Spätestens mit seinem Erst-Runden-Sieg beim Miami Masters als 16-Jähriger hatte Moise Kouame sein Kommen angekündigt, bei seinem ersten Grand-Slam-Auftritt legte er gleich noch einen drauf. Der mittlerweile 17-Jährige schlug Marin Cilic 7:6, 6:2, 6:1 und erreichte als jüngster Spieler seit Dinu Pescariu (Rum) 1991 die zweite Runde der French Open.
Als Moise Kouame 2009 geboren wurde, stand Marin Cilic bereits in den Top 15 der Welt. Dienstag standen sich die beiden, zwischen denen 20 Jahre Altersunterschied liegen, einander auf dem Court Simonne Mathieu gegenüber. Womit Kouame einen Tag nach dem Karriereende von Gael Monfils quasi direkt die Grand-Slam-Hoffnungen Frankreichs für die Zukunft übernahm.
Und der junge Mann mit ivorischen und kamerunischen Wurzeln gab gleich eine Kostprobe seines Talents. Er ist keiner, der mit gewaltigen Schlägen punktet, dafür von beiden Seiten höchst solide spielt. Einer, der nicht nur auf den Ball haut, sondern auch schon in jungen Jahren mit Hirn spielt und vor allem über eine sehr gute Beinarbeit verfügt.
Erster Satz nach 73 Minuten aus
Damit hielt er Cilics wuchtigen Grundschlägen stand und zwang den Kroaten, obgleich dieser im ersten Satz tonangebend war, in einen Tiebreak. In dem Kouame auch Mut bewies. In entscheidenden Momenten ging er auf Gewinnschläge, holte den Tiebreak nach insgesamt 73 Minuten mit 7:4.
Danach wirkte Kouame, der im Vorfeld vom Turnierstart als einem „Privileg“ gesprochen hatte noch befreiter, spielte zur Freude von Trainer Richard Gasquet, der der letzte jüngere Franzose im Hauptfeld von Paris gewesen war, groß auf und dominierte die Sätze zwei und drei gegen den Veteranen. Nach 2:38 Stunden war Kouame der jüngste Spieler seit Bernard Tomic bei den Australian Open 2009, der ein Match gewann. Bei den French Open ist er sogar der jüngste seit Dinu Pescariu 1991.
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