Elon Musk ist nach dem fulminanten Börsengang seines Raumfahrt-Konzerns SpaceX Finanzexperten zufolge der erste Billionär der Menschheitsgeschichte. Diese unvorstellbare Summe wird erst durch Vergleiche mit Normalbürgern richtig greifbar ...
Nach dem ersten Börsentag am Freitag betrug der Schlusskurs von SpaceX etwa 161 US-Dollar – gut 19 Prozent über dem Ausgabepreis von 135 Dollar. Besser hätte es wohl kaum laufen können.
Der Konzern steigt damit auf Anhieb zum siebtwertvollsten börsennotierten Unternehmen in den USA auf und überholte Schwergewichte wie die Bank JPMorgan, den Facebook-Muterkonzern Meta, sowie Musks eigenen Elektroautobauer Tesla.
Rechenspiele zeigen Absurdität
Für Musk heißt das vor allem eines: Er ist noch reicher als ohnehin schon. Das Magazin „Forbes“ schätzt sein Vermögen nach dem Börsengang auf etwa 1,1 Billionen Dollar, also 1.100.000.000.000 ausgeschrieben.
Damit hat der Tech-Visionär in den vergangenen 31 Jahren – seit seiner ersten Firmengründung im Jahr 1995 – simpel heruntergebrochen im Schnitt unfassbare vier Millionen Dollar pro Stunde verdient. Das entspricht rund 67.500 Dollar pro Minute oder 1125 Dollar pro Sekunde. Es sind Rechenspiele, die schwindlig machen.
Um diese Summe in Relation zu setzen: Ein durchschnittlicher US-Haushalt mit einem Jahreseinkommen von 83.730 Dollar müsste mehr als 13 Millionen Jahre arbeiten, um auf Musks Vermögen zu kommen.
Sein Nettovermögen übersteigt laut Berechnungen des „Wall Street Journal“ zudem die jährliche Wirtschaftsleistung von mehr als 125 Staaten, darunter Länder wie Norwegen, Thailand, Argentinien oder sein Geburtsland Südafrika.
Die Gedankenspiele der US-Zeitung verdeutlichen die absurden Dimensionen: Mit mehr als eine Billion Dollar könnte Musk alle 32 Teams der US-Football-Liga NFL sowie sämtliche Teams der Basketball-Liga NBA erwerben und hätte danach immer noch mehr als 500 Milliarden Dollar übrig. Alternativ könnte er auch 10.000 Privatjets des Typs Gulfstream G700 kaufen, einschließlich der Betriebskosten für mehrere Jahre. Oder er könnte eine Reihe großer US-Konzerne mit zusammen über vier Millionen Beschäftigten übernehmen.
Könnte Musk Billionär-Status wieder verlieren?
Allerdings heißt ein guter Börsenstart noch lange nicht, dass Musk auch Billionär bleibt. Trotz der hohen Erwartungen an SpaceX steht die enorme Bewertung im Kontrast zu den Fundamentaldaten des Raumfahrtunternehmens, das im vergangenen Jahr einen Verlust von fast fünf Milliarden Dollar schrieb. Allein im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte SpaceX ein Minus von 4,28 Milliarden Dollar bei rund 4,7 Milliarden Dollar Umsatz. Ein Grund für die roten Zahlen sind die hohen Kosten für die Entwicklung der großen Rakete Starship.
Nancy Tengler von Laffer Tengler Investments zeigte sich jedoch gelassen. „Diese Aktie kauft man nicht wegen der fundamentalen Kennzahlen. Für mich ist der Vergleich mit Amazon passend. Das war ein Unternehmen, das unsere Lebensweise verändert hat“, sagte die Expertin. „Wenn die Aktie auf 100 Dollar fällt, ist das zwar nicht ideal, aber es würde unsere langfristige Einschätzung nicht ändern.“
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