Begutachtung beendet

Social-Media-Alterschecks: Über 200 Stellungnahmen

Digital
22.09.2026 10:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zum Ende der Begutachtungsfrist des Gesetzesentwurfs für eine Social-Media-Altersbeschränkung sind bis Montagnachmittag insgesamt 221 Stellungnahmen eingelangt. Diese sollen „im weiteren Gesetzesprozess analysiert und gegebenenfalls eingearbeitet werden“, hieß es aus dem Kabinett von Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler (SPÖ). Ende Juli war der Entwurf für ein Mindestalter ab 14 in Begutachtung gegangen.

Die Bundesregierung verfolge mit der Altersbeschränkung das Ziel, Kinder und Jugendliche vor schädlichen Folgen einer frühen Social-Media-Nutzung zu schützen, wurde betont. Mit dem neuen Gesetz wird festgelegt, dass Nutzerinnen und Nutzer ihr Alter für jene Plattformen nachweisen müssen, die eine dieser suchtfördernden und gefährdenden Funktionen verwenden: Empfehlungsalgorithmen mit überwiegend Inhalten von Fremden, Mechanismen wie endloses Scrollen oder automatische Wiedergabe, Belohnungssysteme für kontinuierliche Nutzung oder Push-Nachrichten bei Nichtnutzung sowie die unerwünschte Kontaktaufnahme durch fremde Konten. Dazu zählen beispielsweise TikTok, Instagram, YouTube und Snapchat.

Die Plattformen haben jedoch die Möglichkeit, kindgerechte Bereiche anzubieten. Messenger-Dienste wie WhatsApp sind von dem Gesetz nicht betroffen.

Mehr Mittel für Förderung der Medienkompetenz
Begleitend zur Altersbeschränkung soll die Medienkompetenz junger Menschen gefördert werden. So soll in der Unterstufe Medienbildung an allen Schulen gestärkt werden und in Oberstufen ein neues Fach „Medien und Demokratie“ kommen. Ab 2027 werden daher die Mittel für Medienkompetenz-Projekte von 700.000 Euro auf drei Millionen Euro erhöht. Die Regierung stellt zusätzlich sieben Millionen Euro für die Entwicklung von journalistischen Jugendformaten zur Verfügung („Young Media“).

FPÖ-Mediensprecher und Generalsekretär Christian Hafenecker erneuerte seine Kritik und sprach von „totalitären Zensurplänen“. „Der vorgeschobene Kinder- und Jugendschutz ist nichts als ein Feigenblatt, um die Meinungskorridore noch enger zu zurren. Man hat panische Angst davor, dass sich junge Menschen abseits der Systemmedien informieren und eine eigene, kritische Meinung bilden“, sagte er in einer Aussendung. Anstatt Kinder und Jugendliche „zu entmündigen“, sollte man ihre Medienkompetenz stärken.

Regierung begrüßt EU-Vorstoß
Die Bundesregierung begrüße zudem den aktuellen Vorstoß der Europäischen Union für eine gemeinsame, europäische Rechtsgrundlage. „Über eine allfällige Verlängerung der Stillhaltefrist muss seitens der EU bis Ende Oktober informiert werden, bisher ist keine Mitteilung darüber eingelangt“, hieß es am Montag.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

krone.at
krone.at
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung