Gesundheitsversorgung

Fast jeder Dritte hat bereits Zusatzversicherung

Innenpolitik
26.05.2026 11:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bereits 29 Prozent der befragten Österreicherinnen und Österreicher haben eine Zusatzversicherung. Weitere 14 Prozent haben vor, sich eine zuzulegen. Das sind Ergebnisse des Demox-Instituts im Auftrag des Austrian Health Forum (AHF). Demnach sind mehr als sechs von zehn Befragten (64 Prozent) der Ansicht, dass sich die Gesundheitsversorgung verschlechtert habe.

Insgesamt sind nur noch elf Prozent der 1000 Befragten ab 16 Jahren sehr und 44 Prozent eher zufrieden mit der Gesundheitsversorgung in Österreich. Ungefähr jede zweite Person (54 Prozent) gab an, in den vergangenen sechs Monaten mindestens eine Wahlärztin beziehungsweise einen Wahlarzt konsultiert zu haben.

Die zunehmende Unzufriedenheit mit dem Gesundheitssystem hierzulande ist bereits seit Jahren bekannt. Für Verbesserungen kann sich die Mehrheit (66 Prozent) vorstellen, dass Apotheken mehr medizinische Leistungen anbieten. Auch eine Vermittlerrolle der Gesundheitshotline 1450 bei der Zuweisung in Gesundheitseinrichtungen bekommt Zustimmung. 58 Prozent können sich persönlich vorstellen, für einen rascheren Termin einen bestimmten Behandlungspfad einzuhalten.

So hat sich die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem in den vergangenen Jahren entwickelt:

Das Balkendiagramm zeigt die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem in Österreich von 2019 bis 2026. Der Anteil der sehr und eher Zufriedenen sinkt von 76 % im Jahr 2019 auf 55 % im Jahr 2026. Gleichzeitig steigt der Anteil der sehr und eher Unzufriedenen von 21 % auf 44 %. Quelle: Austrian Health Forum/Demox Research.
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Reduktionen der Spitalsversorgung im eigenen Bezirk lehnen 51 Prozent strikt ab, während sich 42 Prozent eine größere Distanz vorstellen können, wenn dieses Krankenhaus dann besser spezialisiert ist.

Dass die Reformpartnerschaft, die die Bundesregierung gemeinsam mit Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung vorantreiben will, gelingen wird, glauben die meisten (68 Prozent) nicht. Fast sieben von zehn Befragten (68 Prozent) halten Einsparungen im Gesundheitssystem ohne Leistungskürzungen für nicht realistisch. In anderen Worten: Der Glaube an die Politik als Reformmotor ist gering. Im Vergleich mit älteren Umfragen hat die Unzufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung hierzulande zugenommen.

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