Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Elektrische Zahnbürste Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Elektrische Zahnbürsten werden basierend auf der jeweils zugrunde liegenden Technologie in Rotationszahnbürsten, Schallzahnbürsten oder Ultraschallzahnbürsten eingeteilt.
  • Der Bürstenkopf einer elektrischen Zahnbürste sollte etwa alle drei bis vier Monate gewechselt werden. Sollten die Borsten abgenutzt oder ausgefranst sein, dann auch früher.
  • Nach dem Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln, Kaffee oder Säften sollten Sie nicht gleich drauf losputzen. Auf diese Weise reiben Sie nämlich schützende Mineralien vom Zahnschmelz, wodurch dieser in Folge immer dünner und poröser wird.

elektrische zahnbürste test

Manuelles Zähne-Schrubben war gestern: Immer mehr Menschen greifen zur elektrischen Zahnbürste, denn diese ist deutlich effektiver und liefert grundsätzlich bessere Reinigungsergebnisse als Handzahnbürsten. Bei dem vielfältigen Angebot fällt die Wahl für ein Modell oft nicht leicht. Hinzu kommt, dass nicht jede Elektrozahnbürste auch wirklich hält, was sie verspricht.

Verschiedene Elektrozahnbürsten-Tests im Internet zeigen, dass auch bei teureren elektrischen Zahnbürsten der Akku schnell schlapp macht oder die Bürste schwer erreichbare Stellen im Mund nicht gründlich genug putzt. Doch worin unterscheiden sich die einzelnen Typen und welche Kriterien sind für die Anschaffung letztendlich ausschlaggebend? Diese und weitere Fragen rund und das Thema „Elektrische Zahnbürsten“ beantworten wir Ihnen in dieser Kaufberatung von Krone.at.

1. Für wen eignet sich eine elektrische Zahnbürste?

Kein Mensch ist gleich und wir haben alle unterschiedliche Bedürfnisse. Das gilt auch für die Mundhygiene. Denn während die einen die klassische Handzahnbürste bevorzugen, stehen andere auf elektrische Zahnbürsten mit Munddusche oder Hightech in Form einer Ultraschall-Zahnbürste. Letztere reinigt, genau wie eine Schallzahnbürste, besonders sanft und eignet sich daher sehr gut für Menschen mit empfindlichen Zähnen oder gereiztem Zahnfleisch.

Darüber hinaus sind elektrische Zahnbürsten einfach in der Anwendung, denn es sind so gut wie keine Putzbewegungen erforderlich. Eine elektrische Zahnbürste ist immer dann eine gute Wahl, wenn Sie das charakteristische Putzgefühl schätzen, dieses aber zugleich mit einer optimalen Reinigungsleistung verbinden möchten. In unserem Krone.at-Elektrische-Zahnbürsten-Test-und-Vergleich stellen wir Ihnen die besten Modelle für 2020 vor.

2. Welche Arten von elektrischen Zahnbürsten gibt es?

Rotationszahnbürste

Das offensichtlichste Merkmal einer Rotationszahnbürste ist der runde Bürstenkopf.

Im Bereich der elektrischen Zahnbürsten existieren zwar mittlerweile zahlreiche verschiedenen Technologien, die insgesamt alle für ein gutes Reinigungsergebnis sorgen. Die drei wichtigsten Kategorien stellen wir Ihnen in diesem Abschnitt im Detail vor.

2.1. Rotationszahnbürsten

Das offensichtlichste Merkmal einer Rotationszahnbürste ist der runde Bürstenkopf, daher wird sie hin und wieder auch als „Rundkopfbürste“ bezeichnet. Der oszillierend-rotierende Bürstenkopf der elektrischen Zahnbürste bewegt sich während der Nutzung durchschnittlich 9000 Mal in der Minute von einer Seite zur anderen und wird beim Putzen parallel zum Zahn angesetzt.

