1,4-Nanometer-Technik

Huawei will ohne West-Technik High-End-Chips bauen

Digital
26.05.2026 10:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der chinesische Technologiekonzern Huawei will trotz der US-Sanktionen bis zum Jahr 2031 hochmoderne Chips entwickeln. Das Unternehmen peile Halbleiter an, deren Transistorendichte einem 1,4-Nanometer-Verfahren entspreche, teilte Huawei am Montag mit.

Wegen der US-Exportbeschränkungen für fortschrittliche Lithografie-Systeme hat China kaum Zugang zu den Maschinen, die für die herkömmliche Herstellung der weltweit modernsten Chips benötigt werden.

Huawei setzt daher auf ein neues Prinzip namens „Tau Scaling Law“, das die Signal- und Datenübertragung innerhalb der Chips beschleunigt. Die Industrie könne sich nicht allein auf die Verkleinerung von Transistoren verlassen, so das Unternehmen. Bereits im Herbst 2026 sollen neue „Kirin“-Prozessoren auf den Markt kommen, die eine darauf basierende Architektur nutzen.

Nach eigenen Angaben hat der Konzern in den vergangenen sechs Jahren bereits 381 Chips nach diesem Prinzip für Smartphones und Künstliche Intelligenz (KI) entworfen und in Serie gefertigt. Unabhängige Leistungsdaten legte Huawei allerdings bisher nicht vor. In der Branche wird jedoch erwartet, dass ein 1,4-Nanometer-Verfahren gegen Ende des Jahrzehnts die weltweite Spitze der Chipfertigung markiert.

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