Horrornacht in Kiew

Selenskyj über Kreml: „Verrückte Ar***löcher“

Außenpolitik
24.05.2026 18:59

In der Nacht auf Sonntag hat Russland sein Nachbarland mit einer verheerenden Attacke überzogen und dabei auch seine gefürchtete „Monsterwaffe“, die atomar bestückbare Hyperschallrakete „Oreschnik“, auf Kiew abgefeuert. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sprach von einem „abscheulichen Angriff“ und versicherte: „Österreich und die Europäische Union stehen fest an der Seite der Ukraine.“

„Heute Abend griffen die Russen Kiew und andere ukrainische Städte sowie Gemeinden an. Die größte Anzahl von Raketen wurde auf die Hauptstadt gerichtet – auf gewöhnliche Wohngebäude, auf Schulen; sie setzten einen Lebensmittelmarkt, einen der ältesten Märkte Kiews, in Flammen“, schrieb der ukrainische Präsident, Wolodymyr Selenskyj, auf der Plattform „X“. Im Zuge der Angriffswelle sei sogar das Tschernobyl-Museum schwer beschädigt worden. Es gebe mehrere Todesopfer und mindestens 83 Verletzte zu beklagen.

„Putin kann nicht einmal mehr das Wort ,Hurra‘ richtig aussprechen — er lallt — und ,gewinnt‘ trotzdem immer noch mit seinen Raketen gegen Wohnhäuser. Drei russische Raketen trafen eine Wasseranlage, der Markt ist abgebrannt, Dutzende Wohnhäuser beschädigt, mehrere normale Schulen. Er hat seinen ,Oreschnik‘ (Haselstrauch) auf (die Stadt, Anm.) Bila Zerkwa abgefeuert. Das sind wirklich verrückte Arschlöcher“, zeigte sich Selenskyj über den Kreml aufgebracht. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Einsatz der Hyperschallrakete „Oreschnik“ sowie der Raketen „Iskander“, „Kinschal“ und „Zirkon“. Selenskyj sprach von 90 Raketen, darunter 36 ballistische, und 600 Drohnen.

Zwischen Trümmern und ausgebrannten Autos: So ist die Lage in Kiew.
Zwischen Trümmern und ausgebrannten Autos: So ist die Lage in Kiew.(Bild: AFP/ROMAN PILIPEY)

Konsequenzen müssen her
Wichtig ist für den ukrainischen Staatschef nun, dass all das für Russland „nicht ohne Konsequenzen bleibt“. „Heute ist jeder auf der Welt, der nicht schweigt, der der Ukraine hilft, ein Beschützer des Lebens“, fügte er hinzu. Zahlreiche Solidaritätsbekundungen trafen ein. Kanzler Stocker schrieb auf „X“: „Russland setzt seinen brutalen Terror gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine fort. Über Nacht haben russische Drohnen und Raketen unschuldige Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Ich verurteile diese abscheulichen Angriffe auf das Schärfste! Österreich und die Europäische Union stehen fest an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen jede Initiative, die zu einem gerechten, dauerhaften und nachhaltigen Frieden führt, voll und ganz.“ Selenskyj dankte Stocker dafür und teilte das Posting in seinem „X“-Account.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sicherte der Ukraine ebenfalls seine vollste Unterstützung zu: „In der Nacht auf Pfingstsonntag hat Russland zivile Ziele in der Ukraine massiv attackiert. Erneut kam dabei das Oreschnik-Raketensystem zum Einsatz. Die Bundesregierung verurteilt diese rücksichtslose Eskalation scharf. Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine.“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht hinter der Attacke einen zunehmend verzweifelten Kreml: „Der massive Angriff Russlands auf die Ukraine letzte Nacht zeigt die Brutalität des Kremls und seine Missachtung sowohl des menschlichen Lebens als auch von Friedensverhandlungen. Terror gegen Zivilisten ist keine Stärke. Es ist Verzweiflung.“

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