Deutschland ist geschockt! Nach dem Scheitern an Paraguay im Elfmeterschießen und dem nächsten frühen Aus bei einer WM steht allen voran (Noch-?)Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Kritik. Ein Experte, der bereits seine Ablöse fordert, ist Lothar Matthäus. Der Weltmeister von 1990 enthüllt zudem in der „Bild“ Streitigkeiten im DFB-Team.
„Ich stehe weiter zur Verfügung. Wenn der DFB das nicht mehr will, dann müssen sie es mir sagen“, sagte Nagelsmann nach dem bitteren WM-Aus und schloss aus, dass er zurücktreten werde. Während Sportdirektor Rudi Völler erklärte: „Ich bin nicht der DFB alleine. Jeder weiß, wie ich zu Julian stehe. Er ist immer noch ein absoluter Top-Trainer. Ich bin überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, weiterzumachen. Er ist ein Kämpfer. Mehr kann und will ich nicht dazu sagen im Moment. Wir setzen uns nochmal zusammen in den nächsten ein, zwei Tagen und dann wird man sehen. Für mich ist er die richtige Person am richtigen Ort.“
Matthäus: „Es muss nach der WM mit einem neuen Trainer weitergehen“
Während nun viele Experten in Deutschland Nagelsmanns Ablöse fordern werden. Einer, der dies bereits früh nach dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale getan hat, ist Lothar Matthäus.
„Ich glaube, dass es nach dieser Weltmeisterschaft mit einem neuen Trainer weitergehen muss. Das war einfach zu viel. Es gibt vieles aufzuarbeiten“, sagt der Mann, der Deutschland 1990 als Kapitän zum Weltmeister-Titel geführt hatte.

Matthäus kritisiert „Familientage“
Brisant: Matthäus enthüllt auf „bild.de“ Streitigkeiten im DFB-Team und kritisiert die Organisation und seiner Meinung nach zu vielen Familientage: „Ich weiß nicht, warum man jetzt bei der WM von Anfang an die ganzen Familien mit dabei haben muss – beim ersten Spiel, beim zweiten Spiel, beim dritten Spiel. Dann geht‘s um Reisemöglichkeiten, um Hotelbuchungen – das war doch alles ein Thema in der Mannschaft. Das ist nicht in den Medien geschrieben worden in den letzten zwei Wochen, aber ich weiß, dass es ein Thema war und dass der eine dann sauer war auf den anderen. Weil bei einem durfte die Mama mitfliegen, beim anderen die Frau, dann durften die Kinder – und die anderen mussten mit der Linienmaschine fliegen.“
„Es gab viel Unruhe“
„Im Endeffekt gab’s viel Unruhe, die nicht rübergekommen ist – aber trotz alledem war einfach nicht der Fokus auf diese WM, sondern es war auch so: Immer der freie Familientag und dann noch ein freier Familientag und noch einer. Die waren keine zwei Wochen in Amerika und schon waren wieder die Familien dabei! Die können einfliegen im Viertelfinale, wenn die Mannschaft etwas geleistet hat“, poltert Matthäus und bemängelt: „Viele Themen, die vielleicht wichtiger waren als das auf dem Fußballplatz.“ Nun ist Deutschland ausgeschieden, geht‘s für die Spieler zu ihren Familien.
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