Durch die kleine, runde Form wird jeder Zahn separat umfasst, daher ist die Zahnreinigung mit einer Rotationszahnbürste in der Regel aufwändiger als bei einer länglich geformten Schallzahnbürste. Dafür lassen sich ansonsten schwer zugängliche Zwischenräume leichter erreichen. Einer der bekanntesten Hersteller von elektrischen Zahnbürsten mit Rotationskopf ist Oral-B (z.B. mit der Genius X).

    Vorteile
  • einfaches Handling
  • auch schwer zugängliche Zwischenräume sind leichter erreichbar
    Nachteile
  • Reinigung aufwändiger, da jeder Zahl einzeln gereinigt werden muss

2.2. Schallzahnbürsten

Schallzahnbürsten sind die derzeit modernste Variante der elektrischen Zahnbürste. Sie verdanken ihren Namen der hohen Anzahl an Bewegungen bzw. Vibrationen des Bürstenkopfes. Ein handelsübliches Modell erreicht eine Schwingzahl von bis zu 40.000 Schwingungen in der Minute. Damit soll sie laut Stiftung Warentest nicht nur schonender reinigen, sondern sich auch besser für Menschen mit empfindlichen Zähnen oder Zahnfleisch eignen.

Äußerlich unterscheiden sich Schallzahnbürsten durch den längeren Bürstenkopf von Modellen mit oszillierend-rotierenden Bürsten. Damit können größere Flächen respektive mehrere Zähne auf einmal geputzt werden, was den Prozess deutlich schneller und einfacher gestaltet. Der Bürstenkopf sollte dabei in einem Winkel von 45° zu Zähnen und Zahnfleisch aufgesetzt werden. Allerdings gelten Schallzahnbürsten im Vergleich zu Rotationsbürsten als weniger gründlich, daher kann ein zusätzlicher Einsatz von Zahnseide durchaus sinnvoll sein.

    Vorteile
  • Reinigung größerer Flächen möglich
  • schonender für Zahnfleisch und Zahnschmelz
    Nachteile
  • geringere Putzwirkung im Vergleich zur Rotationszahnbürste
  • teuer in der Anschaffung

2.3. Ultraschallzahnbürsten

Elektrische Ultraschallzahnbürsten funktionieren nach einem eigenen Prinzip. Denn anstatt den Zahnbelag durch mechanische Bewegungen wegzuputzen, wird dieser mit Hilfe von Ultraschallschwingungen gelöst. Diese werden über einen Schallerzeuger generiert, der entweder direkt im Bürstenkopf oder im Griff untergebracht ist, und bis zu 1,6 Millionen Schwingungen pro Minute erzeugen kann.

Eine Berührung zwischen Zähnen und Borsten sollte während des Putzens mit einer elektrischen Ultraschallzahnbürste weitestgehend vermieden werden. Zudem benötigen Sie eine spezielle Zahncreme, die Mikrobläschen enthält. Diese platzen durch den Ultraschall und entfernen Verunreinigungen und Bakterien auch an schwer zugänglichen Stellen. Ultraschallzahnbürsten sind noch schonender als Schallzahnbürsten und bieten eine ausgezeichnete Reinigungsleistung.

    Vorteile
  • ausgezeichnete Reinigungsleistung
  • schonender als Rotations- und Schallzahnbürsten
    Nachteile
  • sehr teuer in der Anschaffung
  • spezielle Zahnpasta erforderlich

3. Welche nützlichen Zusatzfunktionen bzw. Zubehör gibt es für elektrische Zahnbürsten?

Elektrische Zahnbürste via BT-Chip mit App verbinden

Einige elektrische Zahnbürsten lassen sich über eine Bluetooth-Schnittstelle oder USB mit einer dazugehörigen App verbinden.

