Fünf Jahre nach seinem Herzstillstand bei der EM 2021 ist Christian Eriksen am Sonntag beim Länderspiel Dänemarks gegen die Ukraine in Odense erneut auf dem Platz zusammengebrochen.
Der 34-Jährige griff sich in der 65. Minute an die Brust und fiel zu Boden. Nach einer ersten Behandlung konnte er wieder aufstehen und auf eigenen Beinen zu einem aufs Feld gefahrenen Rettungswagen gehen. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut“, gab der dänische Verband Entwarnung.
Während der EM 2021 war Eriksen beim ersten dänischen Spiel gegen Finnland in Kopenhagen zusammengebrochen. Der Mittelfeldspieler musste noch auf dem Spielfeld reanimiert werden. 2022 setzte er seine Karriere fort, nachdem ihm unter anderem ein Defibrillator (ICD) am Herzen eingesetzt wurde. Aktuell steht er beim deutschen Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg unter Vertrag.
„Er hat das Spielfeld aus eigener Kraft verlassen. Soweit ich das beurteilen kann, funktioniert der Herzschrittmacher einwandfrei“, wurde der dänische Teamarzt Morten Boesen in einer ersten Mitteilung des Verbands (DBU) zitiert.
Kapitän im Krankenhaus, „um Ursache zu klären“
Eriksen sei „kurzzeitig bewusstlos“ gewesen. „Er ist aber sehr schnell wieder zu sich gekommen, wir konnten rasch Kontakt zu ihm herstellen“, sagte Boesen. „Nun muss er im Krankenhaus weiter untersucht werden, um die Ursache des Vorfalls zu klären. Wir stehen in ständigem Kontakt mit ihm und den Ärzten im Krankenhaus.“
Nach dem Vorfall riefen die Mitspieler sofort die dänischen Teamärzte herbei und bildeten gemeinsam mit ukrainischen Akteuren einen Sichtschutz um den dänischen Kapitän. Die Zuschauer riefen lautstark „Eriksen, Eriksen“. Die Partie wurde beim Stand von 2:1 für Dänemark abgebrochen, beide Nationen hatten sich nicht für die nächste Woche startende WM in den USA, Mexiko und Kanada qualifiziert.
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