Der US-Chipentwickler Advanced Micro Devices (AMD) will wegen einer unerwartet hohen Nachfrage seine Produktion in Taiwan ausbauen. „Die Nachfrage auf dem gesamten CPU-Markt ist deutlich höher gewesen, als alle vor einem Jahr vorhergesagt haben“, so AMD-Chefin Lisa Su in Taipeh.
Der Markt für Hauptprozessoren (CPU) sei angespannt. Su war nach Taiwan gereist, um sicherzustellen, dass die Zulieferer – AMD ist Großkunde des taiwanesischen Chipfertigers TSMC – den massiven Anstieg der CPU-Produktion bewältigen können.
Zuvor habe sie in China die größten AMD-Kunden getroffen. Das Angebot solle in diesem Jahr von Quartal zu Quartal steigen, für 2027 und darüber hinaus seien noch deutlich größere Mengen geplant. Angetrieben wird das Wachstum bei CPUs Su zufolge durch sogenannte autonome KI-Systeme, die selbstständig Aufgaben erledigen.
Um die Kapazitäten für die kommenden Jahre abzusichern, hatte AMD bereits am Donnerstag Investitionen von mehr als zehn Milliarden Dollar (8,62 Milliarden Euro) in den taiwanesischen KI-Sektor angekündigt. Das Geld soll unter anderem in fortschrittliche Gehäusetechnologien für Chips fließen.
China bleibt trotz Sanktionen wichtiger Markt
In China hatte sich Su auch mit dem chinesischen Vizeministerpräsidenten He Lifeng getroffen. China sei verantwortlich für etwa 20 Prozent des AMD-Umsatzes und bleibe ein sehr wichtiger Markt, betonte die AMD-Chefin. Das Unternehmen werde weiterhin sehr eng mit seinen chinesischen Kunden zusammenarbeiten.
Zugleich werde man sich aber an die Exportkontrollen der US-Regierung halten, die die Lieferung bestimmter hochmoderner KI-Chips nach China einschränken.
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