Moderne elektrische Zahnbürsten können aber noch weitaus mehr als nur Putzen. Viele Geräte haben neben der obligatorischen Ladestandanzeige und der mitgelieferten Ladestation weitere nützliche Features integriert, die Sie bei Ihrer Mundhygiene unterstützen, oder lassen sich durch entsprechendes Zubehör aufrüsten. Dazu zählen beispielsweise:

  • verschiedene Putzprogramme, die auf bestimmte Szenarien ausgelegt sind (z. B. für empfindliche Zähne oder Tiefenreinigung).
  • ein Timer, der anzeigt, wie lange Sie schon geputzt haben und der die elektrische Zahnbürste nach der empfohlenen Dauer automatisch ausschaltet.
  • eine Andruckkontrolle, mit der die elektrische Zahnbürste Sie warnt, wenn Sie beim Putzen zu starken Druck ausüben. Von daher ist eine elektrische Zahnbürste mit Andruckkontrolle bzw. Drucksensor von Vorteil.
  • ein optische oder akustische Anzeige zum Wechsel der Mundregion.
  • Aufsätze mit unterschiedlichen Bürstenformen und -härten.
  • eine Bluetooth-Schnittstelle, mithilfe derer Sie die Zahnbürste mit einer dazugehörigen App verbinden können. In dieser werden Ihnen dann unter anderem Informationen über Ihr Putzverhalten angezeigt.
  • ein Aufbewahrungs-Etui, in der die elektrische Zahnbürste auch bequem auf Reisen mitgenommen werden kann.

Gut zu wissen: In der Regel sind elektrische Zahnbürsten mit einem automatischen Zwei-Minuten-Timer ausgestattet, bei einigen Programmen lässt sich dieser aber auch auf drei oder sogar vier Minuten einstellen.

4. Sind elektrische Zahnbürsten für Kinder und Kleinkinder geeignet?

Elektrische Zahnbürsten eignen sich auch für die ganz Kleinen

Grundsätzlich können Sie bereits ab einem Alter von etwa drei Jahren überlegen, von einer Hand- auf eine elektrische Zahnbürste zu wechseln. Sie sollten aber vorab mit Ihrem Zahnarzt Rücksprache halten, da auch bei Kindern jedes Gebiss anders ist. Im Internet werden zwar auch elektrische Zahnbürsten für Kleinkinder ab 1 Jahr angeboten, Experten raten von deren Nutzung allerdings ab, da die Zähne zu diesem Zeitpunkt noch nicht voll entwickelt sind.

Für Kinder hat die Zahnpflege meist noch einen anderen Stellenwert als für Erwachsene. Das liegt zum einen an dem (noch) fehlenden Verständnis für die Wichtigkeit einer gründlichen Mundhygiene. Andrerseits ist die für das Putzen notwendige Motorik bei Kinder unter sechs Jahren noch nicht genug ausgeprägt.

Mädchen mit elektrischer Zahnbürste

Auch Kleinkinder ab einem Alter von drei Jahren können bereits auf eine elektrische Zahnbürste wechseln. Für Kinder ab 1 Jahr ist eine elektrische Zahnbürste noch nicht geeignet.

Mit einer elektrischen Kinderzahnbürste lässt sich die noch fehlende Motorik ausgleichen. Zudem sorgen bunte Motive, Musik oder lustige optische Anzeigen (z.B. Smileys) für den nötigen Spaß bei der sonst eher lästigen Zahnreinigung. Wir empfehlen außerdem die Verwendung spezieller Kinderzahnpasta. Diese kann bedenkenlos geschluckt werden und ist in bei Kindern beliebten Geschmacksrichtungen, wie Kaugummi, Zitrone oder Cola, verfügbar.

Die Zahnreinigung sollte bei Kindern, genau wie bei Erwachsenen, nach den Mahlzeiten erfolgen und unterscheidet sich nicht signifikant vom händischen Vorgang. Analog zu den Modellen für Erwachsene sollten Sie aber auch hier die Abnutzung der Borsten im Auge behalten und den Bürstenkopf in regelmäßigen Abständen wechseln. Für die Sonicare for Kids der Marke Philips gibt es beispielsweise zwei unterschiedliche Größen, sodass die Zahnbürste einfach mit Ihrem Kind mitwächst.

