Die Regierung arbeitet, wie berichtet, an einer Modernisierung des Familienrechts. Väterorganisationen hoffen, dass das Doppelresidenz- oder Wechselmodell zum Regelfall wird. Diese Regelung sieht vor, dass Scheidungskinder zu gleichen Teilen bei beiden Ex-Partnern wohnen. Krone+ hat sich dazu mehrere Studien angesehen und Experten befragt, wie es denn ist, wenn Kinder weiterhin bei Papa und Mama leben dürfen.
Gesetzlich ausdrücklich verankert oder zumindest von den Behörden forciert wird das Doppelresidenz- bzw. Wechselmodell heute unter anderem in Belgien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Niederlande, Norwegen, Spanien, Kanada und in Teilen der USA. In Österreich kann ein Gericht zwar das Wechselmodell zulassen, es existiert aber kein gesetzlicher Vorrang oder Regelfall dafür. Das wollen Väterorganisationen nun ändern und verweisen dabei auf zahlreiche Studien, die belegen sollen, dass dadurch das Gewaltpotenzial zwischen den Eltern sinkt und die betroffenen Kinder ihre Eltern und andere Vertrauenspersonen aus deren Familien stets in ihrer Nähe haben.
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