Ändert plötzlich Kurs
Swiss-Flieger setzt mitten über Atlantik Notruf ab
Eine Passagiermaschine der Schweizer Airline Swiss hob Montagabend für den mehr als acht Stunden langen Transatlantikflug Richtung Zürich vom Flughafen Chicago ab. Mitten über dem Ozean musste die Crew des Flugs LX9 aber einen Notfall ausrufen.
Viereinhalb Stunden nach Flugbeginn, als sich die Boeing 777 in mehr als 11.000 Metern Flughöhe einsam über dem offenen Ozean befand, meldete die Besatzung einen allgemeinen Notfall an Bord, wie das Nachrichtenportal „airlive.net“ berichtet.
Scharfes Abweichen vom Kurs
Flugverfolgungsdaten zeigen, wie das Großraumflugzeug plötzlich eine scharfe Rechtskurve flog und damit von ihrem Kurs über den nördlichen Atlantik abwich. Denn der Pilot steuerte die Inselgruppe der Azoren für eine Notlandung an.
Notlandung glückt
Dort befindet sich auf der Insel Terceira der Militärflughafen Lajes, der aufgrund seiner langen Start- und Landebahnen auch von zivilen Flugzeugen als Ausweichflughafen genutzt – genau für Notfälle wie jenen des Swiss-Flugs LX9. Der Plan der Piloten ging auf: Sechs Stunden nach dem Start in Chicago setzte das Flugzeug sicher auf der portugiesischen Luftwaffenbasis Lajes auf. Passagiere und Crew konnten das Flugzeug auf normalem Weg verlassen.
„Stechender Geruch“ an Bord
Grund für den Notruf sei ein „nicht näher identifizierbarer, stechender Geruch in der Economy-Class“ gewesen, wie die Swiss später mitteilte. Bei fünf Passagieren und einem Crewmitglied, seien kurzzeitig Symptome wie gereizte Augen, Übelkeit oder Kopfschmerzen aufgetreten, so das Luftfahrtunternehmen. Sie hätten sich nach der Landung vorsorglich medizinisch untersuchen lassen.
Für die Passagiere wurde ein Rückflug nach Zürich organisiert. Der Auslöser für den stechenden Geruch soll noch ausgeforscht werden.

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