5. Elektrische Zahnbürste kaufen: Worauf sollten Sie unbedingt achten?

Das Angebot an elektrischen Zahnbürsten ist riesig und so fällt es nicht immer leicht, sich für ein geeignetes Modell zu entscheiden. Bekannte Hersteller elektrischer Zahnbürsten sind Oral B (z. B. die Modelle Panasonic und Pulsonic), Philips, Braun, Dontodent und Curaprox.

In diesem Abschnitt haben wir einige wichtige Kriterien zusammengefasst, die Sie vor dem Kauf in jedem Fall beachten sollten:

  • Die Zahnbürste sollte generell gut in der Hand liegen und nicht zu schwer sein.
  • Elektrische Zahnbürsten sind in der Regel mit einem Akku ausgestattet. Achten Sie hier immer auf die Leistung. Denn während günstige elektrische Zahnbürsten meist schon nach knapp 30 Minuten schlapp machen, bringen es die Elektrische-Zahnbürste-Testsieger in diversen Online-Tests sogar auf bis zu drei Stunden Akkulaufzeit. Es gibt auch elektrische Zahnbürsten, die mit Batterien bestückt werden müssen. Elektrische Zahnbürsten mit Batterie eignen sich aber fast ausschließlich nur als elektrische Reisezahnbürsten.
  • Die meisten Hersteller bieten verschiedene Bürstenköpfe (z. B. mit weichen Borsten oder Gummieinsätzen) an, mit denen Sie die Zahnbürste noch besser an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Achten Sie schon vor dem Kauf darauf, wie teuer diese sind, denn sie machen einen Großteil der Folgekosten aus.

Tipp: Bei vielen elektrischen Zahnbürsten müssen Sie nicht zwingend die Original-Bürstenköpfe des Herstellers verwenden, sondern können stattdessen auf die günstige Alternative eines Discounters ausweichen. Rossmann, dm oder Aldi bieten beispielsweise häufig Packs mit mehreren passenden Köpfen für einen Bruchteil der Kosten eines Original-Bürstenkopfes an.

6. FAQ: Die wichtigsten Fragen rund um das Thema elektrische Zahnbürsten aus der Krone.at-Redaktion

6.1. Wie reinige ich eine elektrische Zahnbürste richtig?

Bürstenköpfe für elektrische Zahnbürsten

Die meisten Hersteller bieten verschiedene Aufsteckbürsten an, mit denen Sie die Zahnbürste noch besser an Ihre Bedürfnisse anpassen können.

Spülen Sie den Bürstenkopf nach dem Zähne putzen (bei eingeschaltetem Handstück) kurz unter fließendem Wasser aus und entfernen Sie ihn anschließend vom Handstück. Bei starken Verschmutzungen reinigen Sie beide Teile einzeln mit warmen Wasser und trocknen sie gut ab, damit sich keine Bakterien ansiedeln können. Darüber hinaus sollte auch das Ladegerät in regelmäßigen Abständen mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Beachten Sie aber, dass es dafür vom Strom getrennt sein muss.

6.2. Sind elektrische Zahnbürsten mit oder ohne Timer besser?

Die meisten Elektrozahnbürsten sind standardmäßig mit einem 2-Minuten-Timer ausgestattet oder verfügen über einen weiteren Timer, der den Wechsel des Putzbereiches signalisiert. Wenn Sie sich lieber auf Ihre innere Uhr verlassen, wählen Sie ein Modell ohne Timer. Das subjektive Zeitgefühl kann allerdings manchmal auch trügerisch sein. Möchten Sie während der Zahnreinigung nicht ständig auf die Uhr schauen, sollten Sie lieber zu einer Elektrobürste mit Timer greifen.

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