Krise bei Bulls

Salzburg-Kapitän: „Dann haben wir falschen Beruf!“

Zwei Spiele, zwei Niederlagen und ein Torverhältnis von 4:13! Für den ehemaligen Eishockey-Serienmeister Red Bull Salzburg sind die ersten beiden Partien in der ICE Hockey League ordentlich danebengegangen. Am Mittwoch haben die Salzburger die Chance, es besser zu machen. Kapitän Thomas Raffl äußerte sich gegenüber der „Krone“ zur Kritik von Fans, Experten und Medien. 

Das haben sich die Salzburger ganz anders vorgestellt. Nach der Horror-Vorsaison mit dem Aus im Play-off-Viertelfinale gegen Pustertal – die Bulls gewannen dabei keine einzige Partie – folgte im Sommer der große Umbruch. Es gab neue Importspieler, einen neuen Trainer und den fixen Einbau junger Spieler. Das Ruder des sinkenden Schiffs sollte also herumgeworfen werden. Die ersten beiden Partien in der ICE Hockey League sowie die Ergebnisse auf internationaler Bühne (Champions Hockey League) zeigten jedoch, dass die alten Probleme mit in die neue Saison genommen wurden.

Denn zum Auftakt gab es für die Eisbullen erst eine 1:7-Niederlage gegen den Rivalen aus Klagenfurt auf eigenem Eis und am Sonntag eine 3:6-Niederlage in Bozen. „Für uns Spieler ist das natürlich sehr bitter. Zwei Niederlagen zum Auftakt sind nicht das, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Kapitän Thomas Raffl am Dienstag nach dem Training. „Das gibt uns schon einige Signale, woran wir arbeiten müssen“, meinte der 40-Jährige.

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Wir müssen uns erden und zu den Basics zurückkehren.

Thomas RAFFL, Kapitän EC Red Bull Salzburg

Vom Anspruch war bei Salzburg bislang nichts zu sehen
Bislang war in keiner Partie etwas vom Anspruch zu sehen, Topfavorit auf den Titel zu sein. Die Kritik aus den Fanlagern und aus der Öffentlichkeit ist zu diesem Zeitpunkt schon nicht zu überhören oder zu übersehen. Davon will man innerhalb des Teams allerdings nichts wissen. „Wenn wir uns als Profisportler davon beeinflussen lassen, dann haben wir den falschen Beruf gewählt. Speziell nach zwei Niederlagen zum Start machen wir uns den größten Druck selbst“, erklärte der Oberbulle.

Der Turnaround soll am Mittwoch gegen die Haie aus Innsbruck gelingen. „Wir müssen uns erden und zu den Basics zurückkehren“, forderte der Kapitän. Ob er dabei auf seinen Bruder Michael Raffl zurückgreifen kann, war am Dienstag noch ungewiss. Der Topstürmer hatte sich bei der 3:6-Niederlage am Sonntag in Bozen einen Schuss auf den Knöchel eingefangen und das Eis im Mitteldrittel humpelnd verlassen. Die Ergebnisse der Untersuchung sind laut Klub-Informationen bislang noch nicht eingetroffen. Ein Einsatz gegen die Tiroler ist somit fraglich. 

Torjäger fraglich, Baltram wieder im Training
Auch Nick Poisson muss um einen Einsatz zittern. Dafür stand Florian Baltram wieder auf dem Eis. Der Angreifer musste zuletzt wegen einer Bänderverletzung am Knöchel pausieren.

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