Der BMW M2 war bisher der Purist im Coupé-Programm von BMWs M GmbH, mit Hinterradantrieb und manuellem Getriebe. Doch nun zieht der kleine Sportler mit seinem Bruder M4 Competition gleich – mit Automatik und Allradantrieb.
Insofern bleibt der M4 in der Grundvariante mit 480 PS (ohne den Zusatz Competition) der eigentliche Purist, denn wer das größere Coupé über alle viere und per Automatik antreiben will, muss zum Competition greifen. Die Basis hat generell ein manuelles Sechsgangetriebe, das 510 PS starke Topmodell immer Automatik.
Beim M2 entfällt die Wahl der Motorisierung, hier leistet der Dreiliter-Sechszylinder grundsätzlich 480 PS. Mit Hinterradantrieb kann man sich zwischen den beiden Getrieben entscheiden, wobei die Version mit Achtgangautomatik mit einem Grundpreis von gut 97.000 Euro das einzige M-Fahrzeug unter 100.000 Euro ist. Mit manuellem Sechsganggetriebe reißt der M2 die Marke hauchzart. Der neue Allradantrieb hängt grundsätzlich an der Automatik und treibt den Preis auf gut 103.000 Euro.
Das Gute ist: Mit Allradantrieb hat man dennoch die Wahl, weil man – mit abgeschaltetem DSC – den Kraftschluss zu den Vorderrädern komplett unterbinden kann. Und auch sonst ist der M2 xDrive hecklastig ausgelegt, die Vorderräder kommen nur bei Bedarf dazu.
Was man allerdings nicht wegschalten kann, ist das Mehrgewicht: Die neue Version bringt exakt 75 kg mehr auf die Waage als die M2-Basis, also 1790 kg nach DIN. Damit weiß man also, dass Automatik und xDrive genau das Gleiche wiegen wie der Normautofahrer mit 5 kg Norm-Gepäck.
Interessant ist, dass der M2 xDrive 5 kg schwerer ist als der (30 PS stärkere) M4 Competition xDrive, obwohl er nur 4,58 m lang ist, während der große Bruder ganz 4,80 m misst. Sogar der Tank ist mit 52 Liter um sieben Liter kleiner, womit der Unterschied beim reinen Fahrzeuggewicht sogar rund 10 kg beträgt. Die M Compound -Bremsanlage mit Sechskolben-Festsätteln vorn ist Serie. Fahrwerk und Antrieb sind im Wesentlichen identisch, wobei im Motor eine technische Neuerung eingeführt wird (sh. Weiter unten).
Dem Basis-M2 nimmt der Allradler beim Standardsprint 0,3 Sekunden ab, 3,7 Sekunden stehen im Datenblatt (3,5 s beim M4 Competition xDrive), 12,8 Sekunden für den Sprint auf 200 km/h.
BMWs M Ignite Technologie
Der 3,0-Liter-Reihensechszylinder in beiden M2-Versionen ebenso wie ab Juli auch in M3 und M4 verbrennt den Sprit nach einem neuen, patentierten Vorkammer-Verbrennungsverfahren, das BMW als M Ignite Technologie bezeichnet und dessen Herkunft aus dem Motorsport die Münchner betonen. Es soll den Kraftstoffverbrauch im Hochlastbereich signifikant senken und zugleich dabei helfen, die Anforderungen der EU7-Norm zu erfüllen. Kunden sollen vor allem auf Track Days einen deutlichen Unterschied merken.
Bestellbar ist der M2 xDrive schon, ausgeliefert wird er ab Spätsommer.
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