Vorsorge gegen Krebs

Diese Menschen sollten regelmäßig zum Hautarzt

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Von krone.at

In Österreich gibt es bisher kein nationales Hautkrebs-Screening-Programm. Zudem ist die Muttermalkontrolle in immer mehr Praxen privat zu zahlen - zumindest für jene, die keine Risikopatientinnen und Risikopatienten sind. Ein jährliches Ganzkörper-Screening für alle sei aber ohnehin „nicht automatisch die beste Lösung“, teilte jetzt die Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) mit.

Stattdessen könne es für Menschen ab 18 Jahren eine ärztliche Basisuntersuchung geben, um das Melanomrisiko einzuschätzen. Sei diese unauffällig, würden Selbstkontrollen und eine ärztliche Abklärung bei Auffälligkeiten reichen, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Da das Hautkrebsrisiko mit zunehmendem Alter steigt, sollte es zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr eine erneute ärztliche Untersuchung für alle geben.

Bestimmte Gruppen sollen laut der ÖGDV hingegen alle ein bis zwei Jahre hautfachärztlich kontrolliert werden. Dazu zählen Menschen mit sehr hellem Hauttyp, mit vielen oder atypischen Muttermalen, mit Melanom in der Eigenanamnese, Menschen mit familiärer Melanombelastung sowie Personen unter Immunsuppression nach Organtransplantationen. „Risikobasiert bedeutet nicht weniger Medizin. Es bedeutet die richtige Medizin für die richtigen Menschen zur richtigen Zeit“, sagte Manfred Fiebiger, Fachgruppenobmann Dermatologie der ÖGDV. Dass Personen mit erhöhtem Risiko oder auffälligen Hautveränderungen rasch einen Termin bekommen, müsse aber sichergestellt werden.

Screenings nicht der Regelfall
Ein bevölkerungsweites Screening sei auch international nicht der Regelfall, teilten die Ärztinnen und Ärzte am Mittwoch mit. Deutschland sei in Europa eine Ausnahme. Dort können Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein Screening in Anspruch nehmen. In vielen anderen Ländern ist der Zugang zu Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen gar nicht geregelt oder nach Risikogruppen organisiert.

„Prävention für alle, Aufmerksamkeit für auffällige Veränderungen und gezielte Früherkennung für Menschen mit erhöhtem Risiko“, fasste die ÖGDV zusammen. Die wichtigste Vorsorge seien der Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung und bei der Aufmerksamkeit für Veränderungen der eigenen Haut, wie wachsende und blutende Hautveränderungen. Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen hellhäutiger Menschen.

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