Künstliche Intelligenz wird hierzulande gerne genutzt: 83 Prozent der rund 1000 Befragten einer Marketagent-Studie geben an, diese aktiv zu verwenden, jeder bzw. jede Zweite sogar mindestens einmal pro Woche. ChatGPT und Co. werden insbesondere zur schnellen Recherche und Informationsbeschaffung herangezogen (62 Prozent). Vor allem die Jüngeren verwenden sie auch verstärkt zur Erstellung, Überarbeitung oder Zusammenfassung von Texten, hieß es am Dienstag.
Trotzdem bleibt die Haltung gegenüber Künstlicher Intelligenz ambivalent: Zwar steht rund ein Drittel der Bevölkerung KI grundsätzlich positiv gegenüber (Generation Z: 49 Prozent), jede fünfte Person äußert jedoch eine klare Ablehnung (20 Prozent).
Auch die Präsenz von KI-generierten Inhalten steigt: Fast sechs von zehn Befragten geben an, solchen regelmäßig zu begegnen – was aber nicht automatisch zu mehr Akzeptanz führt. Vier von zehn bewerten die zunehmende Masse an KI-generierten Bildern, Texten und Co. als negativ und jeder Zweite konsumiert entsprechende Inhalte eher ungern. Auch die wahrgenommene Qualität bleibt hinter den Erwartungen zurück und wird durchschnittlich nur als mittelmäßig eingestuft.
Wunsch nach Kennzeichnung
Nur rund ein Viertel der Bevölkerung fühlt sich sicher darin, KI-generierte Inhalte zuverlässig zu erkennen. Nutzerinnen und Nutzer achten vor allem auf unnatürlich wirkende Elemente (49 Prozent) oder inhaltliche Unstimmigkeiten (43 Prozent). 35 Prozent werden misstrauisch, wenn der Content zu glatt oder perfekt ist. Eine überwältigende Mehrheit von 85 Prozent spricht sich für eine verpflichtende Benennung von KI-generierten Inhalten aus.
Die Auswirkungen von KI sind insbesondere in sozialen Medien spürbar. Jeder Dritte berichtet bereits von einem veränderten Nutzungsverhalten: Das Vertrauen sinkt (54 Prozent), Inhalte werden kritischer hinterfragt (47 Prozent) und ein Drittel reduziert sogar bewusst den eigenen Social Media Konsum.
Neben sinkender Qualität von Online-Inhalten (46 Prozent) befürchten die Menschen in Österreich vor allem gezielte Manipulation (45 Prozent) und Verbreitung von Desinformation (44 Prozent) durch den „KI-Müll“. Drei Viertel gehen davon aus, dass diese Entwicklung in Zukunft weiter zunehmen wird.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.