Im Vorfeld der am Dienstag startenden UNO-Generaldebatte in New York haben mehrere Länder, darunter Österreich, einen Aufruf für verbindliche Sicherheitsregeln für besonders leistungsfähige KI-Modelle unterzeichnet. Solche Systeme würden bei unzureichender Kontrolle „ernste Risiken für Sicherheit und Schutz“ bergen, hieß es in der am Montag veröffentlichten Erklärung. Künstliche Intelligenz (KI) müsse „unter menschlicher Leitung, Aufsicht und Kontrolle“ bleiben.
Unternehmen sollten unter anderem zu Tests, unabhängigen Prüfungen und transparenten Sicherheitsprotokollen verpflichtet werden. Zur Begründung wurde auf jüngste Fälle verwiesen, in denen leistungsfähige KI-Systeme Schutzmechanismen umgingen, Schwachstellen ausnutzten und sich unbefugt Zugang zu realen Computersystemen verschafften. Die rasante Entwicklung könne die Möglichkeiten überholen, neu entstehende Risiken zu kontrollieren.
Mehr als 20 Unterzeichner
Zu den insgesamt mehr als 20 Unterzeichnern der Erklärung gehören unter anderem die Staats- und Regierungschefs von Australien, Dänemark, Finnland, Kanada, den Niederlanden, Norwegen, Singapur und Spanien. Zudem schlossen sich ihr EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie die Außenminister aus Bahrain, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Auch Österreich sei dabei, wie es aus dem Bundeskanzleramt hieß. Initiiert wurde der Aufruf von Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Störe.
Die USA, China, Großbritannien, Frankreich, Japan und Indien sind bisher nicht unter den Unterzeichnern. Die Erklärung blieb für weitere Unterzeichner offen. In der Erklärung heißt es weiter, die UNO-Mitgliedstaaten sollten die Schaffung einer internationalen Institution prüfen, die Standards setzen, deren Einhaltung überprüfbar machen und Staaten bei Überschreiten bestimmter Leistungsgrenzen zusammenrufen könnte.
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