Noch immer sitzt der Schock tief, nach der schrecklichen Bluttat an einem achtjährigen Mädchen im steirischen Kumberg. Mittwochvormittag soll der tatverdächtige Vater (37) befragt werden. Ob er etwas zum Motiv sagen wird, ist offen. Tatwaffe war ein japanisches Küchenmesser.
Was bewegt einen Vater dazu seine achtjährige Tochter mit einem Küchenmesser zu töten? Diese Frage beschäftigt nicht nur die Einwohner der beschaulichen Gemeinde nordöstlich der Landeshauptstadt Graz. Am Mittwochvormittag begannen die Ermittler der Mordgruppe dieser Frage auf den Grund zu gehen.
Staatsanwaltschaft wird U-Haft beantragen
Im Laufe des Tages werden die Kriminalisten versuchen, ihn näher zu den Umständen der Bluttat einzuvernehmen. Und der 37-jährige Steirer wird mit den ersten Ermittlungsergebnissen des Landeskriminalamtes konfrontiert. Ob er überhaupt etwas aussagen wird, ist offen. Wenn seine Einvernahme beendet ist, wird die Staatsanwaltschaft höchstwahrscheinlich die U-Haft beantragen, über die das Gericht entscheiden wird
Tatwaffe war japanisches Küchenmesser
Seitens der Polizei wurde die mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt: Es handelt sich um eine Art japanisches Küchenmesser mit einer etwa 20 Zentimeter langen Klinge, sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig.
Derweil rumort die Gerüchteküche im Ort. „Für uns ist unvorstellbar, dass in so einer friedlichen Gemeinde so etwas Fürchterliches passieren konnte! Im Ort herrscht ein großer Zusammenhalt, wie man ihn heutzutage selten sieht“, betont ein Anrainer. Dass die Familie eher alternativ lebte, ist kein Geheimnis. Die Zwillingsbrüder, deren Frauen und insgesamt fünf Kinder sollen das Haus, in dem die Tat geschah, gemeinsam bewohnt und saniert haben.
Vizebürgermeisterin Alexandra Pirker beschrieb die Familie, die vor etwa zehn Jahren nach Kumberg gezogen ist, als gut integriert. Vielleicht kann die Befragung der Angehörigen weiter Licht ins Dunkel bringen. Vieles spricht für eine Kurzschlusshandlung.
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