Mehr als jede dritte Ehe geht in Österreich in die Brüche. Hinter diesen nüchternen Zahlen stehen oft schwere Schicksale. Die betroffenen Kinder geraten meistens zwischen die Fronten und sind Hauptleidtragende. Können sich die Eltern nicht einvernehmlich einigen, beschreiten sie den Weg zum Gericht. Dort beginnt eine Eskalationsspirale – und das nicht unbedingt zum Wohle der Kinder. Es müssen dringend Reformen her, um die Kinder zu schützen – das fordern sowohl Väter als auch Mütter.
„Es gibt einen Beschluss über geregelte Kontakte mit meinem Kind, aber was soll ich tun, wenn die Mutter nicht kooperativ ist? Ich kann nur einen Antrag nach dem anderen vor Gericht stellen. Es zieht sich alles in die Länge. Und nach drei Jahren heißt es, jetzt sei so viel Zeit vergangen, jetzt wollen die Kinder nicht mehr zu mir“, schüttet der Vater einer Tochter in Wien sein Herz aus. Ein anderer hat mittlerweile aufgegeben, unbeantwortet bleibende Briefe an seine Kinder zu schreiben. Resigniert hält er fest: „Wenn ich das von Anfang an gewusst hätte, hätte ich mir das alles nicht angetan. Außer Geld und Nerven zu kosten, hat meinem Kind und mir das nichts gebracht.“ Dabei habe er auch immens viel Glück gehabt. Er konnte wegen eines Burn-outs längere Zeit nicht arbeiten, sein Chef sei aber sehr verständnisvoll gewesen. „Es hätte auch anders ausgehen können“, weiß der Mann.
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