Noch 16 im Einsatz
Rom: Letzte Pferdekutschen sollen verbannt werden
Die traditionellen Pferdekutschen Roms, die „Botticelle“, stehen offenbar kurz vor dem endgültigen Aus. Nach Angaben aus Verwaltungskreisen sind nur noch 16 Gespanne im Einsatz. Die Stadt sucht nun nach Sponsoren, um den Kutschern den Umstieg auf Taxi-Lizenzen zu ermöglichen.
Mehrere Tierschutzorganisationen haben bereits signalisiert, dies unterstützen zu wollen, um die Nutzung der Pferde zu beenden. Einige Fiaker wollen jedoch nicht auf ihre Kutschen verzichten.
Tierschutzbeauftragte kündigt strengere Kontrollen an
Roms Tierschutzbeauftragte, Patrizia Prestipino, kündigte strengere Kontrollen an, falls keine Einigung erzielt wird. „Wenn sie nicht zustimmen, werden wir eine Polizeistreife hinter jede Kutsche stellen, um mögliche Verstöße zu kontrollieren.“
Bereits jetzt gelten in Rom Einschränkungen bei hohen Temperaturen. Bei über 30 Grad ist der Betrieb untersagt, ansonsten sind Fahrten nur in den frühen Morgenstunden und am Abend erlaubt. Die Stadt verweist dabei auf den Schutz der Tiere.
Relikt vergangener Zeiten?
Die „Botticelle“ sind seit Jahren umstritten. Kritiker sehen in ihnen ein Relikt vergangener Zeiten, während Befürworter auf ihren touristischen und kulturellen Wert verweisen. Ein bereits 2009 eingeführtes Angebot zur Umstellung auf Taxi-Lizenzen wurde nur von wenigen Kutschern angenommen.
Diese weisen den Vorwurf zurück, dass Pferde unter dem städtischen Verkehr und der Hitze leiden würden. Niemand kümmere sich besser um die Pferde als die Kutscher, verlautete der Verband der römischen „Botticelle“-Besitzer.










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