommenen Pfändung des Autos „vor Ort gewesen“. „Ich selbst war ja überhaupt nicht anwesend“, argumentierte sie. Sie habe diese Pfändung dann „aus den Augen verloren“. Und sie ergänzte: „Da das Auto viele Reparaturkosten verursachte, dachte ich, dass der Verkauf eine gute Idee sei.“

Zitat Icon

Ihr Lebensgefährte hat ein Rechtsverständnis, dass ich gar nicht kommentieren will.

Richter Norbert Hofer

Vorwurf: „Kopf in den Sand gesteckt“
Der Richter sprach von einer „Kopf-in-den-Sand- Politik“ der Angeklagten, das Rechtsverständnis des Lebensgefährten wolle er lieber erst gar nicht kommentieren. Die 38-Jährige habe hier eine eher untergeordnete Rolle gespielt. Es erging eine Diversion ohne Verurteilung, 1750 Euro und 250 Euro Verfahrenskosten sind aber fällig.

 

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