Mit ihrer prägnanten Stimme und ihren heißen Live-Auftritten macht die deutsche Schlager-Rockerin Marina Marx sogar arrivierten Stars wie Helene Fischer, Melissa Naschenweng oder Michelle Konkurrenz. In wenigen Tagen mischt sie das Line-Up bei der „Starnacht am Neusiedler See“ auf. Das Porträt.
Wenn am 29. und 30. Mai bei der fünften „Starnacht am Neusiedler See“ die Scheinwerfer angehen, dürfte sie garantiert zu den auffälligsten Erscheinungen des Abends zählen: die deutsche Schlager-Rockerin Marina Marx (35). Die kurvige Blondine, die nebenher auch als Vokalcoach und für ein Kosmetik-Unternehmen arbeitet, bringt nicht nur eine unverwechselbare Klangfarbe mit nach Mörbisch, sondern auch eine gehörige Portion Sexappeal. Und diesen weiß sie gekonnt einzusetzen: Auf Instagram präsentierte sie sich sogar schon „oben ohne“.
Eine Friseurmeisterin mit Hochschulstudium
Hinter dieser verführerischen Fassade steckt aber auch eine spannende Vita: Eigentlich wollte Marx, die mit bürgerlichem Namen Marina Mast heißt, nach der Schule Kriminalbeamtin werden. Doch weil sie zwei Zentimeter zu klein ist, musste sie diesen Traum aufgeben und wurde Friseurmeisterin. Zusätzlich absolvierte sie ein Berufsschullehramtsstudium, das sie in Kosmetikwissenschaften, Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften mit dem Bachelor-Titel abschloss.
Doch ihre Leidenschaft war stets die Musik. Durch ihren Vater – Marx bezeichnet sich als „Papakind und unerschrockene Räubertochter“ – entdeckte sie schon im zarten Alter von drei Jahren die Liebe zu Weltstar Tina Turner und zu Country- und Rockmusik. Auch ihre Mutter und ihre Patentante hatten als Sängerinnen einen starken Einfluss auf sie.
Der Imagewandel
Weil ihre kräftige, rauchige Stimme schon in der Kindheit auffiel, lernte die Schwäbin in der Volksschule Gitarre und Klavier und nahm Gesangsunterricht. Außerdem trällerte sie im Schulchor mit und war Frontfrau der Schulband. Später gründete sie selbst Rock-Formationen und fing an, eigene Nummern zu schreiben. Während ihres Studiums in Hamburg zog sie sogar als Straßenmusikerin durch die Stadt.
Dabei wurde sie vor zehn Jahren für die Castingshow „The Voice of Germany“ entdeckt. Der große Wendepunkt kam 2018, als sie als Support-Act der Boyband „Feuerherz“ ihren Verlobten Karsten Walter kennenlernte – von ihm ist sie seit 2023 wieder getrennt. Sie hängte ihren Job als Berufsschullehrerin in Günzburg, wo sie im Metallbereich unterrichtete, an den Nagel. Und wagte einen Imagewechsel von der Coverrock-Sängerin zur eigenständigen Solokünstlerin.
Ein Lied, zwölf Millionen Youtube-Klicks
Bereits ein Jahr später gelang ihr mit ihrer Single „One Night Stand“ der Durchbruch. Der offizielle Videoclip zum Song verzeichnet auf YouTube inzwischen mehr als zwölf Millionen Aufrufe! Mit ihrem Debütalbum „Der geilste Fehler“, das 2020 erschien, stieg Marx direkt auf Platz 25 der deutschen Albumcharts ein. Daraufhin wurde sie mit dem renommierten „Smago!“-Award als Durchstarterin des Jahres und Hoffnungsträgerin des Rock-Schlagers gefeiert. 2024 folgte das zweite Album „Pflicht oder Wahrheit“.
Auch privat trägt Marx das Herz auf der Zunge
Mit Nummern wie „Bisschen mehr als Freundschaft“, „Auf Teufel komm raus“ oder „Zu mir und zu ihr“ drückt sie unverblümt aus, was sie denkt und fühlt. Mal geht’s um Sehnsucht nach mehr, mal um intensive Leidenschaft oder eine sexuelle Dreiecksbeziehung. Inspirieren lässt sich die erklärte Feministin dabei von ihrem wahren Leben. Das Lied „Steh auf und leb“ zum Beispiel handelt von ihrer mentalen Gesundheit und dem Gefühl, sich hoffnungslos verloren vorzukommen. „Fahr zur Hölle“, das Duett mit ihrem Ex, ist wiederum eine klare Abrechnung mit einer toxischen Beziehung.
Abseits der Showbühne nimmt sich die 1,58 Meter kleine Künstlerin ebenso kein Blatt vor den Mund. Offen spricht sie über ihre Depressionen, ihre psychotherapeutischen Behandlungen, Selbstliebe, Frauenpower oder ihr PCO-Syndrom – eine Hormonstörung, die den Kinderwunsch beeinflussen kann. Dabei ist es ihr größter Traum, Mutter zu werden – notfalls auch ohne festen Partner.
Wer erobert sie als nächstes?
Einen neuen gibt es nicht in ihrem Leben. Zumindest nicht offiziell. Dafür funkt es auf der Bühne. Nach Schnulzenkönig Semino Rossi, mit dem sie den gesellschaftskritischen Umwelt-Song „Deus Amazonas“ aufnahm, hat nun offenbar Schmusebarde Nino de Angelo ihr Herz erobert. Nach ihrem ersten gemeinsamen Duett „Liebe fühlt sich anders an“ sorgen die beiden seit kurzem mit „Bella Italia è amore“ für Furore.
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